Kurz vor 9: Zalando wird AG, Karstadt, Amazon, Redcoon, Unister, Groupon, Sparheld.de, Regiondo, Santa Fidi, Keller Sports, A Space For Art, Retouren

Von Klaus Janke | 12. Dezember 2013 |

zalando rebrush
Zalando: Jetzt könnte es mit dem Börsengang konkret werden. Der Onlinehändler hat seine Rechtsform von GmbH auf AG umgestellt. Die Umwandlung sei "ein lang geplanter Schritt in Richtung einer Unternehmensstruktur, die der Größe des Unternehmens gerecht wird", lässt das Unternehmen verlauten. "Dieser Schritt ermöglicht Zalando die Flexibilität, die für das weitere Wachstum und die künftige Entwicklung des Unternehmens notwendig ist." Aufsichtsratsvorsitzende der neuen AG soll Mia Brunell Livfors werden, CEO des größten Zalando-Anteilseigners Kinnevik.

Jetzt lesen: Ikea-Managerin beerbt Jennings, Amazon passt massenweise Preise an, Redcoon bleibt hart.


Karstadt:
 
Die Nachfolge von Andrew Jennings ist geregelt: Die Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt steht ab 24. Februar 2014 an der Spitze der Karstadt Warenhaus GmbH mit 83 Häusern. Der Aufsichtsrat hat die Personalie in seiner Sitzung am gestrigen Mittwoch abgesegnet. Headhunter hatten offenbar für diesen schwierigen Job viele Absagen bekommen. Wer die beiden anderen Karstadt-Gesellschaften Premium und Sport führen soll, ist laut Textilwirtschaft noch nicht bekannt. Sjöstedt war zuletzt bei Ikea für den Multichannel-Vertrieb verantwortlich - das passt. 

 

Zitat des Tages: „Wir werden mit dem kommenden Kollektionswechsel Emeza abschalten und gleichzeitig einen sehr stark überarbeiteten und verbesserten Premiumstore auf Zalando starten." Zalando-Geschäftsführer David Schneider stellt bei der Textilwirtschaft klar, wie es mit der Premiumstrategie weitergeht


Amazon: Der Online-Händler hat laut LZ Net die Zahl der Preisanpassungen innerhalb eines Jahres nahezu verzehnfacht. Dies geht aus einer Analyse des Dienstleisters Profitero hervor, der für Handelsunternehmen Preisbeobachtung betreibt. Im Dezember 2012 verzeichnete Profitero im Stamm-Shop von Amazon noch etwa 270.000 veränderte Preise pro Tag. Inzwischen sei dieser Wert auf über 2,5 Millionen angestiegen. Bei den stationären Händlern Walmart und Best Buy registrierten die Analysten nach eigenen Angaben im gesamten Monat November lediglich rund 55.000 (Walmart) und 53.000 (Best Buy) Preisanpassungen.

Kurz vor 9: Groupon
Redcoon: Der Online-Elektronikhändler zeigt sich unbeeindruckt und will trotz der Rüge des Deutschen Werberates an seiner umstrittenen Billig-Kampagne festhalten. "Wir haben die Beanstandungen des Werberates sehr ernst genommen und sorgfältig geprüft. Den Vorwurf, Frauen würden allgemein als ,billig' klassifiziert, weisen wir zurück", erklärt eine Redcoon-Sprecherin gegenüber HORIZONT. Die Spots werden sowohl im TV als auch online weiterhin zu sehen sein. Man habe sich bei der Ausgestaltung bewusst für eine "selbsterklärende und starke Überzeichnung" entschieden, so Redcoon weiter. "Aus unserer Sicht können die beanstandeten Spots so keinesfalls ernsthaft als Herabwürdigung oder Diskriminierung von Frauen missverstanden werden."

Unister:
Schon wieder eine Razzia beim Leipziger Onlineunternehmen. Der Vorwurf lautet laut Leipziger Volkszeitung diesmal: "Unister soll zehntausende Lufthansa-Tickets durch Betrug zu günstigen Konditionen erworben und auf seinen Seiten wie fluege.de überteuert verkauft haben."

