Dessous-Shop-Launch zum Valentinstag: Édition Lingerie bietet Online-BH-Beratung

Von Roland Schweins | 14. Februar 2013 |

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Neuer Online-Berater für Dessous: Édition Lingerie

Normalerweise läuft der BH-Kauf im Internet relativ simpel ab: Körbchengröße und Farbe auswählen, Zahlungsweg eintippen und fertig ist die Bestellung. Ob das gute Stück dann im Anschluss passt und vor allem seinen Zweck erfüllt, strafft, hebt, schnürt oder formt - das bleibt dem anschließenden Ausprobieren überlassen.

Dass aber zu einem Wäschekauf eine Menge mehr gehört, damit diese anschließend weder ziept noch zwickt, wollen die Amerikanerin Alexandrine Koegel und der Franzose Guillaume Kretz (beide 28) ein neues Konzept auf dem deutschen Markt etablieren, das sich in den USA schon bewährt hat. Nach dem Vorbild von Portalen wie Brayola, True & Co, Adore Me oder Intimint launchen die zwei heute den Dessous-Onlineshop Édition Lingerie. etailment hat mit den Gründern vor dem offiziellen Start gesprochen. 

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Gründerteam von Édition Lingerie: Guillaume Kretz und Alexandrine Koegel
Gründerteam von Édition Lingerie: Guillaume Kretz und Alexandrine Koegel

"Vier von fünf Frauen in Deutschland und Frankreich tragen einen BH, der ihnen nicht passt", wissen die Columbia Business School-Absolventen. Während Alexandrine Koegel seit ihrer Kindheit selbst näht und von ihrer Oma das Handwerk beim Unterwäschenähen gelernt hat, kommt Guillaume Kretz aus der Gründerfamilie des Hauses Chantelle und Passionata. Die Kretz-Familie betreibt seit mehr als 130 Jahren die Chantelle-Group. Einer ihrer Zöglinge bringt die Produkte jetzt auf eine neue Weise ins Web. Kretz legt dennoch viel Wert darauf, dass sein neuer Onlineshop als eigenes Unternehmen aufgestellt ist. Er hat noch weitere Marken zum Start im Programm: Aubade, Calvin Klein, Chantal Thomass, Maidenform und Simone Péréle. "Das ist notwendig, um mindestens 95 Prozent der Passformen anbieten zu können", erklärt Kretz. "Wir wollen der Online-Experte für den richtigen BH sein".

Die Idee: Produktkategorien bei Damenwäsche sind mithin schwer überschaubar. Die Auswahl in unterschiedlich variierenden Größen scheint überwältigend. Édition Lingerie will Frauen helfen, mit personalisierten Kaufempfehlungen und inspirierenden Anregungen die richtige BH-Größe zu finden. Auf der Webseite von Édition Lingerie füllt die Kundin daher einen Fragebogen zu Stil, Kleider- und BH-Größen aus und bekommt daraufhin eine BH-Box mit fünf verschiedenen BH-Modellen nach Hause geliefert. Jeder einzelne dieser BHs soll, basierend auf den Fragebogen- Ergebnissen, individuell auf den persönlichen Geschmack, die Körpergröße sowie die Stilrichtung der Frau zugeschnitten sein. Der Hin-und Rückversand sind kostenlos.

Die Auswahl erfolgt in mehreren Schritten, in denen man auf der Website Brustform und persönliche Vorlieben einträgt. Und das geht so:

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Edition Lingerie: Was trägst du in einer durchschnittlichen Woche?
Edition Lingerie: Was trägst du in einer durchschnittlichen Woche?

 Vom Typ...

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Welche Accessoires entsprechen am ehesten deinem Stil? Hier wird herausgefunden, wie verspielt die Trägerin ist.
Welche Accessoires entsprechen am ehesten deinem Stil? Hier wird herausgefunden, wie verspielt die Trägerin ist.

...über den Verspieltheitsgrad und Geschmack...

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Edition Lingerie: Die richtige Brustform für den BH online auswählen.
Edition Lingerie: Die richtige Brustform für den BH online auswählen.

