Kurz vor 9: SEO, Amazon, Emeza, Start-ups, eBay, Starbucks, Facebook, Wöhrl, SinnLeffers, Lieblingstasche, Vapiano, Square, Room77, Bitkom

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Peek & Cloppenburg SEO
Peek & Cloppenburg: SEO-Hausaufgaben gemacht

SEO:  Zalando aufgepasst: Andere Modehändler holen in Sachen SEO gewaltig auf. Insbesondere Peek-Cloppenburg.de und Kaufhof.de konnten ihre Sichtbarkeit bei Google deutlich verbessern. Das geht aus dem Sistrix-Sichtbarkeitsindex des Suchanalyse-Unternehmen Sistrix hervor. P+C legte dabei um plus 1000 Prozent zu, Kaufhof um 447 Prozent. Zwischen Saturn und Mediamarkt sowie dem Onlineableger Redcoon beobachtet Sistrix ein gewaltiges Sichtbarkeitsduell. Die 50 größten Gewinner stellt Sistrix im Blog vor. Absolute Werte gibt es auch als Google.doc. Dort liegt Zalando übrigens klar hinter Otto.

eBay ringt um gebrauchte Ware, Starbucks wirbt um Mobile Payment und ein Branchenverband verbreitet schmutzige Wahrheiten über iPhones. Dies und mehr nach dem Klick.

Amazon:  Mischkalkulation - Die Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners ermittelte, dass Amazon in Großbritannien (dort gibts keine Buchpreisbindung) nur bei den Top-20-Print-Bestsellern die niedrigsten Preise anbietet, meldet Buchreport. Auf den hinteren Rängen schlägt Amazon satt auf den Preis drauf: im Schnitt um 14 Prozent.

Zitat des Tages: “Software eats the world. Mit Werbung und Flugreisen hat alles begonnen, dann folgten E-Commerce und Spiele. Jetzt sind es Marktplätze und Software as a Service (SaaS), die schnell wachsen werden", Kolja Hebenstreit, Team Europe, zeigt im VC-Magazin kurz auf, welche Start-up-Trends nicht nur Investoren nicht verpassen sollten. Auch „Mobile first“, so Hebestreit, sei keine Phrase mehr, sondern Fakt.

Emeza:  Emeza soll zur Luxusmode-Variante von Zalando werden. Das Shopping-Portal für Luxusgüter startet mit Designer-Marken wie 7 for All Mankind, DKNY, Love Moschino, Michael Kors und See by Chloé. Wenn es im März richtig los geht, sollen es bis zu 70 Marken sein. Lieferung und Retouren sind wie bei Zalando kostenlos. Vorbilder sind aber auch net-a-porter.com und mytheresa.com. „Emeza ist unser Ansatz, das Gleiche zu machen“, sagt ein Zalando-Sprecher gegenüber dem Handelsblatt.

eBay: eBay versucht es laut AllthingsD noch einmal mit den Drop-Off-Stores. Im Rahmen des "eBay Selling Assistant Program" kann man Produkte von eBay-Angestellten zuhause abholen lassen und an lokale Dienstleister weiterreichen. Die sorgen dann gegen Provision für den Verkauf. Klingt in Zeiten des Re-Commerce reichlich kompliziert. Sinniger scheint da das Angebot, in Stores eBay-Schalter einzurichten, an denen eBay-Mitarbeiter Produkte ankaufen. Entsprechende Piloten testen auch schon Media-Markt und Rebuy.

Facebook:  Auch Facebook ist jetzt keine abmahnfreie Zone mehr. Rechtsanwalt Weiß berichtet über die erste Abmahnung für ein automatisch erstelltes Vorschaubild beim Teilen eines Links. Gefordert werden rund 1.800 Euro. AllFacebook erklärt die Hintergründe und sagt, worauf man achten sollte.

