Kurz vor 9: eBay, Amazon, Gerrit Heinemann, Friends or more, Couponing, Otto, NuBon, Paypal, Emmas Enkel, Shutl, Social Media, Stuffle

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. Februar 2013 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

gina lisa lohfink
eBay: Gehts noch billiger als mit Redcoon? Ja. Gina-Lisa Lohfink, kurvenreiches Model aus dem Redcoon-Spot, sucht für einen Werbespot für eine Baufirma ihren männlichen Partner via eBay. Die Aktion soll Mitte März starten, schreibt W+V.

Amazon: Der Online-Versender Amazon schasst nach dem ARD-Bericht über die Arbeitsbedingungen einen weiteren Dienstleister. „Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte verantwortlich war, zu gewährleisten“, teilt Amazon mit. Nun gibt es auch noch Stress mit der Arbeitsagentur. Zuvor hatte der Online-Händler seinen Sicherheitsdienst gefeuert. Mitarbeitern der Hensel European Security Services (H.E.S.S.) waren in der ARD-Reportage über die Arbeitsbedingungen der Lagerarbeiter bei Amazon Beziehungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen worden.

Jetzt lesen: Der deutsche Klon der Kuppel-App "Bang with friends" ist da und ein E-Commerce-Kenner schätzt den Amazon-Umsatz noch deutlich höher ein.

 

Zitat des Tages: “Mich regt im Übrigen wahnsinnig auf, dass insbesondere die Handelsverbände auch das Thema Online-Handel immer noch kleinreden und notwendige Gegenmaßnahmen der Mitglieder vernebeln. Noch einmal zu Amazon: Auch die veröffentlichten 6,5 Mrd Euro für Deutschland für 2012 sind zu niedrig angegeben, denn das Umsatzvolumen der Marktplätze ist darin nur als Ertrag enthalten. Das tatsächliche Umsatzvolumen liegt eher bei 9 Mrd Euro." Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein (und sporadischer Gastautor bei etailment) redet im Interview mit Buchreport Tacheles.

 

Friends or More: Sie war tagelang der große Aufreger: Die Sexvermittlungs-App „Bang With Friends“ bei Facebook. Facebook-User konnten damit diskret mitteilen, mit welchen ihrer Freunde sie gern Sex hätten. Natürlich erfuhren diese nicht davon. Machte einer von denen aber nun auch ein entsprechendes Kreuzchen, bekamen beide einen entsprechenden Hinweis, dass da was geht. Friends-or-more.de will das jetzt für Deutschland bieten. Netter, herzlicher soll die App sein. Mehr Datenschutz, mehr Privatsphäre. Ausgetüftelt hat das Ding die Leverkusener Agentur Socialised.

friends or more

Otto: Die Otto Group beteiligt sich mehrheitlich an dem Hamburger Unternehmen NuBON. NuBON ist ein Anfang des Jahres 2013 gegründeter Spin-off der Görtz-IT-Tochter Ethalon, einem IT-Spezialisten für Retail. NuBON bietet mit der gleichnamigen Smartphone-App M-Payment, M-Couponing, E-Bons und digitale Kundenkarten für Handelsunternehmen an. Otto sieht neben den Multichannel-Chancen auch eine “hohe operative und strategische Passfähigkeit” zum eigenen Multichannel-Payment-Projekt Yapital.

Otto II: Im Rahmen der Umstukturierung der Otto Group sollen die Beschäftigten binnen eines Monats Gehaltskürzungen akzeptieren. Sonst drohe Stellenabbau. Die Lebensmittel Zeitung spricht von bis zu 100 Arbeitsplätzen.

Stuffle: Die Flohmarkt-App Stuffle, die etailment schon toll fand, als nur ein alter Hoodie von Nico Lumma einem der Top-Manager bei den App-Machern Digital Pioneers im Flohmarkt zu haben war (naja beinahe), gibt es jetzt auch für Android. Was aber noch wichtiger ist: Nun kommen auch die Ideen zum Geldverdienen mit der kostenlosen App. So soll man künftig gegen eine Provision Zahlungen über die App abwickeln können. Gegen einen Obolus will man Nutzern zudem Zusatzoptionen bieten. Es eilt aber nicht. Laut Wirtschaftswoche will Digital Pioneers erst 2015 schwarze Zahlen mit der App schreiben. 

