Kurz vor 9: Zalando, Otto, Madonna, Start-ups, Tele-Shopping, Amazon, L'Oréal, Twitter, Bitkom

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 26. Juni 2012 |

Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Zalando: Kündigt sich da eine Service-Offensive im Social-Media-Umfeld bei Zalando an? Zalando ist jetzt bei Facebook mit den ProFashionals Claudia und Sandrina an den Start gegangen. Sie sollen den Nutzern bei Facebook eine Fashion-Beratung bieten. Neben Trendviews, Berichterstattung von Mode- und Lifestyle Events sowie Inspiration kann man sich laut Eigenaussage "ganz individuell beraten lassen". Wenn das mehr ist als ein Marketing-Tool, könnte Zalando mit seinem ohnehin sehenswerten Social-Media-Auftritt weitere Punkte sammeln. Außerdem hebelt man damit ein wenig die wachsende Zahl an Curated-Shopping-Modellen aus.

Zalando Facebook

Otto:  Otto wird das Label "Material Girl" von Madonna und ihrer Tochter Lola exklusiv in Deutschland vermarkten. Testimonial ist Georgia May Jagger, eine Tochter des "Rolling Stones"-Sängers Mick Jagger.

Zitat des Tages: “Amerikanische Startups haben von vornherein den größeren Markt vor der Haustür als deutsche."  DailyDeal-Macher Fabian Heilemann unterschlägt auf der T-Lounge , das für Deutsche Europa der Heimatmarkt sein muss und das auch zwischen den Kunden in Kalifornien und  North-Dakota Welten liegen. (Zitiert nach einem Tweet von Christian Soult.)

Twitter: Fast war Twitter in Deutschland abgeschrieben. Doch es hilft offenbar, wenn man einen ehemaligen "Bild"-Mann für PR und Öffentlichkeitsarbeit holt. Inzwischen twitter auch Franz Beckenbauer und im Mai stieg die Besucherzahl auf 4,4 Millionen, plus 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr, schreibt Focus.

Amazon:  Jetzt ist es offiziell: Kunden können künftig weltweit im Amazon Appstore Android-Apps herunterladen können. Den Anfang macht Europa: mobile Apps können ab sofort von Entwicklern eingereicht werden und sind gegen Ende des Jahres für Nutzer in Deutschland, England, Frankreich, Italien und Spanien erhältlich, teilt Amazon mit.

Tele-Shopping:  Laut einer Goldmedia-Studie betrugen die in Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich mit Teleshopping erzielten Umsätze 2011 rund 3,8 Milliarden Euro und sollen bis 2017 auf 5,3 Milliarden Euro anwachsen. Der größte Markt ist dabei Deutschland, in dem 2011 rund 1,7 Milliarden Euro umgesetzt wurden und für den ein jährliches Wachstum von 6 Prozent bis 2017 auf 2,4 Milliarden Euro prognostiziert wird. Vertrauen wird auch in dieser Branche immer wichtiger. Die Branche verpflichtet sich auf einheitliche Verbraucherstandards und deren Durchsetzung. Deutlich machen soll das künftig das Gütesiegel "Shop With confidence".

L'Oréal : Vorsicht ihr Kosmetik-Ketten im Web: Kosmetik-Gigant L'Oréal will ab 2013 alle seine Produkte online vertreiben und seine E-Commerce-Aktivitäten weiter ausbauen. Offen ist noch, ob in einem Modell Amazon oder Carrefour Online, schreibt Onlinemarketing-News. Erster Schritt in den E-Commerce war bislang der Multi-Marken-Shop “Club de Créateurs de Beauté” (Motto: Designer-Kosmetik, die man sich leisten kann).

Zahl des Tages:  Insgesamt 19 Prozent aller Internetnutzer beziehen Videos oder Filme aus dem Web. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Am häufigsten werden kostenlose Streaming-Dienste wie YouTube oder Mediatheken genutzt (16 Prozent), gefolgt von Bezahlangeboten zum Ausleihen von Filmen sowie kostenpflichtigen Film-Downloads (jeweils 4 Prozent). Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. Hart an der Realität war die Umfrage nicht: Gegenstand der Umfrage waren ausschließlich legale Video- und Filmangebote im Web.

Grafik des Tages: Schon von der Internet-Krankheit FOMO (fear of missing out) befallen? Diese Grafik hilft bei der Analyse.

Lesetipp des Tages: Warum der StartUp-Verlag buch & netz seinen Buchcontent verschenkt und trotzdem gute Geschäfte macht 

Link des Tages: Und mit Ihren Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook sind Sie zufrieden? Vielleicht besser noch mal nachsehen, damit es Ihnen nicht geht wie bei We know what you are doing.

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