Kurz vor 9: Takko, eBay, Warren Buffet, Otto, Instagram, 1-800-Flowers, HRS, Justbook

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 5. November 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

eBay: Es sollte die Revolution in der Zahlungsabwicklung werden. eBay wollte, dass seine Käufer den Preis für einen bei eBay erworbenen Artikel nicht mehr an den Verkäufer, sondern an eBay zahlen und eBay wird den Verkäufer auszahlen. Ziel: Mehr Sicherheit. Die Finanzaufsicht BaFin aber forderte im Sommer eine Lizenz nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz. Nun scheiterten auch Versuche über die luxemburgischen Finanzaufsicht. Ebay legt die Pläne zurück in die Schublade. Ob das System überhaupt noch kommt, sei damit fraglich, schreibt die Wirtschaftswoche.

Wo Warren Buffet investiert und wo Takko patzt. Dies und mehr nach dem Klick.

Oriental Trading: US-Milliardär Warren Buffet investiert über seine Investmentfirma Berkshire Hathaway in den E-Commerce-Händler Oriental Trading, meldet Internet Retailer. Was der Laden bietet: Werbeartikel und vor allem Gedöns für Partys, Kindergeburtstage und Co. Das finden Sie eigenartig? Ach wo. Den Eltern von Prinzessin Kate Middleton gehört Party Pieces.

Zitat des Tages: “Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass nur "der letzte Cookie" entscheidend ist, also nur der eine Schritt, der direkt zum Kauf führt. Denn vielleicht wird das Interesse eines Kunden zwar in einem sozialen Netzwerk geweckt, er kauft den Artikel aber erst abends direkt im Webshop." Ralf Klein-Bölting, Direktor des Bereichs Strategie, Marketing & Werbung bei Otto glaubt an die Relevanz von Social Media, zweifelt aber im Interview mit "Der Handel" an der Tauglichkeit von Facebook als Shoppingkanal.

Takko:  Der Textil-Discounter Takko hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge Kleidung in chinesischen Gefängnissen produzieren lassen. Takko verstößt damit gegen die eigene Absichtserklärung, nach den Statuten der Fair Wear Foundation zu produzieren. Mehr dazu in Kürze.

Otto:  Finanzvorstand Jürgen Schulte-Laggenbeck hat bei der Otto Group das IT-Ressort abgegeben, berichtet die Textilwirtschaft. Auch Vorstand Alexander Birken ist demnach nicht mehr im IT-Bereich tätig. Konzernvorstand Winfried Zimmermann verantwortet nun den Bereich.

Instragam:  Knapp über die Hälfte der weltweiten Top 100 Marken nutzen bereits den Bilderdienst Instragam (der wo da wo so lustige Filter hat), meldet Venture Beat. Angsichts der Macht der Bilder im Web sollte man dort zumindest als großer Händler einen Fuß in der Tür haben, oder als regionaler Händler seine lokale Nähe zeigen.

HRS:  Kleinkrieg der Hotelbuchungsplattformen. HRS startet eine eigene App für Last-Minute-Buchungen. Stefan Menden, Geschäftsführer von JustBook, findet dass die App Hotels Now dem eigenen Geschäftsmodell erstaunlich ähnlich sieht. Bei JustBook können sich die Hotels tagesaktuell für ein Last-Minute-Angebot entscheiden und den gewünschten Rabatt abstimmen. HRS verspricht einen Discount von bis zu 50 Prozent. Die Hotel-Branche war bis Anfang 2012 von einer sogenannten Ratenparität geprägt, so dass Hotels ihre Zimmer auf allen Vertriebskanälen zu gleichen Preisen anbieten mussten. So als würde Benzin überall das gleiche kosten. Mit dieser Vorgabe durch marktbeherrschende Hotel-Vermittler wie HRS wurde die Ansprache von Neukunden durch differenzierte Angebote nahezu unmöglich. Nach Beschwerden von JustBook und anderen Wettbewerbern, mahnte das Bundeskartellamt HRS wegen der „Best-Price-Klausel“ ab. Darüber hinaus konnte JustBook beim OLG Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen HRS erwirken, die besagt, dass HRS die Hotels nicht mehr bezüglich der Preisgestaltung unter Druck setzen darf. Nun fürchtet man, dass HRS durch die Hintertür seinen Bedingungen wieder einführt.

1-800-Flowers: E-Commerce blüht immer. 1-800-Flowers steigerte seinen E-Commerce-Umsatz im Zeitraum Juli bis Ende September 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent auf 81,5 Millionen US-Dollar. Die Gesamtumsätze stiegen um 3,1 Prozent auf 120,9 Millionen US-Dollar.

Zahl des Tages:  Um 173 % Prozent führt Romney vor Obama bei den Suchabfragen bei Google. Das spanennde an Google Trends: Wer seit 2004 bei den Suchanfragen vorne lag, hat es bislang immer auch ins Präsidentenamt geschafft. Forbes hat die Zahlen verglichen.

Grafik des Tages: From Pinterest to Purchase .

Lesetipp des Tages: Lieferservice: Krieg der Pizza-Portale 

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Wochenrückblick: Zalando, Otto, Bild.de-Shop

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