Infografik: Microsoft ist weltweit Reichweitenprimus bei App-Angeboten

Von Karsten Werner Karsten Werner | 17. Oktober 2012 |

Weltkarte der E-Ökosysteme: Microsoft führt bei "Apps"
Weltkarte der E-Ökosysteme: Microsoft führt bei "Apps"
Weltkarte der E-Ökosysteme: Microsoft führt bei "Apps"

Wer hätte das gedacht? Zwar ist Apple insgesamt weltweit der reichweitenstärkste Anbieter digitaler Medienprodukte, in der Kategorie (native) "Apps" führt jedoch der Konzern aus Richmond mit einem dünnen Vorsprung gegenüber dem ewigen Rivalen aus Cupertino.

Die Grafik zeigt die "passive" Reichweite (reine Zugangsmöglichkeit) zu digitalen Gütern über die Vertriebskanäle von Apple, Amazon, Google und Microsoft, jeweils relativ zur Gesamtweltbevölkerung. Über die Höhe der Umsätze, Anzahl der Downloads oder aber die aktive Reichweite (Häufigkeit der Nutzung) lässt sie jedoch keine Rückschlüsse zu.

Diese Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aus der "Weltkarte digitaler Ökosysteme" von macstories ist dennoch sehr aufschlussreich, zeigt die heterogene Verteilung der Verfügbarkeiten bei den jeweiligen Medienangeboten doch, dass der Kampf zwischen den "Big Four" Apple, AmazonGoogle und Microsoft zukünftig noch einige Überraschungen bereithalten könnte: Je mehr sich e-Reader, Smartphones und Tablets auch in Schwellenländern verbreiten werden, desto mehr könnte ein Infrastruktur-Anbieter wie Microsoft, der den Wettbewerbern in den westlichen Märkten hinterherläuft, davon profitieren, sich frühzeitig in den bevölkerungsreichsten Märkten engagiert zu haben.

reichweite-der-medienangebote-von-apple-microsoft-google-und-amazon

Die großen Unterschiede in den einzelnen Mediengattungen ergeben sich hierbei aus der jeweiligen Verfügbarkeit der Shops, beziehungsweise der der einzelnen Kategorien in den verschiedenen Märkten.

Am Beispiel "Apps"

Zwar ist Apples Appstore in 153 Ländern der Erde verfügbar, während Microsoft seine Vetriebskanäle für digitale Güter lediglich in 115 Ländern der Welt zur Verfügung stellt, die höhere Reichweite von Microsoft (Anteil an der Gesamtweltbevölkerung) ergibt sich in diesem Fall jedoch daraus, dass das Unternehmen in den bevölkerungsreichen Ländern Afrikas stärker vertreten ist als Apple. 

Google hingegen bietet Apps zwar in 138 Ländern der Erde an, dass man dennoch "nur" 69% der Weltbevölkerung erreicht, liegt daran, dass der Konzern im weltweit größten Markt China nicht aktiv ist. Insgesamt ist Microsoft also in den wenigsten Märkten vertreten, erreicht jedoch dennoch "passiv" in der Kategorie "Apps" jeweils mehr Menschen als die beiden Wettbewerber.

Die Dominanz von Amazon im E-Book-Segment - bei gleichzeitiger Abgeschlagenheit in der Zugangsmöglichkeit zum hauseigenen Appstore , lässt sich wiederum dadurch erklären, dass der Retailer aus Seattle zwar  – via Kindle e-Reader – in 177 Ländern der Welt e-Books anbietet, Apps jedoch - via Kindle Fire - bisher lediglich auf dem amerikanischen Kontinent und in Europa zum Download bereitstellt.

Grafik: Statista 


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