bvh: Das sind die wichtigsten E-Commerce-Trends 2013

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 4. Januar 2013 |

BVH_LOGO
Die Verknüpfung von On- und Offlinekanälen, Multichannel der zum „Everywhere Commerce” wird, Mobil und Social Media aber auch Print, das sind die Schwerpunkte, die der Branchenverband bvh beobachtet. 

Im Kern - und für etailment-Leser - keine neuen Erkenntnisse. Aufhorchen lassen sollte manche Händler die Bewertung des Verbandes dennoch, denn daraus lassen sich klare Handlungsaufforderungen ableiten.

Multichannel

Auch im kommenden Jahr wird die Verschmelzung und Integration der Vertriebs- und Marketingkanäle voranschreiten, schreibt der bvh. Der Interaktive Handel avanciere dabei zum „Everywhere Commerce”, bei dem die Kunden entscheiden wann, wo und wie sie einkaufen wollen. „Für die Kunden sind Kanal und Zeitpunkt der Kaufentscheidung von wachsender Relevanz. Neben den klassischen Komponenten Produkt, Preis und Service entscheidet daher die Omnipräsenz der Anbieter künftig über einen erfolgreichen Kaufprozess",  so Martin Groß-Albenhausen, E-Marketing-Experte des bvh.

Anders gesagt: Der Kunden entscheidet über den Kanal, nicht das Vertriebsmanagement im Unternehmen. Wer bei der Verzahnung einzelner Kanäle nicht auf den Kunden hören will,  der ist raus dem Geschäft.

Mobil-Devices

Sie werden im Everywhere Commerce mehr und mehr zur universellen Schnittstelle. "Mobile ist ein ständiger Begleiter im Alltag und ein Treiber für die Vernetzung von Kanälen", sagt der bvh.  Mobil wird also Mittler zwischen On- und Offline. Das ist nicht nur ein Wachstumsfaktor für die Branche, wie der bvh schreibt.

Mobil wird, anders gesagt, auch zum ersten Handschlag mit dem Kunden. Wer da nicht zupackend und freundlich Hände schütteln kann, der wirkt wie ein Ladenbesitzer, der seine Kunden mit den Händen in der Tasche begrüßt.

Print

Viele Interaktive Händler nutzen neue Formen von Printprodukten, die besondere Reize beim Kunden auslösen, beobachtet der Verband. Prominentes Beispiel seien Magaloge, die Verbindung aus Magazin und Katalog, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Auch Otto hat da ja gerade ein schönes Beispiel vorgelegt.  "Durch die Kombination von Online-Kampagnen und individualisierten Printerzeugnissen schaffen die Unternehmen ein ganzheitliches Erscheinungsbild. Elemente wie QR-Codes verbinden auch hier On- und Offline und leiten Kunden auf eine zur Anzeige passenden und individualisierten Landingpage“, rät Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

Anders gesagt: Kataloge sind nicht tot. Sie ändern sich nur.

Social Media

Nach dem Hype und Dauer-Experimenten geht es vielfach nun um Praktikabilität. Der bvh beobachtet, dass es den Versendern weniger darum geht, in allen Netzwerken vertreten zu sein.  Vielmehr steht ein verbesserter Auftritt mit ausgeklügelten Strategien und kontinuierlichem Monitoring im Mittelpunkt der Unternehmensstrategien.

Anders gesagt: Es ist Schluss mit der Spielwiese und muss auch um den ROI gehen. Wie man den in den Unternehmen jeweils definiert (und wie viele Einhörner dafür sterben mussten), das steht auf einem anderen Blatt.

 


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: E-Commerce

Schlagworte: Trends, BVH

Amazon-toppt-Otto-und-Zalando-im-Mobile-Commerce-8334.jpeg

Infografik: Top 10 der meistgekauften Produkte via Smartphone in Deutschland 2013

comScore veröffentlichte im März 2014 Umfragergebnisse zu den Produktkategorien, die in Deutschland ...

Topartikel

freundin kaufen facebook

Kaufen Sie sich eine "echte" Freundin auf Facebook

Das Wochenende naht. Zeit für ein buntes Thema aus dem Randbereich des E-Commerce. Eine brasilianisc ...
Wie Zalando und Otto gegen Retouren kämpfen

Wie Zalando und Otto gegen Retouren kämpfen

Kosten sparen, überleben gar, das kann gerade in der Modebranche von jedem halben Prozentpunkt abhän ...
Die inoffizielle Liste alle 200 Ranking-Faktoren bei Google

Die vielleicht ultimative inoffizielle Liste aller 200 Ranking-Faktoren bei Google

Guter Content? Check. Sinnvolle Keywords? Check? Zufriedenstellende Social Signals? Check. Ordentlic ...
Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Zu den Payment-Vorlieben der Deutschen in Onlineshops kursieren ungefähr so viele Studien wie Zahlve ...
Zalando Schrei Jumia

Völker, hört die Signale: Wie und wo Zalando weltweit angreift

Während die Online-Modebranche hierzulande noch darüber grübelt, wie und wann der Berliner Online-Mo ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats