Weniger Retouren: Online-Handel vertraut auf Wachstum

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 4. Juni 2013 |

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Die Laune gut, die Aussichten bestens. Der interaktive Handel schaut optimistisch nach vorne.  Allerdings wird die Rekordstimmung aus dem Vorjahr nicht mehr ganz erreicht. Das ist das Ergebnis der B2C-Händlerstudie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2012/2013" die jetzt der Bundesverband des Deutschen
Versandhandels (bvh) zusammen mit seinem Kooperationspartner Creditreform Boniversum vorgelegt hat. Für gute Stimmung sorgt womöglich auch die gesunkene Retourenquote.

Trotz insgesamt deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen werden die Auftrags-, Umsatz-, Ertrags- und Personalsituation etwas negativer bewertet als noch im letzten Frühjahr.
Die über 220 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche zeigen, dass insbesondere die größeren Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland, also diejenigen Unternehmen, die hohe Umsätze (mehr als 5 Millionen Euro) erzielen und zugleich viele Kunden (mehr als 100.000 Kunden in den letzten 12 Monaten) aufweisen können, besonders guter Dinge sind.

Neben den größeren Unternehmen, sind es die Unternehmen der Teilbranchen Freizeit und Haushalt, die ihre aktuelle und zukünftige Geschäftslage derzeit am positivsten bewerten. Insgesamt liegen aber auch alle anderen Branchen des Interaktiven Handels auch in diesem Jahr wieder über dem deutschen Durchschnitt“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum.
bvh konjunktur

Weniger Retouren

In der aktuellen Analyse vom Frühjahr 2013 zeigt sich, dass es dem deutschen Interaktiven Handel in den letzten 12 Monaten offenbar gelungen ist, die Retourenquote zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation verbessert, da derzeit nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen von steigenden Rücksendungen berichtet (2013: 20 Prozent; -5
Punkte). Und auch der Anteil der Unternehmen, die von sinkenden Rücksendungen sprechen, hat zugenommen (2013: 16 Prozent; +5).

Social Media

Aktuell setzen sieben von zehn Unternehmen Social Media ein, um die Beziehung zum Kunden weiter zu vertiefen und einen noch besseren Austausch zu ermöglichen. Das entspricht einer Steigerung von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr (2013: 70 Prozent; +5).
Facebook (2013: 93 Prozent; +2) sowie YouTube (2013: 50 Prozent; +7) bleiben die meist genutzten Social Media-Kanäle.
Als meistgenannter Grund für die Nutzung wird ein „engerer Kontakt zum Kunden“ genannt (2013: 31 Prozent; +7). Zudem haben mehr Unternehmen alsim Vorjahr ihren Personalbestand für Social Media weiter erhöht (2013: 31 Prozent; +9).
Auch konnte bei jedem vierten Unternehmen durch Social Media der Umsatz gesteigert werden (2013: 24 Prozent; +6).

„Es bleibt abzuwarten, wie sich der Retouren-Trend für die nächsten Monate entwickelt. Aktuell rechnen die befragten Unternehmen wieder mit einem leichten Anstieg (2013: 23 Prozent; +3). Letztlich ist der Rückgang der Retourenquote aber natürlich auch ein Ausdruck der Bemühungen, durch ein effizientes Retourenmanagement Kosten zu senken und damit die Ertragslage der Unternehmen zu verbessern“, so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

Bereit zu Investitionen

Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland hat sich im Frühjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht (2013: 83 Prozent; +2 Punkte). Die Perspektiven bleiben auch für die nächsten Monate insgesamt positiv, nicht zuletzt da auch die Art der geplanten Investitionen Ausdruck des weiterhin bestehenden
konjunkturellen Optimismus sind. Investitionen für Kapazitätserweiterungen (2013: 37 Prozent; +3) und für Innovationen (2013: 37 Prozent; -2) bleiben bei den Online- und Versandhändlern die mit Abstand meistgenannten Investitionsarten.
Zum Vergleich: Die Investitionsneigung in der deutschen Gesamtwirtschaft blieb im 1. Quartal 2013 nahezu stabil (50 Prozent; -1 Punkt).
retouren, bvh


Die Studie kann in elektronischer Form beim bvh bestellt werden. Auszüge sind kostenfrei erhältlich. Die gesamte Studie ist ab 99 Euro erhältlich.

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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Konjunktur, BVH, Konsumklima

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