Kurz vor 9: Best Buy, Zynga, Rocket Internet, C&A, SAP, Hermes, MyFab, Yoo, BVDW

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 23. Mai 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Best Buy: Mit Blick auf Media-Markt und Saturn gilt die kriselnde US-Elektronikkette Best Buy immer mal mahnendes Vorbild, weil sie in der Vergangenheit keine brauchbare Antwort auf die Onine-Konkurrenz fand. Nun scheint sich das Unternehmen zu erholen. Ein ganz kleines bisschen.

Zynga: Social-Games-Entwickler Zynga (Farmville) hat gemeinsam mit dem Kreditkartenanbieter American Express mit Zynga Serve Rewards ein neues Bonusprogramm für Social-Gamer aus der Taufe gehoben. Das System ist mit einer Prepaid-Kreditkarte von American Express und Zynga verknüpft, auf der Spieler Bonuspunkte und Preise sammeln.  Nach Stand der Dinge kann man mit dem Bonusprogramm aber nur virtuelle Güter innerhalb des Spiels kaufen. Dabei böten sich nicht allein unter Gamification-Gesichtspunkten für die Verschränkung von Bonuspunkten mit Facebook-Credits und virtuellen Gütern wunderbare Möglichkeiten. 

Rocket Internet: Das Tempo der Samwer-Brüder bei ihrer Globalisierung ist schon atemberaubend. Kaum in Südost-Asien mit Zalando-Ableger Zalora und Amazon-Klone Lazada sowie Home24 Fuß  gefasst, launcht der Inkubator in Nigeria den Schuh- und Modeshop Sabunta und  laut Deutsche Startups nun auch noch einen Amazon-ähnlichen Shop  für Bücher und Elektrowaren namens Kasuwa. Das Bonmot, die Samwers würden jede Woche ein neues Start-up gründen, sollte man als eher als in der Richtung formulieren, dass die Samwers jede Woche ein neues Land erobern. 

C&A: Die Modekette C&A will im E-Commerce weiter punkten und wird ihren Webshop runderneuern. Nicht allerdings mit optischer Kosmetik, sondern mit neuem Motor unter der Haube. IBM wird dafür sorgen. Keine schlechte Idee, den Fokus mal intensiv auf Technik  zu legen. Immerhin schlagen sich Elemente wir Antwortzeiten der Website massiv im Umsatz nieder.  IBM liefert das gesamte Spektrum von der Beratung über die Software bis zu den IT-Services für deren Betrieb. Wichtig Baustelle auch: Das Order-Management. Auch für den Fall, das flexible Kauf- und Abholmodelle (Click & Collect und Co) relevanter werden. Und das werden sie. 

SAP: Der Softwarekonzern SAP  rüstet beim Cloud-Computing auf und übernimmt in den USA mit Ariba eines der größten Online-Handelsnetzwerke für Firmenkunden wie Wal-Mart. Preis der Übernahme laut FTD: 4,3 Mrd. Dollar

Hermes: Die unter der Dachmarke Hermes operierenden Einzelgesellschaften konnten im Geschäftsjahr 2011 ihre weltweiten Umsätze im Vergleich zum Vorjahr  um 4,7 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro steigern.  Deutschland macht mit 986,3 Mio. Euro  den größten Anteil am Hermes Gesamtumsatz und baute diesen um drei Prozent – und damit zum achten Mal in Folge – gegenüber dem Vorjahr aus. Künftig will die Otto-Tochter noch stärker am Internethandel partizipieren – und das auch über den Ausbau eigener Web-Enabling-Aktivitäten.

MyFab: Unsaubere Positionierung, Fehlentscheidungen im Management und mangelndes Fortune brachten den Möbelshop Myfab ins Schlingern. Nun soll laut Exciting Commerce die WebMediaGroup 51% der MyFab-Anteile übernehmen, nachdem PPR im Streit ausgeschieden ist. Auch frisches Kapital soll es geben. Derzeit ist die Website quasi offline. Im Sommer soll es mit einer Neuausrichtung im Stil von Fab weitergehen. 

Yoox: Der französische Luxusmarken-Konzern PPR plant ein Joint-Venture mit dem italienischen Online-Modehändler Yoox. Dabei soll Yoox die Luxusmarken mit Monomarken-Shops ausstatten. "Die Strategie von PPR erscheint folgerichtig", kommentiert Martin Gross-Albenhausen im bvh-Blog, "denn die Luxusmarken zielen auf eine ganz andere Klientel, als die Versandsparte sie zu adressieren versteht. Die breit ansprechenden Händler versuchen derzeit, durch Marktplatz-Ansätze mehr Marken anbieten zu können. Damit soll einerseits die Relevanz in den Suchmaschinen gestärkt werden, andererseits der flüchtige Kunde gebunden werden."

BVDW: Deutsche Internetnutzer setzen ihre mobilen Endgeräte in 2012 weitaus stärker zur Kommunikation ein. Dies geht aus der repräsentativen Studie „Dynamic Communication Index“ vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)  hervor. Der direkte Vergleich der Erhebungen von April 2012 gegenüber Juli 2011 zeigt bei mobilen Chat-Apps den stärksten Zuwachs mit einem Plus von 8,8 Prozentpunkten. Die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken steigt um insgesamt 7,3 Prozentpunkte. Angesichts des Wachstums müssten Unternehmen vorhandende digitale Inhalte dringend für die mobile Nutzung optimieren, so Olav A. Waschkies (Pixelpark), Stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Mobil. 

Zahl des Tages: Es ist nicht mehr weit, bis Mobile-Commerce den Desktop-Commerce als wichtigestes Element im Online-Handel ablöst. Gaben 2011 in Großbritannien noch 30 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer an, mit einem mobilen Gerät einzukaufen, waren es 2012 bereits 40 Prozent. Stibo Systems, Anbieter von Master Data Management Lösungen und Technologien, hatte mehr als 2.000 britische Verbraucher zu ihrem Einkaufsverhalten befragt (pdf der Studie Online Shopping Research – April 2012).

Grafik des Tages: Facebook oder Google - wer taugt mehr?

Lesetipp: Kann man allen Ernstes eine Präsentation mit 204 Folien empfehlen? Kann man. Mirko Lange, Talkabout, hat  eine Fundgrube an Tipps, Tools und Lösungen für Social Media Manager zusammengestellt. Lohnend für Anfänger. Aber es gibt auch Perlen für Fortgeschrittene.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Abmahnfallen vermeiden: BVH und EHI bieten Leitfaden zur Button-Lösung

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