Churchill Butcher, der Louis Vuitton der Fleischszene - Design, Style, Fleisch

Von Andre Paetzel Paetzel | 10. September 2012 |

butcher store
Fan von einem guten Stück Fleisch? Dann wird Ihnen nun das Wasser im Mund zusammenlaufen. Denn aus Fleisch kann man wesentlich mehr machen, als es einfach nur auf den Grill zu legen.
Wenn wir durch die heimischen Supermärkte schlendern, dann guckt es uns meist ganz qualvoll an. Lieblos liegt es in der Ladentheke und wartet darauf, endlich eingeschweisst zu werden.

Bei Churchill Butcher ist das anders. Hierbei handelt es sich nämlich um eine 140 Jahre alte Sydneyer Traditions-Metzgerei, die schon seit einiger Zeit ganz andere Wege eingeschlagen hat. Zwar geht es im folgenden weniger um ein klassisches eCommerce Beispiel, aber es zeigt, wie das Web ein Thema emotional auflädt und einen großen emotionalen Mehrwert bieten kann.

Alles andere als eine Metzgerei 

Besucht man die Webseite von Churchill Butcher, so glaubt man erst einmal, man hätte irgendetwas falsches eingegeben. Keine Kühltheke, kein Fleisch, nichts was nur irgendwie an einen Metzger erinnert.

chruchill butcher
Cutting is, old school

 Erst beim zweiten mal hinsehen erscheint ein wunderbares Stück Steak. Was man vermutlich mit der Seite erreichen will, ist ein Erlebnis zu erschaffen. Und so hat das Team aus dem Büro von Dreamtime Australian Design nicht nur dem Shop, sondern auch der Webseite einen ganz besonderen Look verliehen.

Louis Vuitton als Vorbild

Denn der Fleisch interessierte Käufer findet sich nicht in einer Metzgereiwelt wieder, sondern man könnte denken, man sei in einem Modegeschäft, bei dem die Kleidung durch Steaks und andere Verzehrartikel ausgetauscht wurde. So bietet man dem Nutzer auch gleich die Möglichkeit, einen Blick in den Aufbau des Shops zu werfen. Man hat also nicht nur an die Fleischliebhaber, sondern auch an die Gestalter und Raumausstatter gedacht.

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Einrichtungsplan Churchill Butcher

 Aber aus Online Sicht ist es nicht nur interessant zu sehen, wie sie ihr Thema und ihre Marke in Szene setzen, sondern auch, wie sie die Zugänglichkeit zum Produkt und zu ihrem Unternehmen erhöhen. Denn man verkauft hier mitunter nicht nur Fleisch. Ein wichtiger und zentraler Aspekt ist auch die Kommunikation. So ist es nicht verwunderlich, dass man sich bei Churchill Butcher um eine Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationskanäle kümmert.

So kann man via iPhone App oder auch direkt über die Webseite Kontakt mit einem "Butcher / Metzger" aufnehmen. Egal ob es nun um die Zubereitung von Fleisch oder einfachen Tipps und Tricks bei der Vorbereitung eines BBQ geht. Die Fragen sind vielfältig und ausgefallen. Aber man nimmt sich die Zeit und geht auf die Bedürfnisse ein. Und das funktioniert.

Was man jedoch vergeblich sucht, ist die Möglichkeit, sich eines der Produkte zu bestellten. 

ask the butcher
Ask the Butcher

Zwar bietet Churchill Butcher neben den ganzen Informationen auch noch eine Cooking Class, wo man gleich einsehen kann, wann denn wieder ein Termin stattfindet, aber man geht kaum bis gar nicht auf einen der der wichtigsten Faktoren, den Verkauf ein. Man weckt hier lediglich das Interesse und tritt dann auf ganz anderen Wegen mit den "fleischhungrigen in Kontakt".

Und das hat sich in der Vergangenheit wirklich ausgezahlt.

Der Familienbetrieb ist Lieferant für einige der besten Restaurants in Australien, China und Singapur.


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: eFood

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