Groupon: Mit Geld kann man sich immer noch am besten beliebt machen: Das Gutschein-Portal verschenkte gestern zu seinem fünften Geburtstag insgesamt 2 Millionen Euro als Guthaben. Das Geld ging laut Internet World in Beträgen von bis zu 5000 Euro an Newsletter-Abonnenten.


Sparheld.de:
 Die Axel-Springer-Beteiligung Gutscheincode.de hat sich in Sparheld.de umbenannt - klingt auch viel besser. Wie Deutsche Startups berichtet, will sich das Unternehmen damit stärker auf den deutschen Markt konzentrieren. Sparheld.de betreibt Gutschein-Portale in sieben europäischen Ländern und beschäftigt 18 Mitarbeiter. 

Regiondo: Eine Finanzspritze in mittlerer einstelliger Millionenhöhe erhält der Münchner Online-Marktplatz für Freizeitaktivitäten. Seit dem Start Ende 2011 konnte das Startup bereits mehr als 50.000 Bestellungen verbuchen und präsentiert aktuell mehr als 10.000 Angebote regionaler Anbieter auf der Plattform.


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Kurz vor 9: Groupon

Santa Fidi: Der Onlineshop ist die beste Adresse, wenn man einen Weihnachtsbaum übers Netz kaufen will. Dies geht aus einem Test von Sparwelt.de hervor, das acht Anbieter unter die Lupe genommen hat. Mit einer Gesamtnote von 1,5 konnte sich Santa Fidi als Testsieger durchsetzen. Der Shop überzeuge mit einer pünktlichen Lieferung in einem stabilen, sicher verschlossenen und gut gekennzeichneten Versandkarton. Auch die Qualität und Optik des Baumes seien sehr gut. In puncto Preis-Leistungs-Verhältnis wird Santa Fidi allerdings vom zweitplatzierten Anbieter Kaisertanne.de knapp geschlagen.

Keller Sports: Der Münchner Online-Versender startet laut Textilwirtschaft mit einem eigenen Online-Shop für Kunden in der Schweiz. Mit dem neuen Shop will der E-Commerce-Sporthändler die Expansion in Europa voranbringen. Neben dem deutschen gibt es bereits Shops in englischer, französischer, niederländischer und spanischer Sprache. Nach eigenen Angaben bedient das Unternehmen so bereits 30 Länder.

A Space For Art: Der Kunstverleih, der erst in diesem Jahr hierzulande gestartet war, schließt laut Gründerszene seine deutsche Niederlassung. A Space For Art, das in London gegründet wurde, wollte unter den Fittichen von Team Europe von Berlin aus den deutschen Markt erobern, der aber offenbar nicht groß genug ist.  

Digitale Praxis:

Retouren: 12,9 Prozent mehr Gewinn wären für die Onlinehändler drin, wenn sie eine bessere Strategie gegen Retouren fahren würden. Dies geht aus einer Studie der Frankfurt School of Finance & Management hervor, die die Wirtschaftwoche aktuell vorstellt. Der Studienleiter Christian Schulze hat Transaktionsdaten eines großen (anonymen) E-Commerce-Anbieters aus den Jahren 2007 bis 2011 ausgewertet, Basis waren 6 Millionen Einkäufe von 160.000 Kunden. Danach weist Damenmode mit 59 Prozent die höchste Retourenquote auf, es folgen Sportbekleidung (48 Prozent) und Herrenmode (45 Prozent). Die bislang eingeräumten 50 Prozent bei Zalando dürften daher wahrscheinlich noch geschönt sein. 

Digitales Wissen:

 

Multichannel: So richtig gut kann das eigentlich noch niemand, besagt eine Studie des Beratungsunternehmens Bearing Point. Sie zeigt nun Möglichkeiten auf, wie man mit einem kombinierten On- und Offline-Angebot Kunden gewinnen kann. Hierfür wurden mehr als 100 Entscheider und Strategen des europäischen Einzelhandels befragt.

Digitale Trends & Fakten:

 

Grafik des Tages: Was hin und wieder auch für den Einkauf bei lokalen Händlern spricht, bei Visual.ly


Lesetipp des Tages I: Wie gefrustete Händler in Hamburg gegen den E-Commerce protestieren in der Hamburger Morgenpost

Lesetipp des Tages II: Was hat Rocket Internet mit den Entlassungen bei Fab zu tun? Fragt
Gründerszene 

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