Infografik: Was Kunden über gesellschaftliche Folgen des E-Commerce-Wachstums denken

Von Karsten Werner Karsten Werner | 22. November 2012 |

Einkaufen 4.0
Einkaufen 4.0: Online-Shopper sind skeptisch und befürchten Verödung der Städte und Verlust von Arbeitsplätzen
DHL-Studie "Einkaufen 4.0": Online-Shopper sind skeptisch und befürchten Verödung der Städte und Verlust von Arbeitsplätzen

Schöne neue Welt! So sieht sich der Online-Handel gerne selbst und auf Branchen-Events herrscht allseits gute Laune: Der Handel wird global, zur Erlebniswelt, mobiler, schneller, internationaler, passgenauer, automatisierter und couch-tauglicher.

Alles kann jederzeit und überall gekauft werden und soll nach den Vorstellungen von Händlern und Dienstleistern bald auch jederzeit zugestellt werden können.

Das macht Spaß, ist bequem und entlastet die Konsumenten in einer sich immer mehr verdichtenden Arbeitswelt. Jedermann scheint vom 24/7/365-Sameday-Einkaufsvergnügen begeistert zu sein.

Wirklich jeder?

Laut Ergebnissen der DHL-Studie "Einkaufen 4.0" vom Februar 2012 ist dem nicht so: Von den 1800 aktiven Online-Shoppern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die TNS Emnid im Auftrag von DHL zwischen Juni und September 2011 befragt hatte, äußerten sich noch viele skeptisch zu den Auswirkungen des E-Commerce-Wachstums auf die Gesellschaft.

Eine zunehmende Verödung der Innenstädte und der Verlust regionaler Arbeitsplätze waren hier die Hauptsorgen. Dass es sich dabei um Vorurteile handelt, steht aus Frage, nur wissen das offensichtlich viele Konsumenten nicht, denn verödende Schlecker-Filialen in den Nachbarstraßen sind diesen im Alltag natürlich näher, als die komplexen Front- und Backend-Prozesse der Supply Chains im digitalen Handelsgeschäft.

Branchenverbände und Online-Retailer sollten hier Aufklärung betreiben und den Mehrwert, den die Branche für die Gesellschaft schafft, auch außerhalb von Fach-und Personalmessen stärker in den Vordergrund rücken, um nicht irgendwann als Buhmann für einen städtischen Strukturwandel oder etwaige Verwerfungen am Arbeitsmarkt herhalten zu müssen. Denn wenn selbst aktive Online-Shopper derlei Ängste äußern, wie wird es dann wohl um das Meinungsbild der Konsumenten bestellt sein, die bisher noch gar nicht online einkaufen?

Gesellschaftliche Folgen der Ausbreitung des E-Commerce
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