Kurz vor 9: Readfy und der Run auf die Leihbüchereien für E-Books, Foodpanda, Yapital, Fashionhype, Amazon, Brax, ReCompare, Weltbild, Intershop, Otto, bvh, Sears, Hermes

e-book
Readfy: Aus Lesersicht ist ein Abo-Modell für E-Books toll. Aus Verlagssicht - nunja. Die 15.000 Titel, mit denen nun die E-Book-Leihbücherei Readfy startet, nehmen sich denn auch angesichts der jährlichen Flut an Neuerscheinungen eher spärlich aus. Bis zum Jahresende will das Spotify für Bücher 30.000 Titel im Programm haben. Auch das ist noch übersichtlich. Finanziert wird das für Leser kostenlose Abo-Angebot mit Werbung (für knapp 10 Euro im Monat ist es werbefrei). Am gestrigen Starttag der Plattform rauchte erstmal der Server ab. Zu kleiner Server für zu viele interessierte Leser. Auf der Crowdfunding-Plattform Companisto sammelte Readfy binnen Stundenfrist 25.000 Euro ein, meldet das Börsenblatt. Der Markt ist also da.

Hierzulande ist Readfy aber längst nicht allein. Auf der Plattform Skoobe, von den Verlagsriesen Random House und Holtzbrinck angeschoben, kann man für 10 Euro im Monat  beliebig schmökern, allerdings ist das Angebot von knapp 30.000 E-Books auch dort noch eher überschaubar.

Scribd, das sich, mit angeblich 80 Millionen Nutzern pro Monat, als weltweit größtes Download-Portal für Texte sieht, hat unlängst ebenfalls ein Abo-Modell gestartet: Für 8,99 US-Dollar im Monat können die Abonnenten dort unbegrenzt viele Texte lesen. Viel Wirbel machte zuletzt der New Yorker Startup Oyster. Für 9,95 US-Dollar pro Monat können die Abonnenten E-Books aus dem iTunes-Store von Apple herunterladen und auf bis zu sechs Geräten synchronisieren und lesen. Mehr zum Thema auch in unserem Beitrag: Spotify für E-Books: Rettung oder Bedrohung?

Jetzt lesen: Notebooksbilliger macht über eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Brax zeigt sich bei Amazon..


Foodpanda:
20 Millionen Euro kassiert der Lieferdienst Foodpanda (Rocket Internet) in einer Finanzierungsrunde. Zu den Investoren zählen wiederum Phenomen Ventures und Kinnevik. Foodpanda ist gegenwärtig in 34 Ländern aktiv. Tech in Asia


Notebooksbilliger: Über 500 Millionen Euro Umsatz will Notebooksbilliger.de 2013  gemacht haben. Genauer macht es Geschäftsführer Arnd von Wedemeyer nicht im Interview mit ChannelPartner.

 

Zitat des Tages: "Verbundsysteme müssen ihre Crosschannel-Konzepte am Kunden ausrichten, nicht an den Mitgliedern." Kai Hudetz, Geschäftsführer der IFH Institut für Handelsforschung, auf dem ECC-Forum in Köln.

 

Fashionhype: Boutique-Besitzerinnen werden im Video zu Styling-Themen interviewt. Die im Video gezeigten Kleidungsstücke können direkt unter dem Video bestellt werden. Mit diesem Werbeformat will die Hamburger Plattform Fashionhype punkten und das Flair persönlicher Beratung in den Webshop bringen. Werbekunden können eine Styling-Show sponsern und auch das Thema mitgestalten. Erste Kooperationspartner sind Jades24.com und mytheresa.com.


Yapital: Wirecard-Kunden können das Cross-Channel-Payment von Yapital ab sofort über die Wirecard Checkout Page und ihre bestehende Payment-Schnittstelle in ihren Zahlungsmix einbinden. Yapital steigert damit die Zahl potenzieller Akzeptanzstellen signifikant.

VintyWomen:
Von PreLoved-Fashion können Sie gar nicht genug bekommen? Dann gibt es ab März für Sie auch noch VintyWomen. Der niederländische Modehändler reiht sich mit seinem Angebot an Designermarken ein in die kaum noch überschaubare Secvond-Hand-Riege von Rebelle.de, VintageHub, Kleiderkreisel, Glamloop, Maedchenflohmarkt und so weiter. TextilWirtschaft

 

Zitat des Tages: "Sie sind ein Unfug, ein Beschiß und ein Niedergang." In einem Pamphlet gegen E-Books in einem Blog-Beitrag bei Suhrkamp bettelt Friedrich Forssmann einen Shitstorm herbei und bekommt in den zahlreichen Kommentaren auch gleich Gegenwind. Aber auch Zustimmung.

 

Brax: Brax startet ab Mitte Februar einen Markenshop bei Amazon, meldet die TextilWirtschaft. Für Amazon ein kleiner Baustein hin zu mehr Fashion-Präsenz, für Brax ein Hebel um den Online-Anteil von derzeit 4 Prozent weiter zu steigern.


Weltbild: Die Geschwister Hugendubel wollen mit ihrem Privatvermögen haften, um den Kredit der Kirche von 10 Millionen Euro für Weltbild abzusichern. Weitere 10 Millionen kommen von den Banken, meldet die Süddeutsche Zeitung. Immerhin gibt es mittlerweile mehrere ernsthafte Interessenten für Weltbild.


