Kurz vor 9: Groupon, Justfab, Zalando, Coupies, Lodenfrey, Tiramizoo, Wywy, Fab, Ikea, Sepa, Foursquare, LeShop, Comscore

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 22. November 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Groupon:  Holtzbrinck Ventures hat offenbar still und leise seine Anteile an Groupon/Citydeal verkauft. Das meldet Exciting Commerce. Zum Ausstieg gab es bisher noch keine Presseinformation.

Justfab:  Der US-Abo-Schuhshop Justfab, nicht zu verwechseln mit der hippen Designbude Fab.com, startet mit TV-Spots in Deutschland. Die Spots, zu sehen auch bei youtube, zeigen Frauen als notgeile und preisfixierte Schuhfetischistinnen. Kann man machen, wenn die Zielgruppe vermutlich urbanen Schlampen sind, die mit den neuen Redcoon-Kunden verheiratet sind. Bei Justfab klingt das dann, zitiert in W+V, so: "Wir kombinieren den Flair einer Luxusboutique und das professionelle Know-­how unserer Stylisten und Fashionexperten mit einem einzigartigen und maßgeschneiderten Shoppingabenteuer für unsere Mitglieder." Verbraucherschützer betrachten das Schuh-Abo-Modell eher kritisch.

Wo Zalando hilft und wo Same-Day-Delivery vorne weggeht. Dies und mehr nach dem Klick.

Zitat des Tages: “"Zalando hat uns geholfen„ Karl-Georg Reindl, Inhaber von Schuh-Reindl in Rosenheim, ist alles andere als E-Commerce-affin, glaubt aber in "Der Handel", dass Zalando der Branche gut tut. 

Coupies: Gewinnen den Preis als Nervensägen des Tages. Anfang November berichten wir, dank einer Presseinfo des Unternehmens, dass es das Rabattgedöns jetzt auch für Passbook von Apple gibt. 14 Tage später meldet Coupies nochmal per Pressemail genau was? Richtig. Coupies-Coupons sind Passbook-ready.

Lodenfrey:  Wussten Sie, dass Lodenfrey in München eines der ersten Modehäuser war, die die damals revolutionären Schaufenster einsetzten? Das mal vorweg. Jetzt setzt Lodenfrey auf Same-Day-Delivery, dem womöglich nächsten Schlachtfeld im E-Commerce. In München liefert das Modehaus nun innerhalb von 3 Stunden ab Onlinebestellung, Gebühr 9,90, schreibt "Der Handel". Lodenfrey kooperiert dabei mit dem Kurierdienst tiramizoo, an dem auch Daimler beteiligt ist.

Fab: Fab verkauft seine Produkte nun auch bei der Amazon-Beteiligung  LivingSocial. Beim Groupon-Konkurrenten  werden aber nur 50 Top-Produkte präsentiert, schreibt das Wall Street Journal.  Angesichts von 24 Millionen Nutzern bei der Deal-Plattform dürfte es Fab vor allem auch darum gehen, die Wahrnehmung auf diesem Weg zu steigern.

Ikea:  Demnächst noch mehr Billy bei Google? Digitalagentur LBi soll nun die Suchmaschinenfreundlichkeit von allen nationalen IKEA-Plattformen optimieren. Dae eigentlich überraschende ist, dass dies in einem derart großen Aufwand nötig scheint. Ikea scheint es dabei vor allem um die Intergration von Social Media in die Suchmaschinenoptimierung zu gehen. Social Signals hatte auf dem Europäischen Online-Handelskongress - etailment Summit 2012 in Berlin auch Norman Nielsen, Head of SEO bei Zalando, als einen wichtigen Baustein angesehen.

SEPA: Wahrlich trockener Stoff. Wenn ich die Keynote von Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele jedenfalls richtig verstehe, dann soll die E-Mail im Zweifel für die Internetlastschrift im SEPA-Zeitalter genügen. Stimmt, sagt der Bundesverband des Versandhandels (bvh) im Blog. Nach dem Willen des Bundestages sollen gültige SEPA-Lastschriftmandate sogar durch eine E-Mail zustande kommen können. Womöglich werd die SEPA-Lastschrift dann doch noch zu einem Erfolgsmodell.

Foursquare: Hype am Ende? Foursquare hat laut “Wall Street Journal” mächtig Probleme, eine Finanzspritze von von 50 Millionen US-Dollar einzutreiben. Bisher hatte die Mutter aller Check-ins nie Probleme. Doch nun mehren sich Zweifel am Geschäftsmodell und den Erlöschancen.

Zahl des Tages:  35 Prozent Neukunden registriert LeShop.ch nach dem Start des Drive-In-Konzepts. Im Schnitt besuchen täglich 100 Kunden das neue Abholcenter in Studen bei Biel, schreibt Carpathia.

Grafik des Tages: Otto und Amazon ganz vorn: Germans are Spending 33 Percent More Time on Retail Sites, meldet Comscore.

App des Tages: Beim TV liegt bei mit das iPad immer griffbereit. Als Second Screen. Zum Twittern parallel zum Tatort, zum Nachschlagen im Web bei "Homeland". Mit Wywy startet nun eine App, die auf das Prinzip des Second Screen setzt und mit der man zur Sendung gleichzeitig chatten oder auch Gutscheine zur Sendung bekommen kann. Das System erkennt Fernsehsendungen mittels Audioerkennung. Das aber halte ich für eine technische Brückentechnologie. Richtig spannend wird es, wenn die TV-Sender zum Programmsignal für EPG nicht nur Sendedaten ausliefern, sondern zusätzliche Infos zur Sendung wie beteiligte Marken, Hintergrundinfos zu Reisezielen, Links, Gutscheincodes etc lesbar für Apps auf gleichem Wege ausliefern.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: App und Co: 4 frische Ideen für den E-Commerce

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