Kurz vor 9: Tengelmann, Zalora, Hanse Ventures, Amazon, Rewe, Urban Outfitters, Media-Markt, Pro Markt, Twitter, Deals

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 13. März 2013 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

zalora
Tengelmann: Zalora, dass ist der Zalando-Spin-Off in Südostasien. Und dort steigt nun Tengelmann gewaltig ein. 26 Millionen Dollar pumpt Tengelmann in das Projekt von Rocket Internet, meldet Tech in Asia. Man glaubt eben an gigantische Wachstumschancen in Südostasien. Erst kürzlich hatte Tengelmann massiv in die Rocket Internet Ventures Lazada in Südostasien sowie den Amazon-Klon Linio in Lateinamerika investiert.

Hanse Ventures: Hanse Ventures stellt den Betrieb der Fastforward RSA GmbH ein. Die betrieb den Online-Marktplatz Gigalo, die Smartphone App Gigalocal für lokale Dienstleistungen sowie die Location-App Finest Spots. Die Dienste seien in ihrer Entwicklung hinter den Erwartungen zutückgeblieben, heißt es beim Inkubator. Macher von Hanse Ventures sind die Bertelsmann-Manager Rolf Schmidt-Holtz, ehemals Musik-CEO, und Bernd Kundrun, Ex-Vorstandschef von Gruner + Jahr. Zum Führungsteam gehören zudem Ex-Artaxo-CEO Jochen Maaß, Finanzchef Alexander Eulenburg und COO Tobias Seikel. Mit-Gründer Sarik Weber, Ex-CEO von Cellity, ist nicht mehr an Bord.    

Jetzt lesen: Warum Guenter Dueck zuletzt lacht, was  Minister Philipp Rösler von Zalando hält und was Prime für Amazon bedeutet.

 

Zitat des Tages: “Ich habe damals Amazon-Aktien gezeichnet, 1997, glaube ich. Man konnte beliebig viele bekommen, kein Hype. Der Kurs fiel nach der Emission. ... Ich war total erstaunt, dass alle lachen, erst die Buchbranche, später die Elektrohändler und auch heute noch die Lebensmittelbranche. Sie lachen alle nacheinander wie bei einer La-Ola-Welle, aber nur einmal, dann ist es rum." IBM-Vordenker Gunter Dueck rät in einem lesenswerten Interview beim Buchreport nicht zum Gegensteuern, sondern zum neu erfinden.

Amazon: Amazons VIP-Lieferdienst Prime hat nach Schätzungen von Martktforschern rund 10 Millionen Mitglieder. Prime-Nutzer geben doppelt so viel aus wie andere Kunden, und stehen für 10 Prozent des Umsatzes. Mehr bei Business Insider.

Rewe: Härtetest für E-Food. Nach Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln und Frankfurt bietet Rewe nun auch im hessischen Homberg/Ohm einen Lieferdienst für Online-Lebensmittel, schreibt die Lebensmittelzeitung. Die Lieferung betreut der lokale Rewe-Händler.

Urban Outfitters: Urban Outfitters legte beim Umsatz dank 49 Neueröffnungen und einem starken Online-Geschäft um 13% auf 2,8 Mrd. Dollar zu. Doch die Stores lohnen so recht nicht. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 1%, während der E-Commerce um 31% zulegte. Der Nettogewinn stieg laut TextilWirtschaft um 28% auf über 237 Mill. Dollar.

Media-Markt: Die Elektronikkette startet die Ostersaison heute mit vier neuen Spots mit den fünf Technikverrückten aus der Media Markt-WG. Zugleich bewirbt Media Markt unter dem Motto „Große Geschenke für kleine Raten“ eine Null-Prozent-Osterfinanzierung.

Pro Markt: Managementfehler, fehlende Konzepte, keine brauchbare Online-Strategie. Was Rewe mit Pro Markt anfangen soll, das war der Handelskette selbst nie ganz klar. Jetzt schnell weg mit dem Verlustbringer. Laut Lebensmittelzeitung sind Gespräche über ein Joint Venture mit Expert zuvor gescheitert.

Zitat des Tages:"Ich bin ja immer vorsichtig im Internet, außer ich bin auf zalando.de". Philipp Rösler, Bundesvorsitzender der FDP und Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, laut Zalando.

Twitter: Nutzer können jetzt auch in Deutschland all ihre Tweets und Retweets herunterladen. t3n sagt wie.

Deals: Vor einem Jahr hat das US-amerikanische Unternehmen WhaleShark Media, weltweit führender Betreiber von Couponing-Websites, in Deutschland das Portal Deals.com gelauncht. WhaleShark Media ändert nun seinen Firmennamen in RetailMeNot. Kunden finden Gutscheine und Rabatte weiterhin auf Deals.com.

Zahl des Tages: Der Multichannel-Kunde ist nur eine Legende. Von mehr als 2.300 befragten Kunden sind gerade einmal 0,1 Prozent kanalübergreifend loyal und kaufen online und offline beim selben Händler ein. 50,3 Prozent greifen ausschließlich auf andere Onliner zurück, 49,6 % sind sogenannte Kombinierer, die im Laden einkaufen aber auch bei einem Pure Player. Das sagt eine ernüchternde Studie von OC&C.

Powerpoint des Tages: Business Insider erzählt in 84 Folien von der Zukunft des Retail.

Lesetipp des Tages: Zombie-Startup: Das seltsame Festhalten der Samwers am Pinterest-Klon Pinspire

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Payment im Online-Shop: So wollen Kunden zahlen

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