Kurz vor 9: Otto, Home24, Wal-Mart, Fab.com, Swarowski, Görtz, Händlerbund, Shopbob, Amazon

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 3. September 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Home24:  Frech kommt der TV-Spot von Home24 daher, der die Möbelhändler auf der grünen Wiese zum Gespött macht. "Möbel kauft man nicht mehr am Arsch der Welt, sondern bequem im Internet", lautet die Botschaft im TV-Spot "Am Arsch der Welt" von Home24, der natürlich auch die kostenlose Lieferung anpreist. Das Beste am Spot ist aber Darsteller Oliver Korritke. Derzeit bereitet Home24 zudem den Markteintritt in der Schweiz vor.

Otto:  Otto verdient immer mehr Geld mit dem Handel über mobile Geräte. Der Umsatz auf Tablet-PC habe sich von kleiner Basis beginnend verfünft, sagt Rainer Hillebrand, im Otto-Vorstand zuständig für E-Commerce, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Zahl der Besuche über mobile Geräte habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.  Der Anteil der mobilen Bruttoumsätze an der gesamten Online-Nachfrage habe im Frühjahr/Sommer 2012 bei etwa 3 Prozent gelegen.

Was Fab.com Gründer Jason Goldberg von Social Media hält, wie Swarowski mobil funkelt und welche Pluspunkte das Redesign von Shopbob hat. All das nach dem Klick.  

Wal-Mart: Wal-Mart testet ein neues Checkout-System mit dem Kunden per Smartphone die Produkte scannen, wenn sie diese aus dem Regal holen und dann an einer SB-Kasse zahlen. “Scan and Go” nennt sich das System. Mobil bezahlen können die Kunden damit aber nicht. Halbherzig. 

Zitat des Tages: “I believe wholeheartedly that the more people know about your company the more it humanizes it and enables them to understand it and get behind it. Especially in the age of social media, it’s about the conversation and the journey, not the transaction. Brands are built around relationships." Fab.com-Gründer Jason Goldberg glaubt an die Macht der Transparenz und des Dialogs. 

Swarovski: Falls Sie mal ein sehr aufwändig gemachtes und gelungenes Online-Magazin sehen wollen, das auch als iPad-App funkelt, dann schauen Sie sich das Swarowksi-Magazin an. Ein weiteres Beispiel für die Hochzeit von Content und Commerce und ein Sargnagel für das klassische Magazin-Geschäft. 

Swarovski Elements magazine

Händlerbund:  Erst poltert der Händlerbund, der manchmal wie eine Vertriebsorganisation für seine Rechtsschutzversicherungen wirkt, gegen die Art der Button-Lösung bei Amazon. Die sei abmahnriskant. Amzon sagt in längeren Worten: Nö. Nun legt der Händlerbund ein White Paper_HB_Amazon-rechtliche-Probleme vor, wie es besser gehen soll.

Görtz:  Abtritt Lutz Spannuth - der 52-Jährige Chef von Görtz direct hat seinen Schreibtisch freiwillig geräumt, will wieder als Berater arbeiten, meldet die Textilwirtschaft.  Nachfolgerin ist die bisherige Stellvertreterin Cornela Vieregge, 43.  Görtz erwirtschaftete zuletzt 400 Millionen Euro und machte einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich. Auch Online ging der Absatz in den Keller – gegen den Trend.  Ende Mai war bereits Christoph von Guionneau, Vorsitzender der Geschäftsführung, abgetreten. Wie nun bei Spannuth hieß es auch damals “freiwillig”.

Shopbob: Video, Gaming, Personalisierung, der Mode-Onlineshop Shopbop.com bietet vor der New York Fashion Week einige Neuerungen auf. Neben größeren Abbildungen, ziemlich gut gemachten Videos mit virtueller Rundumansicht für eine optimierte Produktpräsentation überzeugt bei der Modetochter von Amazon vor allem der Gedanke, auf der Homepage täglich neue Inhalte anzubieten. Auch hier verheiraten sich übrigens gerade Content und Commerce auf allen Ebenen und zwar mit deutlich zukunftsfähigeren redaktionellen Features als bei  Mitbewerbern. "Shopbop steht im Zentrum der Konvergenz von Redaktion und Handel. Das neue Design ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass wir sowohl einen redaktionellen als auch einen Shopping-Service bieten", so Jeff Yurcisin, Vorsitzender von Shopbop.

Amazon: Über einen Deal mit dem Digital-Vertriebler Ingram will Amazon seinen eReader Kindle künftig auch über Mitbewerber anbieten. Das Kindle könne damit auch bei Barnes and Noble, Apple und Kobo angeboten werden. Ins Sortiment aufnehmen müssen die das Kindle aber nicht. Außerdem könnte es bald ein Tablet von Amazon geben, bei dem der Kunde für einen niedrigeren Kaufpreis vorinstalllierte  Werbung erdulden muss.  

Zahl des Tages:  Aus der Reihe "Studien, die das gewünschte Ergebnis liefern": 84 Prozent der Briten erkennen laut einer Studie von Barclaycard, selbst offensiv in Sachen Mobil Payment unterwegs, das Symbol für kontaktlose Bezahlung. Ich glaub das nicht. Meiner Beobachtung nach kommen 54 Prozent der Kunden nicht mal mit der Magnetkarte bei Vapiano klar. 

Grafik des Tages: Ungeduld versaut die Konversionsrate.

Lesetipp des Tages: 10 Tipps um beim Check-out noch Umsätze zu generieren

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Baur: Mehr Erfolg mit Mobile Commerce durch das “Projekt Wurstfinger”

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Thema: E-Commerce

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