Kurz vor 9: Amazon, Hood, Kartellamt, Zalando, Starbucks, Groupon, Yoox, Macy`s, eBay, Urbanara, Mobile Payment

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 9. November 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

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Amazon:  Unter Attacke: Der Online-Marktplatz www.Hood.de verklagt Amazon, das Bundeskartellamt ermittelt. Was ist da los? Hood will die Preisparitätsklausel gerichtlich überprüfen lassen und hat dazu Klage beim Landgericht Köln eingereicht. Auch das Bundeskartellamt hat Ermittlungen gegen Amazon aufgenommen. Die Preisparität verpflichtet Händler auf dem Marketplace dazu, ihre Produkte nirgendwo im Internet günstiger anzubieten als bei Amazon. Das greife in die freie Preisgestaltung der Händler ein, heißt es in der Klage. Hintergrund: Da Amazon eine Verkaufsprovision verlangt, müssen Händler diese dann auf Marktplätzen wie Hood, die keine Provision verlangen, draufschlagen, um der Preisparität zu genügen und nicht unnötig Verluste zu machen. Das Bundeskartellamt will sich dann doch endlich auch mal bequemen, sich diese Kober-Nummer nun genauer anzusehen. Im Kern sieht es nämlich sehr danach aus, als wenn Amazon so ein einheitliches Preisniveau im gesamten Online-Vertrieb herstellen würde und Wettbewerb verhindert.

zalando relaunch
Zalando: Paket statt Tüte, grauer Balken statt blauer Balken und Suchleiste mittig platziert. Die Änderungen beim Relaunch bei Zalando sieht man eher im Detail.

Aber sie verbessern Usability und Wiedererkennbarkeit. Internetworld hat zudem ein Interview mit Filip Dames, Chief Experience Manager bei Zalando.

Wo Pure-Player mit Geschäften aufploppen, wie viel Kunden mobil bezahlen würden und wo Amazon sich sonst noch unbeliebt macht. Dies und mehr nach dem Klick.

Zitat des Tages: “Speziell für den deutschen Markt gilt außerdem, dass schon mehrere Alternativen für den Kunden geschaffen wurden und das Serviceniveau schon erfreulich hoch ist“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels, zu Handelsblatt-Online und glaubt nicht daran, dass Amazon hierzulande mit eigenen Packstationen den Markt umkrempeln könnte. In den USA läuft der Ausbau auf Hochtouren.

Starbucks:  Starbucks kooperiert ja schon länger mit dem mobilen  Zahlungsdienstleister Square. Die Kaffeehauskette investierte 25 Millionen Dollar in das Start-up. Jetzt folgt der Rollout und Starbucks akzeptiert in 7000 Filialen die Square-App als Zahlungsmittel - in den USA. Mashable erzählt mehr.

Amazon:  Händler bei Amazon müssen ihren Kunden nun ein 30tägiges Rückgaberecht einräumen. Beim Shopanbieter ist von “erzwungener Freiwilligkeit” die Rede. Die Länge der Widerrufsfrist ist normalerweise zwei Wochen, sobald die Ware beim Kunde angekommen ist.

Groupon: Ach Groupon, du erinnerst mich immer mehr an alle DotcomTod-Zeiten. Aktie noch tiefer im Keller, Umsatz um 32 Prozent gestiegen, Verlust auf 3 Mio Dollar eingedämmt. Wird trotzdem nichts. Das Problem: Europäer pfeifen auf Groupon-Schnäppchen, titelt Focus. Zudem wurden laut Internetworld 80 Mitarbeiter des Sales-Teams entlassen. Moment! Sales-Team? Das sind die, die die Kohle reinbringen? Nicht?

Yoox:  Der italienische Online-Modehändler Yoox hat die Nettoumsätze in den ersten neun Monaten 2012 um 30,2% auf 204,4 Mill. Euro gesteigert. Zum Wachstum tragen zahlreiche neue Marken im Monobrand-Bereich bei. Das Multibrand-Geschäft, das 70% der Umsätze einfährt, legte um 22,2% zu, meldet die Textilwirtschaft.

Macys: Der US-Warenhauskonzern Macy’s wächst im E-Commerce massiv: plus 36,8%. Insgesamt legte Macy’s in den ersten neun Monaten lediglich um 3,7% auf 18,34 Mrd. Dollar zu, schreibt die Textilwirtschaft.

eBay:In Leipzig eröffnete eBay einen Weihnachtsmarkt als Pop-up-Store: Mit allem drum und dran. Das Eventspektakel war aber vor allem eine Marketingaktion. Vor Ort gabs eher nur Lebkuchen und QR-Codes für die mobile Bestellung. etailment zeigt das Video.

Urbanara: Ein Marketingtool, dass schon am ersten Tag einen fünfstelligen Umsatz bringt. In Berlin hat der Onlinehändler Urbanara einen Pop-up-Store eröffnet.

Zahl des Tages:  Bereits 31 Prozent der Deutschen haben schon mal über ihr Handy oder Smartphone bezahlt, so die repräsentative Studie „The Future of Money“ des Bezahldienstanbieters Skrill. Die Bereitschaft, mobil zu zahlen, schwindet mit der Höhe des Betrags: Während mehr als die Hälfte der Deutschen maximal zehn Euro über Handy und Smartphone begleichen würden, sind es bei Beträgen über 500 Euro gerade einmal zwei Prozent. Fast ein Drittel (31 Prozent) der Befragten kann sich vorstellen, Summen zwischen elf und 100 Euro mit Mobiltelefon zu zahlen. Wenn schon heute Handyzahlungen gang und gäbe wären, würde annähernd die Hälfte damit im Geschäft anstelle der Kreditkarte zahlen.

Grafik des Tages: 243 Milliarden Dollar sollen weltweit im kommenden Jahr bereits mobil an der Ladenkasse den Besitzer wechseln. Diese  Prognose und andere Zahlen in einer Infografik zum Mobile Commerce.

Lesetipp des Tages: E-Commerce: Worauf es bei der Wahl des Payment-Providers ankommt

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Was wird 2013? Die wichtigsten Prognosen für den E-Commerce

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