Hermes: Die Logistik-Branche leide unter einem ruinösen Preiskampf, beklagt sich Dieter Urbanke, Vorsitzender der Geschäftsführung Hermes Fulfilment, in der Zeit. Ohne Leiharbeiter sei das Geschäft zudem nicht machbar. Da kommt ja ein Bericht der Wirtschaftswoche gerade recht. Der erklärt, wie Logistiker auf der letzten Meile sparen wollen.

Emmas Enkel: Geplant hatten Benjamin Brüser und Sebastian Diehl die Expansion schon länger. Jetzt wird es ernst. Im März soll ein Franchisepartner von Emmas Enkel in Essen ans Netz gehen. Emmas Enkel gehört mit seinem putzigen Laden und einem klaren Multichannel-Konzept zu den Innovatoren im e-Food-Bereich.

Shutl::Same-Day-Deliverer Shutl nimmt die US-Expansion in Angriff. Kunden  können sich dann Waren von stationären Händlern binnen 90 Minuten liefern lassen, wenn diese in einem Radius von 10 Meilen sitzen. Wired sieht Shutl dabei als Waffe der kleinen Händler gegen Amazon.  

Couponing: 85 Prozent der Deutschen halten Rabatt-Gutscheine per Post oder Paketbeilage für nützlich. Auch E-Mail-Gutscheine erreichen eine Akzeptanz von 81 Prozent. Nur 46 Prozent der Konsumenten finden dagegen Gutscheine, bei denen sie in Vorkasse gehen müssen, nützlich. Fast jeder Vierte (23 Prozent) hält sie sogar für komplett überflüssig. Gutscheine als QR-Code, die mit dem Handy genutzt werden, halten in Drittel der Deutschen für komplett überflüssig und nur ebenfalls ein Drittel für nützlich. Die Zahlen ermittelte AffiliPRINT, ein crossmediales Vermarktungsnetzwerk für Gutschein-Marketing.

Paypal:  NCR und Payment-Anbieter Paypal kooperieren und wollen der Handels-, Gaststätten- und Hotelbranche integrierte Lösungen für schnellen Check-out und mobiles Bezahlen anbieten. Zunächst will NCR die Paypal-Zahloptionen in seine eigenen mobilen Payment-Systeme integrieren, meldet die Lebensmittel Zeitung.

Social Media: Kaufentscheidungen werden zu 7,6 Prozent von sozialen Medien beeinflusst. Und jetzt raten Sie mal wie dieser Wert fürs TV aussieht. 7,8 Prozent. Da haben Postwurfsendungen (7,9 Prozent) bessere Chancen. Das sagt eine Studie der Universität Münster und von Roland Berger Strategy Consultants. Es kommt für die klassischen Medien noch schlimmer. "Fasst man klassische Internetseiten und Social Media zusammen, so machen diese Kanäle fast ein Viertel der Kaufentscheidung aus", zitiert Horizont Studienleiter Jonas vor dem Esche. TV und Print beeinflussen die Kaufentscheidungen der Deutschen nur zu 16 Prozent.

Zahl des Tages: Erst die gute Zahl: In diesem Jahr kann jeder Bundesbürger mit einem durchschnittlichen Einkommensplus von 478 Euro rechnen. Das ergibt die jüngste Kaufkraftstudie von infas geodaten für das Jahr 2013. Die nominale Kaufkraft schafft damit ein sattes Plus von 2,3 %. Die schlechte Zahl: infas geodaten erwartet eine Inflation von 2 %. Eine interaktive Karte zur Kaufkraft in Deutschland gibt es hier.

Grafik des Tages: Infografik: How Mobile is Changing Business

Lesetipp des Tages: Andreas Winiarski, PR-Chef von Rocket Internet, stand dem PR-Magazin Rede und Antwort.

Lesetipp des Tages II: Der gnadenlose Konkurrenzkampf der Lieferhelden

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Zalando macht den “Harlem Shake”

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Thema: E-Commerce

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