Kurz vor 9: Amazon, Otto, Hawesko, Groupon, HMV, eBay, Wal-Mart, Zalando

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 15. Januar 2013 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

jeff bezos
Amazon:  Keine Ladenkette von Amazon. Grund: Es fehlt an Ideen. "Wir würden dann einen stationären Laden eröffnen, wenn wir ein einzigartiges Konzept dafür hätten", sagte Amazon-Boss Jeff Bezos der NRF-Messezeitung "Stores" in New York. Dort findet gerade die IT-Messe NRF statt. Amazon, so Bezos, müsse sich fragen, was es anders oder besser machen würde als die anderen. Bezos: "Wir haben bislang keine Antworten."

Marcelo Crescenti, Chefredakteur von “Der Handel” und auch etailment-Autor berichtet  live aus New York über die IT-Messe NRF der National Retail Federationen. Nachlesen kann man das hier. Gerüchte, Amazon wolle beispielsweise mit eigenen Kindle-Stores oder mit Buchläden im stationären Handel Fuß fassen, gibt es immer wieder.

Otto verordnet sich eine Frischzellenkur und Wal-Mart sammelt viele Daten. Dies und mehr nach dem Klick. 

Otto:  Wer bei Otto arbeitet und eine ehrliche Haut ist, der gab zuletzt gerne  zu: Ein bisschen dröge war die Werbung schon. Gerade im Vergleich zu Zalando. Das könnte jetzt anders werden. Die Agentur Heimat hat laut Horizont den Pitch für die Frühjahrskampagne gewonnen.  Heimat macht unter anderem die schrägen TV-Spots für Hornbach.

Zitat des Tages:Wir beobachten in den letzten Wochen verstärkt, dass die Reichweite gerade bei Kindergartencontent und lustigen Bildern am stärksten zurück geht." Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Social-Media- Stratege bei der Agentur Achtung Kommunikation, hat hier und hier als Antwort auf Kritik Reichweiten-Veränderungen von Fanpages bei Facebook beobachtet und fordert nun ein Umdenken: "Ohne den Einsatz von Mediabudget wird es nahezu unmöglich, Ziele zu erreichen, egal wie bescheiden sie sein mögen."

Hawesko:  Weinhändler Hawesko macht schon über 30 Prozent seiner Umsätze online und peilt 60 Prozent an. Im Videointerview mit Kassenzone erklärt Nikolas von Haugwitz außerdem, dass inzwischen rund 3 Prozent des Umsatzes über QR-Codes in den Katalogen hereinkommen. Wie er dennoch zur These kommt, dass der stationäre Handel im Weinhandel seine Berechtigung behalten wird, ist mir jenseits von Showrooms und dem Premiumbereich nicht ganz klar.

Groupon:  Der Couponingdienst Groupon kauft sich den Location-based Service-Anbieter Glassmap, meldet AllthingsD. Der Lokalisierungsdienst kann wie Foursquare in Echtzeit feststellen,  wo sich ein Kunden aufhält und die Information weiterleiten. Zudem können Händler die Kunden per Glassmap gezielt auf Basis ihres Profils ansprechen.

HMV: Erst musste die französische Multimedia-Kette Virgin Megastore Insolvenz anmelden, nun trifft es die britische Entertainment-Einzelhandelskette HMV, meldet der Guardian. Ein Distributionsweg löst sich auf. Jetzt ist es der für Videokassetten und CDs. Morgen der für Mode, Möbel und übermorgen der für Autos.

eBay: eBay hebt die Obergrenze für Verkaufsprovisionen der Privatanbieter ab 13. Februar von 45 auf 75 Euro an, meldet Heise. Bislang muss ein privater Verkäufer auch bei einem Erlös von mehr als 500 Euro zusätzlich zu eventuellen Angebotsgebühren nur 45 Euro an eBay abführen. Der Provisionsanteil von neun Prozent bleibt aber bestehen.

Wal-Mart:  Petabytes an Daten, vermutlich so eine ähnliche Größe wie Fantastilliarden, durchforstet regelmäßig das Social Media Team von Wal-Mart. Um den Social Buzz zu erkennen, sei klassischen Textanalyse und Spracherkennung sinnlos, schreibt der Wal-Mart-Labs-Blog. Für Social Data brauche es unterschiedlichste Techniken. Deshalb wolle man beispielsweise wichtige Markenprodukte klassifizieren und auch nach Wortsequenzen im Web suchen.

Zahl des Tages: Leben wie Gott in Frankreich heißt auch in Frankreich Showrooming. Die Zahl der Smartphone-Nutzer, die im Laden mobile Preise vergleichen, stieg innerhalb eines Jahres um 31 Prozent, meldet Comscore.

Grafik des Tages: Zalando gibt in Deutschland das höchste Budget für Realtime Bidding im Display-Werbemarkt aus. Noch vor Otto. Die Grafik zum RTB-Markt als pdf von Infectious Media.

Lesetipp des Tages: Kurz gesagt braucht es für ein Viral lustige Beiträge mit Nutzwert von verärgerten Frauen: Why Content Goes Viral: the Theory and Proof

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: “Zalando-Partys”? – Übersicht zur Retourenquote im Internet gekaufter Produkte

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