Kurz vor 9: Zalando holt IPO-Experten für Börsengang, Rakuten, Viber, Zalora, Kickstarter, Pinterest, eBay, Amazon

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 17. Februar 2014 |

Zalando: Der Modehändler holt Lothar Lanz, Finanzvorstand des Medienkonzerns Axel Springer, in den Aufsichtsrat von Zalando. Lanz, der zu Leo Kirch-Zeiten am Börsengang von ProSieben beteiligt war, wird Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Man kann darin den Versuch sehen, sich zusätzliche Seriosität für einen späteren Börsengang in Haus zu holen. Analysten der Citigroup haben Zalando gerade erst mit 8,5 Milliarden Euro bewertet. Das ist wohl eher eine Wette auf die Zukunft. Zum Vergleich: Top-Investor Kinnevik bewertet Zalando derzeit mit 3,9 Milliarden Euro. Am Freitag vermeldete Zalando ein Umsatzplus von 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro für 2013. Der operative Verlust stieg aber auf rund 118 Millionen Euro (2012: 92 Mio. Euro). Die EBIT-Marge 2013 verbesserte sich zugeich leicht um 0,5 Prozentpunkte auf minus 6,7 Prozent.

Kurz vor 9: Zalando holt IPO-Experten lanz
Lothar Lanz (Bild: Axel Springer)

Jetzt lesen: Das Zalando-Spin-off Zalora hat Börsenpläne, Boss will zurück zu Zalando.


Boss: Die Modemarke Boss denkt darüber nach, ihr Premium-Angebot wieder über Zalando zu verkaufen. Im Sommer war Boss dort mit dem Premium-Segment ausgestiegen. Begründung damals: Das Umfeld passe nicht zum Markenanspruch. Wiwo

 

Zitat des Tages: "Es kann ein guter Schritt sein, im Moment gibt es dazu aber weder eine Entscheidung noch eine Notwendigkeit". Zalando hat es laut Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter mit einem Börsengang nicht so eilig. Das Manager Magazin hatte über einen IPO noch in der ersten Jahreshälfte fabuliert. Allerdings laufen, wie berichtet, Gespräche mit Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan Chase. Ein Mandat hat aber wohl noch keine der Banken.

 


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Kindhochdrei: Mit Kindhochdrei ist jetzt auch ein Curated-Shopping-Service für Kinderbekleidung gestartet. Das System funktioniert wie bei den Modellen für Erwachsene. Fragebogen ausfüllen, Outfits machen sich auf dem Weg zum Kunden, passendes wird daheim ausgewählt, der Rest zurückgeschickt.

Digitale Welt:


Rakuten: Der japanische Onlineriese Rakuten übernimmt für 900 Millionen Dollar den Messaging- und Internet-Telefonie-Dienst Viber mit 300 Millionen registrierten Nutzern. Über die Messanger-App von Viber können die Nutzer kostenlos chatten, telefonieren und verschiedene Dateiformate verschicken. Der Deal erinnert an eBay, dass 2005 den Online-Kommunikationsdienst Skype übernommen hatte. Rakuten

Kickstarter: Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter wurde gehackt. Alle Nutzer sollen neue Passwörter setzen. Kreditkartendaten wurden nach Angaben des Unternehmens nicht entwendet. Kickstarter


eBay: Ein Umsatzplus von 20 Prozent ist für stationäre Händler machbar, wenn sie ihre Waren auch online verkaufen. eBay beruft sich bei den Zahlen auf Erfahrungen mit Händlern in UK, die dort am Programm eBay Enterprise teilnehmen. Internet Retailing


Zalora: Das Zalando-Spin-off Zalora will womöglich in den USA an die Börse. Per Stellenanzeige sucht der Ableger in Südostasien einen "Project Manager - IPO" (Die Stellenanzeige ist inzwischen nicht mehr online). Aufgabe der Position soll es laut Tech in Asia  unter anderem sein, Unterlagen für die US-Börsenaufsicht zusammenzustellen. Zu den Investoren gehören Kinnevik, Verlinvest, Tengelmann und Summit Partners. Zalora soll 2012 einen Umsatz von 48 Millionen Euro und einen Verlust von 70 Millionen Euro gemacht haben.

Zalora:
Bislang hat sich Amazon in Brasilien mit dem Verkauf von E-Books begnügt. Jetzt wird das brasilianische Lager ausgebaut, um auch gedruckte Bücher und Kindle zu versenden, die bislang nur von Drittanbietern verkauft wurden. Buchreport


Digitales Wissen:

Pinterest: Weltweit hat die Bilder-Pinwand Pinterest 57,4 Millionen Nutzer. Der Löwenanteil davon in den USA. Hierzulande fristet Pinterest immer noch ein Schattendasein. Das soll anders werden. Helfen soll bei der internationalen Expansion auch ein Büro in Berlin, das binnen sechs Monaten eröffnet werden soll, schreibt das WSJ.


Digitale Trends & Fakten:


Grafik des Tages: Eine Beziehung kündigt sich bei Facebook schon vorher durch vermehrte Postings an. Wer dann in einer Beziehung ist, dessen Beiträge und Likes sind deutlich positiver als in der Single-Zeit. Das kann Facebook aus der Timeline herauslesen. Facebook


Lesetipp des Tages: Investoren-Euphorie gibt es in Berlin schon länger nicht mehr. Das Geld sitzt nicht mehr so locker. "Bei Berlins Startups ist die Party vorbei" hat die Wiwo bei einem Gang durch die Büros der VCs bemerkt und erzählt nochmal von bekannten Pleiten und den kukturellen Wandel. Über das eigenartigste Selbstgefühl der Start-up-Szene indes kein Wort. Woher der Glaube der Digital-Szene rührt, ein Standort wie Berlin sei schon so etwas wie eine Gelinggarantie ala Dr. Oetker.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Zalando, Psycho-Tricks und Logistik-Trends

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