Kurz vor 9: Online-Lebensmittelhandel, Europcar, Bringwasmit, Ludwig Beck, Groupon, Frugalo, Hermes, Google, Amazon, FC Bayern München, Apple

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 20. März 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Online-Lebensmittelhandel: Der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland hat das Potenzial bis zum Jahr 2016 von derzeit 0,2 Prozent auf 1,5 Prozent des gesamten deutschen Lebensmittelmarktes anzuwachsen. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Universität zu Köln hervor. 82 Prozent der deutschen Verbraucher verfügen über keinerlei Erfahrungen mit dem Online-Lebensmittelhandel. Mangelndes Vertrauen ist der Hauptgrund für die bisherige Zurückhaltung beim Online-Lebensmittelhandel. Um so schlimmer, wann dann beim Mindesthaltbarkeitsdatum unsauber hantiert wird und bei der Kennzeichnungspflicht hapert.

Europcar: Dirk Wagner soll als Director Marketing & eCommerce bei Europcar den E-Commerce voranbringen. Wagner kommt von Unilever. 

Bring was mit: Man kennt das: Jemand fährt in den Urlaub, könnte einem eigentlich was günstiges oder seltenes mitbringen. Das Start-up Bringwasmit will daraus ein Geschäft machen. BringWasMit nimmt zehn Prozent Provision. Bezahlt wird per PayPal. Verstehe das System nicht ganz in Zeiten, indem man nahezu alles in jeder Ecke des Internets bestellen kann. Lustigerweise haben die Gründer ein  EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erhalten. Dabei hat das System zumindest einige zollrechtliche Fragezeichen. Spötter würden da also von staatlich unterstütztem Schmuggel reden, wenn die Reisenden die Ware nicht verzollen sollten. 

Ludwig Beck: Tradition trifft Moderne: Das Münchner Mode-Traditionshaus Ludwig Beck will im Herbst 2012 in den Onlinehandel einsteigen. Allerdings beschränke sich dieser zunächst ausschließlich auf den Kosmetikbereich, da hier kaum Warenrückläufer zu erwarten seien.  

Groupon: Groupon startet einen Online-Buchungsdienst. Nach dem Kauf von OpenCal im Herbst 2011 wurde nun ein sogenannter "Scheduler" integriert, mit dem Online-Buchungen radikal vereinfacht werden sollen und der den Händlern zusätzlich statistische Informationen liefert.  

Google: Sind Sie fit für mobile? Zumindest britischen Händlern bietet Google nun einen Dienst, mit dem sie sehen können,  wie ihr Shop im mobilen Web dargestellt wird. Zahlen zum Markt gibt es auch. HowToGetMo.com nennt sich der Dienst. Einsatz in Deutschland: unklar.

Frugalo: Die US-Daily-Deal-Plattform Frugalo wurde jetzt von der Social-Video-Website TwitVid aufgekauft. Offenbar geht es aber weniger um Coupons im Bewegtbild, als die Übernahme des Management-Teams, schreibt Techcrunch

Hermes:Der Logistikkonzern Hermes bewirbt vor Ostern sein Päckchenangebot. Radiospots, Online-Werbung und Newsletter (Agentur: KNSK) sollen den Online-Paketschein bekannter machen. Payback-Mitglieder erhalten die doppelte Punkteanzahl, wenn sie ein Päckchen mit Online-Paketschein verschicken.

Amazon: Amazon willnoch bis zum Sommer Kiva Systems, ein Spezialist für automatisierte Logistiklösungen, kaufen. 775 Millionen US-Dollar sollen für den Softwareanbieter auf dem Tisch liegen. 

FC Bayern München:In der E-Commerce-Tabelle der Bundesliga-Clubs schaffte es der Fanshops des FC Bayern nur auf Patz 2. Die ersten sind die Bayern allerdings bei der Gründung eines eigenen Social Networks. MyFCB soll es heißen, das Bayern-Facebook. Das Training läuft.

Zahl des Tages: Zum Start hat Apple am ersten Wochenende drei Millionen iPads 3 verkauft. Zeit, die das erste iPad für die erste Million brauchte: 28 Tage.

Zahl des Tages II: Rund 1,9 Milliarden Euro, 3,6 Prozent des Einzelhandelsvolumens, wurden laut einer Studie der KMU Forschung Austria im Vorjahr in Österreich über Webshops umgesetzt. 200 Onlineshops zählt der Standard im Burgenland.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Warum Amazon endlich Zalando kaufen sollte

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