...zur persönlichen Brustform bis hin zur...

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Letzter statt erster Schritt: Das passende Produkt auswählen.
Letzter statt erster Schritt: Das passende Produkt auswählen.

...Auswahl des passenden und für den Anlass empfohlenen Produktes aus dem Sortiment.

"Die Onlineshopbetreiber kennen ihre Produkte gar nicht"

Natürlich gibt es die entsprechenden Produkte - auch beispielsweise von Passionata - bei Zalando oder Enamora. "Was wir konzeptionell bieten, ist der Beginn der zweiten großen Welle im E-Commerce", gibt sich Kretz selbstbewusst. Es folgen starke Aussagen: Die Konkurrenten, die preislich identisch anbieten, hätten gar keine Beziehung zum Produkt. Ja nicht einmal zum Kunden und würden seine Bedürfnisse auch nicht verstehen. "Bevor wir ein Produkt aufnehmen, möchten wir all seine Bestandteile und Spezifikationen verstehen", pflichtet Koegel bei. Es sei nicht das Ziel, 500 verschiedene Produkte in den Webshop einzustellen, die sie selbst gar nicht kennen würde.

Das kann ein Dessous-Experte vielleicht Zalando oder Enamora vorwerfen, sicherlich aber nicht  dem Branchenriesen Triumph, der ebenfalls online seine Büstenhalter feilbietet. Aber auch für den Shop der Unterbekleidungsanbieter aus der Schweiz gilt: Das Innovativste am Onlineshop ist momentan die Lupenfunktion. Lediglich bei der jüngeren Marke BeeDees probiert Triumph aktuell einige neue Wege aus und hat Bloggerinnen engagiert, die über allgemeine Modetrends, Fashionweeks und persönliche Themen schreiben.

Zu den Umsatzzielen und geplanten Kundenzahlen möchten sich Koegel und Kretz auf Nachfrage von etailment nicht äußern. Wichtig ist ihnen aber: Der Onlineshop soll profitabel in der Nische arbeiten und sich etablieren. Dazu wird zunächst das Marketing aufgebaut, das viel auf Social Media setzt - aber natürlich auch auf Adwords. "Wir haben ein geringeres Adwords-Budget als Webshop-Branchengiganten, wollen aber clevere Keywords buchen und mit unseren Inhalten verknüpfen." Langfristig möchte Édition Lingerie mit einem außergewöhnlichen Kundenservice punkten, regelmäßig auf neue Produkte zur ermittelten Passform aufmerksam machen und über spannende Inhalte Seitenbesucher anlocken. Zu diesem Zweck gibt es ein eigenes Online-Lingerie-Magazin. "Das Erste ausschließlich mit Dessous-Trends", wie Koegel betont. Vergleichbare Konzepte mit hochwertigen Online-Inhalten gehen im Netz durchaus auf, denkt man an den Erfolg von Net-a-Porter.

Zusätzlich geht es ab heute in die Pressearbeit. Und perspektivisch setzen die beiden Gründer, die von weiteren fünf Mitarbeitern in Berlin unterstützt werden, auf den Weiterempfehlungseffekt und eine viel größere Kundentreue, als dies bei Vergleichsportalen oder Branchenriesen mit Angebotssammelsurium der Fall ist. Auch wenn die beiden ihre Umsatzziele nicht nennen möchten: Sie dürften ambitioniert sein. Alexandrine Koegel und Guillaume Kretz sind aktuell auf der Suche nach einem weiteren Investor.

Gefragt, was die Gründer mit der ersten Käuferin vorhaben oder ob sie ihre erste Faktura einrahmen und ins Büro an die Wand hängen, sagt Koegel: "Mal schauen, vielleicht liefern wir unsere erste Bestellung auch persönlich aus. Auf jeden Fall gibt es einen lieben Valentinstagsgruß im Paket dazu. Der Valentinstag werde allerdings in Deutschland nicht so wichtig genommen wie in anderen Ländern. "Aber vielleicht bringt uns der Start an diesem Tag Glück."

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