Kurz vor 9: Obi, Stylebob, Pinterest, Rocket Internet, Tengelmann, Apple, ECC, Airbnb, Facebook, Zappos, Rakuten

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 22. Oktober 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Obi: Mehr Multichannel wagen: Obi will laut "Lebensmittel Zeitung" stationären und Online-Verkauf stärker verzahnen. Das Konzept soll im Frühjahr 2013 europaweit in allen Ländern ausgerollt werden. Details nennt die LZ aber nicht. Auch nicht, warum Obi vom unerschütterlichen Glauben beseelt ist, dass die Märkte nicht unter der Verbindung mit dem Online-Handel leiden werden. Muss Obi aber auch behaupten. Die Franchisenehmer meuterten schon 2010 bei der Einrichtung des Webshops.

Welcher Pure Player neuerdings auf Stores setzt, warum Tengelmann in Start-ups investiert und wer Milliarden mit mobilen Kunden verdient.

Stylebop:  Von wegen - Pure Player, da wird nicht online geshoppt. Stylebop, eine der größten Online-Plattformen für Luxusmode mit Sitz in München, eröffnet in Koblenz erstmals ein stationäres Geschäft. Unter dem Namen „Stylebop – the Showroom“ werden laut Textilwirtschaft auf 240 Quadratmetern Verkaufsfläche Top-Marken wie Céline, Chloé, Lanvin, Fendi, Isabel Marant und Diane von Furstenberg angeboten. Weitere Geschäfte seien geplant, heißt es. Trotzdem bin ich überzeugt, dass man die Vertriebsoffensive von Pure Playern mehr unter Marketingsaspekten mit Flagship-Store-Charakter sehen sollte.

Rocket Internet:  Der schwedische Großinvestor Kinnevik erwartet im vierten Quartal eine Dividende von rund 37 Millionen Euro aus seiner Beteiligung an Rocket Internet. Den Wert von Zalando taxiert Kinnevik in seinem Quartalsreport auf rund 3 Milliarden Euro.

Zitat des Tages: “Wir wollten schnell im Internet wachsen. Aber die ganze Tengelmann-Gruppe von heute auf morgen auf E-Commerce umstellen, das hätte nicht funktioniert.“ Christian Winter, Geschäftsführer von Tengelmann Ventures, erklärt in der Wirtschaftswoche, warum Tengelmann auf Arbeitsteilung setzt und man sich trotz des raschen Verkaufs von Brands4friends nicht als Risikokapitalgeber sieht.  

Apple: Morgen am 23. Oktober wird Apple vermutlich ein iPad-Mini vorstellen. Falls sie sich vom Hype anstecken lassen wollen oder wissen möchten, was an diesem Tag möglicherweise noch so alles zu erwarten ist - Venture Beat hat es zusammengefasst.

Pinterest: Pinterst bietet mehr Inspiration für den Einkauf als Facebook. Auch die Bereitschaft sich mit Marken zu beschäftigen ist laut einer Studie von BizRate beinahe doppelt so hoch, meldet Mashable.

ECC:  Wie ist die aktuelle Stimmung im deutschen E-Commerce? Welche Erwartungen haben die Online-Händler und Online-Shopper an die nächsten zwölf Monate? Haben die Online-Händler bereits mit der Umstellung auf die neuen SEPA-Richtlinien begonnen und wie sehen die Konsumenten das Ende der Lastschrift? Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, führt das ECC am IFH Köln in Zusammenarbeit mit den Partnern Rakuten und Trusted Shops (e-KIX), sowie Hermes (s-KIX) eine monatliche Befragung durch. Teilnehmen können alle Online-Händler und Online-Shopper. Die aktuelle Oktober-Erhebung läuft bis zum 28. Oktober 2012.

Airbnb: Die Privatzimmervermittlung Airbnb bekommt frisches Geld.  Top-Investor Peter Thiel will laut Wall Street Journal einsteigen. Thiel, der auch zum Start von Facebook mit dabei war, soll ein Investment von 150 Millionen US-Dollar planen. Airbnb wäre dabei mit 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet.

Zappos:  Der Online-Schuhhändler Zappos verzichtet auf Re-Targeting, also Onlinewerbung , die Produkte anzeigt, die Kunden gerade erst angeschaut haben. Etwas verklausuliert sagt Zappos laut Internet Retailer, dass man die Kunden nicht mit gruseliger und nerviger Werbung belästigen wolle - auch wenn diese kurzfristig funktioniere. Langfristig sei es die bessere Strategie, Kunden nicht zu nerven.

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Rakuten: Jeden vierten Dollar seines Umsatzes erzielt der japanische Internetgigant Rakuten inzwischen mobil. Das Mobilsegment erreiche Wachstumsraten von bis zu 400 Prozent, sagte CEO Hiroshi Mikitani laut Techchrunch.

Zahl des Tages:  21 Prozent der Online-Shopper in den USA werden zumindest einen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe mit einem mobilen Endgerät erledigen. 2011 waren es 11 Prozent. Deutlich mehr als bislang wollen zudem mobil Preise vergleichen, bevor sie in den Laden gehen - erst Recht bei Amazon. Mehr Zahlen bei E-Marketer.

Grafik des Tages: Eine unterhaltsam gemachte Checkliste für Postings und Anzeigen bei Facebook.

Lesetipp des Tages: Facebook hat am Edegrank rumgefrickelt. Der bestimmt welche und wieviele Beiträge dem Nutzer angezeigt werden. Thomas Hutter bringt ein wenig Klarheit in das Dickicht der Mutmaßungen um die Folgen. Fest steht, Sie können jetzt auch als Privatperson Sponserd Postings kaufen, die dann allen Nutzern in ihrem Netzwerk angezeigt werden.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Augmented Reality: 1000 virtuelle Supermärkte krempeln das Shopping um

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