Verpasst Facebook den E-Commerce-Zug? Studie sieht Mobile Commerce auf dem Vormarsch und Social Shopping in der Flaute

Wird Facebook zum großen Verlierer im E-Commerce? Der Social-Media-Dominator steht in Sachen Social Commerce weiter auf schwachen Füßen. Die Händler zieren sich, die Aussichten sind bislang mau.

Und je mehr E-Commerce zum Mobile Commerce wird, desto mehr gerät Facebook angesichts einer eher durch Nervfaktoren auffallenden App und das wieder in weite Ferne gerückte Facebook-Handy ins Hintertreffen. Dabei greifen mehr als die Hälfte aller Nutzer über ihr Handy auf das Netzwerk zu. Mobile Werbung aber ist dort noch im Labor-Modus. Unklar auch, wie die Nutzer darauf reagieren würden.

Eine IBM-Studie sendet nun neue Alarmsignale aus: Der Einkauf über mobile Endgeräte steigt an, während Verkäufe über Social Media-Kanäle rückläufig sind.

Der IBM Retail Online Index identifizierte im zweiten Quartal als wachsende Trends in den USA, dass Verbraucher vermehrt auf  mobile Endgeräte setzen. So erzielten Einzelhändler 15 Prozent Umsatzwachstum durch mobile Endgeräte, aber mussten gleichzeitig einen 20-prozentigen Umsatzrückgang bei Bestellungen über Social Media-Kanäle hinnehmen.

IBM Mobile Commerce

Der aktuelle IBM State of Marketing 2012 Survey führt als mögliche  Erklärung für den 20-prozentigen Umsatzrückgang die fehlende Allianz zwischen Chief Marketing Officier (CMO) und Chief Information Officer (CIO) an. In Zeiten globaler Vernetzung sind Marketing und Online-Handel zunehmend Technologie-getrieben. Das fehlende Verzahnung von CMO und CIO behindert jedoch die Einführung integrierter Technologien, die Social Media-Aktivitäten vorantreiben. Ein zweiter Faktor ist die häufig nicht konsequente Marketingstrategie zum Einsatz von soziale Kanälen.

Infolgedessen sah der Einzelhandel Online-Index einen Rückgang der positiven Stimmung rund um Social Media, die nach dem Online-Index von 25,1 Prozent im ersten Quartal auf 18,6 Prozent im zweiten Quartal sank. Bei abgeschlossenen Aufträgen erstanden Käufer im zweiten Quartal mehrere Artikel (durchschnittliche Stückzahlen pro Auftrag stiegen um 2,6 Prozent) und gaben mehr für jede Transaktion aus (durchschnittlicher Wert je Kauf stieg um 2,3 Prozent).

 

 


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 30. Juli 2012 12:48 | Permanent-Link

    Zeigt schön, dass der Weg "Online Desktop > Online Mobile" ein leichterer/anderer ist, als "Online Shop > Facebook Shop". Die Frage ist, ob es dafür immer noch mehr "unabhängiger" Analysen und Expertenmeinungen bedarf?!

    Grüße aus Stuttgart!
    Michael

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