Kurz vor 9: Beauty-Markt wächst online, Amazon, Amorelie, Netz98, Globus, Tesco, Wayfair, 3D-Drucker, Rocket Internet

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 9. April 2013 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

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4711 verdient auch online
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Beauty: Die deutschen Parfümerien haben 2012 gut verdient - auch dank Onlinehandel. Eher noch : Genau deswegen. Das warme Wetter torpedierte nämlich das Weihnachtsgeschäft, dafür fluppte es online. "Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass nahezu die gesamte Branche stärker in Online geht", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Parfümerien Elmar Keldenich, laut "Der Handel". Für 2012 nennt die Statistik  insgesamt ein Umsatzplus von 3,6 Prozent auf knapp 3 Milliarden Euro Umsatz. Zahlen zum Online-Anteil nannte der Verband nicht.  A.T.Kearney schätzt den Online-Markt für Pflege- und Schönheitsprodukte auf 372 Millionen Euro (allein für rund 100 Mio ist Douglas gut).  Dabei werden derzeit erst zwei Prozent der Umsätze mit Pflege- und Schönheitsprodukten online erzielt. Beinahe jeder zweite Online-Shopper in Deutschland (46 Prozent) erwirbt laut AT Kearney  inzwischen Pflege- und Schönheitsprodukte im Internet. Die AGOF geht in ihrem Report davon aus, dass 21,5 Prozent der Onliner das Web  für den Erwerb von Parfum‐ und Kosmetikprodukten nutzen. Shopping-Sender, wie QVC machen etwa jeden vierten Euro mit Beauty und Co.

Jetzt lesen: Amazon mit neuen Gebühren und besserer Werbung, Globus mit Online-Öffnungszeiten.

Zitat des Tages:Totgeburt". Andreas Winiarski, PR-Chef von Rocket Internet, laut Börsenblatt bei den MediaDays über die Aussichten der Kindle-Alternative des Buchhandels, Tolino Shine.

Amazon: Etailment hatte es bereits Anfang des Monats vermeldet. Amazon dreht an der Gebührenschraube. Händler müssen je nach Produktgruppe bis zu 70 Prozent mehr Provision zahlen. Jetzt steht die neue Gebührenordnung offiziell fest.

Amazon II: Amazon steht womöglich auch an seinem größten deutschen Logistikstandort in Bad Hersfeld ein Streik bevor. Verdi kündigt eine Urabstimmung an. Ziel: Amazon zu Tarifverhandlungen zwingen.  Der Handel

Amazon III: Amazon hat mit der Media Group GmbH eine deutsche Tochter für sein Werbegeschäft gegründet, die Kunden allen voran personalisierte Werbung auf Amazon, IMBD, Zappos, Kindle und Co verspricht. Helfen sollen dabei die Kundendaten. Davon hat Amazon ja reichlich. OnetoOne

Amorelie: Auf den Spuren von „Sex and the City“ und „Shades of Grey“ bietet der Lifestyle-Online-Shop Amorelie aus Berlin Produkte fürs Liebesleben wie Massageöle, Dessous oder Love Toy. Um die Versandabwicklung kümmert sich nun Docdata. Neben der Lagerhaltung übernimmt der Dienstleister die Kommissionierung, Konfektionierung und das Retourenmanagement. Mehr zum Thema Retouren bei Docdata in Kürze.

Netz98: Schöne Fleißarbeit. Die Internet-Agnetur Netz98 hat 85 Best Practice Beispiele aus dem E-Commerce zusammengestellt sowie bewertet und bietet Shopbetreibern damit interessante Anregungen. Die Broschüre steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Globus: Angebotsware bei Globus in der Schweiz gibts im Internet erst mit Beginn der stationären Öffnungszeiten. Keine Minute früher. Ein NoGO findet der Carparthia-Blog. Zu Recht.

Zitat des Tages: “Alle. Im Sinne von alle." Meiner einer bei einem Pressetermin auf die Frage, welche Teile der gerade getragenen Bekleidung online gekauft worden seien.

Tesco: Tesco startet mt Online-Shopping in Thailand. Tesco Lotus bietet 20.000 Produkte samt Food. Internet Retailing

Wayfair: Mit 600 Millionen US-Dollar Umsatz ist der US-Einrichtungsshop Wayfair online mangels PR-Gewalt so etwas wie ein Hidden Champion. Das könnte sich ändern. Wayfair baut nun auf Clipping ala Pinterest. Kunden können sich von überall her Bilder aus dem Web auf ihre eigene Galerie bei Wayfair pinnen. Nette Ergänzung des klassischen Wunschzettels. Techchrunch.

Zahl des Tages: Entwickeln Sie mal ein wenig Phantasie, und dann wird auch Ihnen klar, wo 3D-Drucker ihr Vertriebskonzept beeinflussen. 81 Prozent aller ITK-Unternehmen rechnen damit, dass 3D-Drucker einzelne Branchen stark verändern. 3 Prozent meinen sogar, die Geräte würden die Wirtschaft insgesamt revolutionieren. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. Nicht nur Güter des täglichen Gebrauchs wie Geschirr und Designgegenstände, Spielzeug oder Materialien für Heimwerker kann man künftig mit 3D-Druckern zu Hause herstellen. Auch Ersatzteile fürs Autos oder gar Zahnfüllungen oder Prothesen lassen sich erstellen, zur Not in 3D-Druckershops. Oder Sie gehen in Köln in die Bücherei.

Tabelle des Tages: Die Deutschen Blogcharts sind nach längerer Pause wieder da. etailment freut sich über Platz 78 und ist damit als einer der wenigen Branchenblogs für den Online-Handel in den Top 100.

Lesetipp des Tages: Rocket Internet on Building Companies in Southeast Asia

Lesetipp des Tages II: Berlins Startup-Mojo – ein Reisebericht

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Crosschannel-Studie: Online ist der neue Showroom

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