Kurz vor 9: Virtuelles Spiegelein von Silhouette hilft shoppen, Getgoods jubelt, Design3000 kassiert Punkte, Wywy, MeinPaket, Tesco, Fancy

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 9. Juli 2013 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

augmented reality
Silhouette: Da fehlt fast nur noch das Holo Deck. Brillenanbieter Silhouette demonstriert gerade am Flughafen in Wien, die Brillenanprobe per Augmented Reality am Flugsteig. Der Signage Mirror für Silhouette Sonnenbrillen steht bei Heinemann Duty und unterstützt damit dort den PoS. Das dürfte der alleinige Grund sein, dass man aus dem digitalen Spiegelein, das es in klein bereits im Web und per App gibt, nicht gleich auch online bestellen kann. Die Umsetzung kommt vom Netural Lab. Mehr zum Thema in Kürze.

Jetzt lesen: Getgoods wieder auf Erfolgskurs, Design 3000 kassiert per Payback-Punkte.

Getgoods: Der Elektronik-Händler GetGoods, der gerade im Rahmen einer Anleihe 10 Millionen Euro aufgenommen hat, hat nun seine Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Trotz schwächelndem ersten Quartal zeigt die Kurve nach oben. Der Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 27% auf rund 220 Mio Euro. Aufgrund des verbesserten Konsumverhalten und der im zweiten Quartal eingeführten Produktneuheiten konnte man den fehlenden Umsatz aus dem ersten Quartal vollständig kompensieren, heißt es bei Getgoods. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet man nun einen Umsatzanstieg auf 480 bis 500 Mio Euro und rechnet mit einer EBIT-Marge von rund 2,5%.

 

Zitat des Tages: "In Deutschland findet der E-Commerce von Lebensmitteln bisher besonders im Luxussegment Anklang. Das liegt vor allem an der Zielgruppe und an den zu erzielenden Margen.“ Stefan Heine, Geschäftsführer des Logistikdienstleisters Docdata, sieht dagegen für Frischeprodukte jenseits der Ballungsräume angesichts der schwachen Margen und der Lieferkosten nur wenige Chancen. Bei exquisiten Lebensmitteln zahle der Kunde jedoch gerne mehr.

 

Design3000: Als weltweit erster Onlineshop ermöglicht design3000.de das Shopping durch Einlösen von Payback-Punkten. Kunden müssen dazu einmalig ihr design3000.de Konto mit dem Payback-Konto verknüpfen und sehen dann den verfügbaren Punktestand sowie den Preis des Artikels in Punkten. Der Kunde kann diese vollständig oder teilweise gegen Produkte einlösen.



Wunsch-Brautkleid: Das Berliner Start-up Wunsch-Brautkleid.de, gegründet im Sommer 2012 von Michael Heid und Fabian Westerheide, sucht jetzt per Crowdinvesting bei Companisto nach weiteren Investoren. Zu den bisherigen Investoren gehören bereits Lukasz Gadowski (StudiVZ, Brands4friends, Lieferheld), Burckhardt Bonello (Returbo, Smeet, MyBet) und Christian Gaiser (Gründer und CEO von Kaufda). Das Start-up schneidert auch nach Maß und kooperiert mit Händlern.



Wywy: Der Webanalyse-Spezialist AT Internet nutzt ab sofort die Echtzeit-Werbespoterkennung des Start-ups wywy, um die Online-Wirkung sogar bei unbekannter Sendezeit eines Spots zu tracken. Als erster Kunde nutzt der Webshop windeln.de die Technik. Gemessen werden dabei Klicks, Pfade und Customer Journeys als auch Suchmaschinen-Anfragen, Brand Traffic und direkter Traffic. Erfasst werden zudem soziodemographische Daten wie die Herkunft der Nutzer. In der Analyse werden dann Conversions und Umsätze verglichen, um den ROI zu berechnen.


