Infografik zum Weihnachtsgeschäft: Diese Technikmarken mögen die Deutschen am liebsten

Von Karsten Werner Karsten Werner | 5. November 2012 | 3 Kommentare Kommentieren

Weihnachtszeit ist Technikzeit: Die Personaldisposition ist abgeschlossen und die Saisonkräfte in Lager und Versand packen und labeln im Akkord Unterhaltungselektronik, damit diese pünktlich zum Fest unter den Weihnachtsbäumen der Kunden liegt? Prima.

Aber welche Technikmarken mögen die Konsumenten eigentlich am liebsten, und wie können Marketer im Technikhandel vom Sympathiewert einzelner Marken profitieren? Eine Orientierung bietet die Infografik  "Die sympathischsten Technikmarken im Jahr 2011". Diese 49 Technikmarken mochten die Deutschen im Oktober 2011 am liebsten. Voraussichtlich ist auch für 2012 wieder mit Überraschungen zu rechnen...

Die sympathischsten Technikmarken im Jahr 2011
Die sympathischsten Technikmarken im Jahr 2011-Diese Marken mögen die Deutschen am liebsten

Die sympathischsten Technikmarken im Jahr 2011: Die Deutschen mögen Bewährtes

Validität und Nützlichkeitsanspruch der Umfrage

Beim IfD Allensbach wurde im Oktober 2011 eine Stichprobe von 8639 Befragten zwischen 14-69 Jahren per Telefon interviewt und das Ergebnis auf eine Grundgesamtheit 53,54 Mio Personen hochgerechnet. Die Frage nach einer "Lieblingsmarke" wurde dabei nicht direkt gestellt und Mehrfachnennungen waren möglich. Anders als zum Beispiel der YouGov-Brandindex, der "Markenvertrauen" lediglich per Internet-Umfrage erfasst und dessen Aussagegehalt oft kritisiert wird, sind Telefoninterviews konsistent weit höher valide, also weit aussagekräftiger.

Totgesagte leben länger - Scharfe Markenprofile und Marken-Dinos überdauern die Zeit

Sony, Grundig und Nokia stellten demnach in 2011 die Top 3. Auch wenn Konsumenten sich beim Kaufverhalten von negativer Presseberichterstattung aus Wirtschaft und Technik beeinflussen lassen, so korreliert "Konsumneigung" offensichtlich nicht mit "Sympathie" gegenüber bestimmten Marken.

Sony? In vielen Sparten angeschlagen, dennoch scheint die Dominanz der Japaner im Deutschland der 80er- und 90er-Jahre bis in die heutige Zeit nachzuwirken. Sony ist wie VW: Solide Mittelklasse, für die man sich gegenüber Freunden und Bekannten nicht genieren muss.

Grundig? Zwarbereits  2003 "abgewickelt", hat es der Neueigentümer des Warenzeichens in den vergangenen Jahren geschafft, den Brand Trust aufrecht zu erhalten: Für viele Konsumenten aus allen Altersgruppen ist Grundig immer noch DIE deutsche TV-Marke, und dass obwohl der türkische Eigner Beko Elektronik bereits schon in 2008 wieder den Plan verworfen hat, sich weiterhin ernsthaft in Deutschland als Marke "Made in Germany" zu profilieren.

Nokia? Von der Wirtschafts-  und Technikpresse in den vergangenen Jahren stark kritisiert und spätestens seit Sommer 2012 Spielball von Spekulanten (Leerverkäufe), mögen die Deutschen die Brand: "Connecting People" gibt es zwar nicht mehr als Werbebotschaft, sie wirkt offensichtlich jedoch nach und sorgte in 2011 immer noch für einen hohen "Emo-Connect" zu der finnischen Marke.

Fazit: Die Deutschen sehnen sich beim Technikkauf auch nach ehemals Bewährtem

Händler sollten diese Stimmung für sich nutzen und bei Lockvogel-Angeboten nicht nur auf die Trendmarken aus der Technikpresse setzen, sondern auch die Sympathiewerte der Konsumenten im Blick behalten und diese über ihre Werbemaßnahmen gezielt ansprechen.

Grafik: Statista

 


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 5. November 2012 16:18 | Permanent-Link

    Am meisten überrascht in der Tat, dass Grundig auf Platz 2 landet.

  2. Karsten Werner
    Erstellt 5. November 2012 16:22 | Permanent-Link

    An einer Erklärung dafür arbeite ich gerade...

  3. Tobias Häcker
    Erstellt 6. November 2012 15:02 | Permanent-Link

    Vermutlich liegt es daran, dass die GRUNDIG-Fernseher aus den Siebzigern fast alle noch funktionieren... Und Nokia war immerhin eine Zeitlang "Made in Pforzheim".

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