Amazon und Samwer-Brüder haben Brasilien im Visier

Von Marcelo Crescenti | 17. Oktober 2012 | 2 Kommentare Kommentieren

Nachdem Otto im großen Stil in den brasilianische E-Commerce-Markt eingestiegen ist, wollen die Samwer-Brüder sowie Amazon ihre Aktivitäten am Zuckerhut deutlich ausweiten.

In Brasilien sind die Samwer-Brüder bereits mit dem Schuh- und Mode-Onlinehändler Dafiti präsent, der laut dem Wirtschaftsmagazin Exame das erste Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Reais abgeschlossen hat (etwa 151 Millionen Euro). Nun machen sie mobil. Auch Amazon steckt in den Startlöchern.

Sie planen den Einstieg ins Taxi-Geschäft: Wie die Zeitung O Estado de São Paulo berichtet, wollen die Rocket-Internet-Macher 10 Millionen Reais (rund 3,8 Millionen Euro) in das Startup-Unternehmen EasyTaxi stecken, der die Taxisuche per App anbietet. Laut dem Bericht soll EasyTaxi künftig global einsetzbar sein und ähnliche Angebote wie MyTaxi (Deutschland) sowie GetTaxi (Großbritannien) Konkurrenz machen.

Die App wurde zunächst in Rio gestartet, wo sie bereits über 750 angeschlossenen Fahrer und 5.000 registrierten Kunden verfügen soll. Nun wird sie in der Wirtschaftsmetropole São Paulo eingeführt. EasyTaxi nimmt eine Provision pro Buchung in Höhe von 2 Reais ein (€ 0,76). Fahrer müssen lediglich mit einem Smartphone ausgestattet sein.

Der boomende brasilianische Onlinemarkt weckt aber auch bei einem anderen Schwergewicht des E-Commerce Begehrlichkeiten. Laut dem Magazin Veja wird Amazon in den nächsten Monaten einen brasilianischen Webshop eröffnen. Dafür wurden bereits Gespräche mit zahlreichen Verlagen geführt.

Der brasilianische Markt wird immer umkämpfter: Otto hat mit dem brasilianischen Distanzhändler Posthaus bereits im Mai ein gemeinsames Unternehmen gegründet, um in dem südamerikanischen Land das E-Commerce-Geschäft zu forcieren.


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Amazon, Otto, Rocket Internet, Samwer

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Fiete
    Erstellt 17. Oktober 2012 10:14 | Permanent-Link

    Warum führt Amazon denn Gespräche mit Verlagen, um einen Webshop zu eröffnen?

  2. Erstellt 17. Oktober 2012 12:01 | Permanent-Link

    Preise, Konditionen, etc. Es geht zunächst einmal klassisch mit Büchern & Co. los.

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