Wöhrl/SinnLeffers:  Die Nürnberger Modehaus-Kette Wöhrl übernimmt offenbar SinnLeffers. Beim Bundeskartellamt seien bereits Pläne für eine Übernahme angemeldet worden. Der "Kracher" dürfte heute mittag auf einer Pressekonferenz bestätigt werden. SinnLeffers (300 Mio Euro Umsatz) gehörte einst zu KarstadtQuelle (Arcandor). Der neue Finanzinvestor DIH Deutsche Industrie-Holding straffte dann das Filialnetz deutlich. Hier heiraten zwei NonLiner , Relikte der Seniorenheim-Einkaufskultur. SinnLeffers wollte dann doch schon 2013 mit einem Online-Shop starten (mit einem Teil-Sortiment). Was daraus nach einer Übernahme wird - unklar. Wöhrl (Umsatz 346 Millionen Euro) hat sein einstiges Online-Experiment Herrenkontor.de offenbar eingemottet.

Lieblingstasche: Sven Wiechert tritt laut W+V als Geschäftsführer beim Online-Shop Lieblingstasche.de an. Er kommt von L’Oréal. Der 40-Jährige war dort Director Digital Media. So richtig verwundern kann der neue Job indes nicht. Was W+V nicht schreibt: Wiechert gründete den Shop zusammen mit seiner Frau Simone Wiechert im März 2010.

Room 77: Die Hotel-Suche-Plattform Room 77 hat in einer Finanzierungsrunde weitere 30 Millionen Dollar erhalten, meldet AllthingsD und stellt das Konzept von Room77 vor. Zu den führenden Investoren zählt Expedia.

Starbucks: Die Kaffeehauskette Starbucks hat nicht nur etliche Millionen Dollar in das Mobile Payment Start-up Square gepumpt, dass mit einem kleinen Aufsatz (Dongle) für das Smartphone jeder Pizzabude mobiles Abkassieren ermöglicht. Starbucks kassiert nicht nur in 7000 US-Filialen per Square. Jetzt vertreibt Starbucks den Plastik-Dongle auch über seine Filialen. Laut NYT bekommt ihn jeder Bagel-Buden-Besitzer quasi für lau in die Hand gedrückt.

Vapiano: Die Restaurantkette Vapiano hat nun auch Passbook von Apple in ihre App integriert. Damit kann man allerlei Gutscheingedöns und Reservierungen wegspeichern. Aber nachdem ich Passbook selbst andernorts ein paarmal ausprobiert habe, kann mir immer noch niemand sagen, wofür ich das unbedingt brauche - außer vielleicht in Stummbassbesistan oder bei interplanetarischen Reisen ohne Babelfisch.

Zahl des Tages:  Laut Comscore wurden im November und Dezember in den USA 42,28 Milliarden US-Dollar online umgesetzt. Plus 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, meldet Internet Retailer.

Grafik des Tages: It's Startup Time In America - oder warum in den USA goldene Zeiten für Gründer sind.

Lesetipp des Tages: Seed Investing Report – Startup Orphans and the Series A Crunch 

Nichtigkeit des Tages: Der Branchenverband Bitkom agiert nach dem Motto "A news a day, keeps recession away". Diesmal aber hätte die Schlagzeile besser gelautet "Seuchenherd iPhone - das dreckige Geschäft mit dem Mobile Commerce". Stattdessen hieß die Pressemitteilung schlicht "Handys werden zu selten gereinigt".

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Responsive Design – Mach`s mir mobil

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Michael Rietdorf
    Erstellt 4. Januar 2013 11:34 | Permanent-Link

    Wozu diese bissigen Anmerkungen zu Wöhrl und SinnLeffers? Ist dem Schreiber eigentlich klar, wie viel Aufwand es bedeutet ein Multibrand Unternehmen im Internet erfolgreich zu etablieren? Aus meiner Sicht vollkommen nachvollzierbar, dass sich viele Einzelhändler erst mal auf das stationäre Kerngeschäft fokussieren und sich dann an das Internet rantasten.

  2. Erstellt 4. Januar 2013 12:09 | Permanent-Link

    Dem Schreiber ist schon klar, welcher Aufwand dafür nötig ist. Dem Schreiber ist aber auch klar, dass angesichts der Geschwindigkeit des Wandels "an das Internet rantasten" nicht dem Tempo entspricht, mit dem Kunden neue Kanäle nutzen.

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