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ReCompare: Als Preisvergleichsseite für Gebrauchtwaren mit angedocktem Marktplatz versteht sich ReCompare. Neben den besten Kaufpreisen will die Plattform auch einen Vergleich der Ankaufpreise für ein gebrauchtes Produkt bei eBay, Amazon ermöglichen sowie den Festpreis bei ReCommerce-Plattformen und den lokalen Marktpreis in der Nähe eines Nutzers anzeigen. Zudem kann man gebrauchte Produkte auf dem ReCompare-Marktplatz anbieten. ReCompare ist gerade in den Live-Betrieb gegangen. Gründer ist der 25jährige Benjamin Bilski, der schon den Angelshop Angelplatz.de mit einem siebenstelligen Umsatz an den Start gebracht hat.



Digitale Welt:


Jabong: Die indische Variante von Zalando hat in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar eingesammelt. Zu den Großinvestoren zählt diesmal die britische CDC Group.  Economic Times


Sears: Das ist ja mal praktisch. Per App können Kunden bei Sears die Mitarbeiter informieren, dass sie nun da sind, um die online bestellte Ware abzuholen. Die bringen dann den Kram zum Auto, erklärt Internet Retailer. Aber halt! War nicht der Sinn von Click&Collect, dass die Leute in den Laden kommen, von wegen Zusatzeinkäufe und so? Na und. Da hat jemand einfach mal im Sinne des Kunden gedacht. 


Hermes: Den Briten will Hermes ihre Pakete jetzt auch sonntags zustellen, meldet Internet Retailing. Die Mehrheit der Onlinekunden sagt: super. Wir fänden das hierzulande auch toll.

Digitale Praxis:

Intershop: Intershop kündigt mit Simcommerce eine Prognosesoftware als Software-as-a-Service speziell für den Online-Handel an. Ende 2014 soll das Tool auf den Markt kommen. Entscheidungsträger können dann damit vorhersagen, ob sich Investitionen in Modifikationen des Online-Shop-Systems oder die Durchführung von gezielten Online-Marketing-Kampagnen über einen bestimmten Zeitraum voraussichtlich durch höhere Umsätze oder mehr Besucher bezahlt machen. Das Tool arbeitet mit kundeneigenen Daten sowie Branchen-, Marktdaten und Benchmarks. Im Vergleich zu anderen Analysemethoden wie A/B-Tests müssen alternative Shop-Elemente, beispielsweise unterschiedliche Zahlungsanbieter, nicht mehr faktisch in den Shop eingebaut werden, um ihre Wirkung auf Kunden zu testen.


Otto: Wie viel Arbeit und Veränderung im Detail im Relaunch eines mobile Webshops stecken kann, zeigt das Beispiel Otto mit der neuen Version von m.otto.de. Die smartphone-optimierte Variante hat sich die Agentur Anstrengungslos genau angesehen und sagt auch, was sich verändert hat und welche Schlüsse Onlinehändler daraus ziehen können.


bvh: Suchmaschinen-Optimierung, Link-Marketing, Analytics, Targeting und Conversion-Optimierung stehen unter anderem auf der Agenda bei der Workshop-Konferenz "bvh 2.014" des bvh am 2. und 3. April in Hamburg. Zudem wird der Nachwuchspreis des E-Commerce-Verbandes verliehen.


Same Day Delivery: Wie steht der Handel zu Same Day Delivery? Das will das ECC Köln beim IFH Institut für Handelsforschung in einer Umfrage wissen. Von Interesse sind dabei vor allem die Herausforderungen bei der Implementierung sowie die Anforderungen an Same Day Delivery-Dienstleister aus Händlersicht. Hier geht es zur Umfrage.


bvh II: Conversion Optimierung, Mobile Usability, Werbeerfolg & Web Analytics, E-Mail Marketing, regionales Online Marketing und Social Media stehen im Fokus der neu eröffneten Akademie von elaboratum und dem bvh mit Seminaren rund um die Themen E-Commerce und Online Marketing. Der Startschuss der bvh-Academy fällt am 3. April mit Multichannel Optimierung in München.


Digitales Wissen:

E-Food: Von aktuell 0,3 Prozent steigt der Marktanteil von E-Food bis 2020 auf 10 Prozent. Das glauben die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young. Gründe: bessere Angebote, sinkende Preise und die demografische Entwicklung. Für ältere Menschen und doppelerwerbstätige Eltern sei Lebensmittel-Onlinehandel nämlich attraktiv. Laut einer Umfrage von Ernst & Young unter mehr als 1.000 Konsumenten in Deutschland wollen zudem 36 Prozent der Verbraucher in spätestens fünf Jahren Lebensmittel über das Internet bestellen. Bei den Familien liegt der Anteil sogar bei 64 Prozent. etailment



Digitale Trends & Fakten:


Lesetipp des Tages: Prozessketten, Cloud, Fulfillment. Amazon ist weit mehr als die Summe seiner Teile. "Down by the River…Amazon Style" schildert, warum das B2B-Geschäft sich für Amazon gleich mehrfach auszahlt.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Die Sterbephasen des lokalen Handels

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 5. Februar 2014 09:12 | Permanent-Link
    Ich glaube ja nicht, dass sich diese eBooks durchsetzen

    Ich musste schmunzeln als ich sah, dass Ihr heute etwas über eBooks geschrieben habt, jenen "albernen Dateien, die gern Bücher wären, es aber niemals sein dürfen" (Zitat Suhrkamp). :-)





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