MeinPaket: Deutsche Post DHL bietet neben dem Online-Marktplatz MeinPaket.de nun auch eigene Webshops für Geschäftskunden an. Mit dem gerade gestarteten Angebot „MeinPaket.de Webshop“ verhilft der Konzern auch kleinen Händlern schnell zum eigenen Webshop. Für einen monatlichen Basistarif von 20 Euro können Händler mithilfe einfacher Designvorlagen einen eigenen Shop kreieren. Zusätzlich können verschiedene Service-Pakete gebucht werden, die erweiterte Funktionen oder ein individuelleres Design ermöglichen. Zudem können die Produkte aus dem Webshop auch auf dem Marktplatz MeinPaket.de gelistet werden. Mehr als 2.500 Händler bieten auf dem Einkaufsportal über fünf Millionen Produkte an. Der Warenumsatz liegt inzwischen deutlich über 100 Millionen Euro.


Electronic Partner: Nach Vorstandssprecher Jörg Ehmer nimmt nun Vertriebschef Michael Heller bei der Verbundgruppe seinen Hut. Grund: neue beruflichen Herausforderungen. CRN



Digitale Welt:



Tesco:
Der britische Handelsriese denkt laut über den Einsatz von 3D-Druckern nach. Möglich sei ein Einsatz für personalisierte Produkte, Geschenke oder Kinderspielzeug. Das erklärte Tesco-Manager Paul Wilkinson gegenüber The Grocer.



Fancy: Mit der Social Shopping-Plattform mit den schönen Dingen, die die Welt nicht braucht, liebäugelte einst Apple. Jetzt steigen Hollywoood-Star Will Smith ("Man in Black) und American Express bei Fancy ein. Gesamtsumme: 53 Millionen US-Dollar. Bloomberg



Facebook: Das Social Network rollt jetzt den Social Graph aus, der auch dem Marketing neue Chancen bieten dürfte. Vorerst funktioniert die soziale Suche nur in der englischsprachigen Version und erlaubt dann Abfragen nach dem Muster "Freunde, die in Frankfurt wohnen und denen Daft Punk gefällt."


Vine:  Erst gefeierte Start-up für 9-Sekunden Videos per App, nun innerhalb kürzester Zeit auf dem absteigenden Ast nachdem Instagram binnen Wochen eine ähnliche Funktion vorzeigen konnte. Stand-Alone-Lösungen haben es heutzutage eben schwer. Das sollte auch allen Start-ups im E-Commerce eine Warnung sein.  BGR

 

Barnes & Noble:  CEO William Lynch muss gehen. Grund: Miese Zahlen und das Desaster mit dem Kindle Gegner Nook. NYT



Digitales Wissen:



Showrooming: 63% der britischen Buchkäufer gehen zuerst in den Laden, blättern, lesen, kaufen dann aber bei Amazon und Co. Je jünger, desto doller. Bei den 16- bis 24-Jährigen betreiben 76% Showrooming. Das sagt eine Studie der britschen Bookseller Association. Buchreport



Zahl des Tages: Über Smartphones und Tablets können Abschlüsse und Abverkäufe effizient gesteigert werden. Vor allem bei Retailern machen Conversions über Tablets einen großen Anteil der Gesamtperformance aus. Zudem sind die CPOs für Tablet- und Smartphone-Conversions meist günstiger als diejenigen, die über Desktop-Suchen erzeugt werden. Die höchsten Conversion-Raten sind dagegen eindeutig über Desktop und Tablet zu realisieren. Der Anteil der Conversions, die über mobile Geräte generiert werden, kann dabei bis zu 17 Prozent (Retail-Mode) liegen. Das sagt die „QUISMA Mobile Studie 2013“.


Zahl des Tages II: In-App-Käufe und natürlich besondere Rabatte, das ist es, was Kunden vor allem von einer Shopping-App erwarten. Zumindest gilt das laut einer Studie für die Briten.


Grafik des Tages: Mass Marketing Versus Personalization


Lesetipp des Tages: 100 Conversion Optimization Case Studies

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Das Ende der Milieus - und was das für Collins bedeutet

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