Best Practice: Wie Zalando bei Pinterest verführt

Zalando bei Pinterest Red
Zalando-Themenseite "Red": Emotionale Trigger, wie man sie kaum vermutet

"Warum verbringen Menschen eigentlich Zeit auf den Fanpages von Fashion-Marken bei digitalen Pinnwänden?"

Es gibt keine Rabatte, keine Gewinnspiele, keine Möglichkeit zum Dialog und auch keinen Support.Fashionistas lieben diese Umgebungen dennoch. Sie suchen nach neuen Trends und Anregungen und nutzen Bilderwelten wie Pinterest und Instagram, um ihre modischen Ausdrucksformen bestätigt zu wissen, oder sie um neue Facetten zu bereichern und sich dabei überraschen zu lassen. Zalando zeigt, wie es geht.

Pinterest, Instagram und Co erleben nach wie vor einen Boom. Modeindustrie und Fashion Retailer breiten sich auf diesen Plattformen aus und treiben deren Wachstum maßgeblich mit voran. Digitale Pinnwände stellen für sie eine große Bühne dar. Ohne die Einschränkungen, die ein Webshop mit sich bringt. Es gilt, die digitale Pinnwand für sich als grafisches Werbemittel zu entdecken.

Zalando Themenseite Red
Zalando "Red": Die Themenseite in voller Größe. Wer hätte gedacht, dass sich "Kussmund" und "WC-Bürste" derart miteinander kombinieren lassen?

Praxisbeispiel: Zalando "Red" setzt auf emotionale Trigger durch Patchwork aus Kitsch-Klassikern

Gekonnt kombiniert der Versender auf dieser Themenseite eigene Produktfotos (die mit dem Shop verlinkt sind), Nutzerbilder und Werbefotos und setzt seine Pinnwand damit aufreizend in Szene. Dass hier man hierbei nichts dem Zufall überlässt, verdeutlicht die abgebildete Szene: Eine klassische Kitschkombination aus Kussmund und Kirsche nimmt man hier mit einem Augenzwinkern aufs Korn: Erst auf den zweiten Blick erkennt der Betrachter, dass es sich hier um eine WC-Bürste im Kirschdesign handelt. Und gerät ins Schmunzeln. Dröge ist anders.

Dass man hier nicht nur plump seinen Warenkatalog an die Pinnwand hängt und Werbung platziert, sondern auch User-Bilder repinnt, wirkt nicht nur sympathisch, sondern lockt auch Kunden an: Nutzerinnen, die ihre Fotos von Erdbeeren und Glitzerpumps von Zalando repinnt sehen, werden bestimmt nachschauen, welches ihrer Bilder denn vom Online-Versender geteilt wurde und entsprechend über die Nachricht in ihrer Mailbox bei Zalando "Red" landen. Und da bald auch mal endlich wieder der Frühling ins Haus stehen sollte, muss der Kleiderschrank eh neu befüllt werden. Warum es dann nicht einfach mal mit einem roten Kleid versuchen...? Wer angesichts dieser Bilderparade nun schon wieder unkt, "dass darüber ja gar keine relevanten Sales generiert werden", sollte sich selbst eine ganz andere Frage beantworten, bevor er dankend abwinkt:

"In welchem anderen grafischen Werbemittel ließen sich die natürlichen Gegensätze "Kussmund" und "Klobürste" derart miteinander kombinieren und positiv in Szene setzen?" Eben.

Wer sich dem Thema aufgeschlossen zeigt, oder zukünftig aufgeschlossener zeigen möchte, dem wird hier geholfen: 10 Fragestellungen für die eigene Company Page bei Pinterest.


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Zalando, Pinterest, BestPractice

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 2. März 2013 08:52 | Permanent-Link

    Eine nette Beobachtung. Relevante Sales? Ja, gerne. Aber hier geht es auch um Image und Transport der Emotion.

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