Kurz vor 9: Wal-Mart, Otto, Yapital, Rakuten, Intershop, Media-Saturn, CookButler, KochAbo, LeShop

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 8. November 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

walmart mattel

Wal-Mart: Fast könnte man meinen, Wal-Mart wolle den Ruf des QR-Codes im Alleingang retten. Nach Augmented Reality-Aktionen in den Läden zu Spiderman und Avengers, will man jetzt in Kanada gemeinsam mit Mattel kleine und große Kinder und alle QR-Code-Berater glücklich machen. Zusammen mit Matell werden virtuelle Spielzeugläden beziehungsweise Schaufenster an U-Bahn-Haltestellen eingerichtet, damit die Kinder beim Warten auf den Bus noch mehr um Spielzeug quengeln können. Im Marketingsprech bedeutet die Bestellung per QR-Code-Scan natürlich besseren Service. Wal-Mart hat das System bereits mit Procter & Gamble (Pampers) getestet. Augmented-Reality-Shopping, in China schon Massenmarktfähig, wird allmählich zum breiten Segment, das in Europa unter anderem von Tesco massiv gepusht wird. Mehr zum Thema in Kürze.

Was Rakuten verdient, wie sich Intershop erholt und wie teuer Showrooming wird. Dies und mehr nach dem Klick.

Zitat des Tages: “Man muss ein Lebensgefühl transportieren. Unsere Botschaft wird sich daher daran ausrichten, dass man schneller und einfacher bekommt, worauf man sich freut", Yapital-Geschäftsführer Nils Winkler müht sich in "Der Handel" das kanalüber­greifende Zahlungsverfahren der Otto Group zu erklären, das neue Wege schaffen soll, im Multichannel-Einzelhandel bargeldlos zu bezahlen 

Media-Saturn:  Oliver Seidl wird bei der Media-Saturn-Gruppe neuer Chief Financial Officer (CFO) und Chief Information Officer (CIO). Seidl kennt sich aus mit roten Zahlen. Er war zuletzt Vorstandsvorsitzender der kriselnden Loewe AG.

CookButler:  Kochen im Abo, mit Lebensmitteln samt Rezepten frei Haus. Der Trend-Markt, in dem auch Rocket Internet und Project A mitmischen, ist beinahe übervoll. Da versucht es Cookbutler mit einem anderen Rezept. Individueller, aber auch unbequemer. Cookbutler nennt es Rezeptshopping und Burkhard Schneider erklärt es genauer. Der Kunde wählt seine Pakete selbst aus 3.000 Rezepten aus. Und ich dachte, Abo-Commerce soll mir zwei Lebensprobleme abnehmen: Was zieh ich an? Was koch ich?

KochAbo:  Noch ein KochAbo-Modell, dass dann auch noch genau so heißt: KochAbo liefert wie auch Kommtessen und Co Rezepte sowie die Zutaten zum Nachkochen nach Hause. Das Unternehmen wurde im März 2012 vom Wiener Internet-Inkubator i5invest gegründet und wird in Deutschland von Michael Merler und Felix Stäritz geleitet. Eingestiegen ist der Wiener Business Angel Fonds Speed Invest als Lead‐Investor. Inzwischen sind weitere Handelsexperten an Bord: Der ehemalige Rewe-Vorstand Werner Wutscher ist als Gesellschafter und im Beirat von KochAbo tätig. Neben Wutscher werden künftig Folker Gussek, ehemaliger Penny-Vorstand International, und Kersten Ehrhardt, Ex-Marketing-Manager bei froodies, das Unternehmen unterstützen.

Intershop: Ein Klassiker rappelt sich wieder auf: Intershop hat in den ersten neun Monaten 2012 einen Nettoumsatz von 38,7 Mio. Euro erzielt, eine Steigerung von 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.  Der Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen legte in allen Geschäftsbereichen mit Ausnahme des Wartungsgeschäfts deutlich zu.

LeShop: Die Schweizer, in Sachen Online-Lebensmittel deutlich verwöhnter, was die Umsatzanteile angeht, hinken dann manchmal doch etwas hinterher. LeShop hat in der Nähe von Biel erst Ende Oktober das erste Abholcenter eröffnet. Carpathia hat es sich angesehen und schildert seine Eindrücke. Die Frequenz scheint sehr gut zu sein.

Rakuten: Der japanische Internetriese legte im 3. Quartal beim Umsatz um 17,5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro zu. In den ersten neun Monaten kamen drei Milliarden Euro (plus 14,5 Prozent) aufs Konto. Der Nettogewinn lag laut ChannelPartner bei 281 Millionen Euro. Mehr zu den Deutschland-Plänen von Rakuten in Kürze.

Zahl des Tages:  Jeder fünfte junge Erwachsene (18-29) lässt sich Online-Games etwas kosten. Insgesamt greifen 3,5 Millionen Menschen oder 7 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland auf kostenpflichtige Online-Games zu. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

Grafik des Tages: 5 Prozent Verlust sollten Händler in den USA durch Showrooming einplanen, sagt eine Studie von eBay Local und dem Edgell Knowledge Network. Am schlimmsten trifft es Elektronikhändler.

Zahl des Tages II: Online-Kunden in den USA haben im 3.Quartal laut Comscore rund 41,9 Milliarden Dollar ausgegeben. Plus 15.4%, meldet Internet Retailer.

Lesetipp des Tages: Rakuten erläutert seine "Rakuten Super Logistics"-Strategie 

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Delivery: Das nächste Schlachtfeld im E-Commerce

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