Ladengeschäfte mit Online-Logistik: Ex-Amazon Mitarbeiterin möchte Fashion-Shopping revolutionieren
Im Oktober 2012 hat das Unternehmen sein erstes Ladengeschäft eröffnet, einen Jeans-Store nur für Männer. Von jedem Jeans-Typ hängt genau ein Exemplar auf einer Art Leine. Die Käufer nutzen eine Hointers-App und scannen die QR-Codes an der Jeans ein, die sie anprobieren möchten. Danach wählen sie noch Größe und Farbe. Durch die App wird eine Nachricht an ein Roboter-System im Lager geschickt, welches die passende Jeans auswählt und anschließend in wenigen Sekunden in ein Fach in die Umkleidekabine befördert (Erklärvideo).
Zum Kauf werden dann Kreditkarte und Lesegerät genutzt. Die Kunden verlassen das Geschäft, ganz ohne mit Verkaufspersonal in Kontakt gewesen zu sein, weshalb vergleichweise günstige Preise angeboten werden können. Im Store sind derzeit lediglich einige Software-Ingenieure, die mit Kunden reden, Feedback sammeln und mehrfach täglich die Software aktualisieren. Zudem arbeiten in dem kleinen Team noch User Experience Designer.
Nadia Shouraboura hat im Interview mit etailment verraten, dass sie und ihre Familie 10 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert haben, das sie selbst als Technologie Start-Up sehen. Die Gründerin hat zudem verraten, das die Technologie von einem deutschen Unternehmen kam. Die Hointers-Entwickler konnten dort viel Software „on top“ entwickeln, damit es für die speziellen Anforderungen passt.
Venture Capital Geber sind derzeit noch nicht involviert, aber es finden aktuell Gespräche statt, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Zudem wird bereits mit anderen Retailern über mögliche Partnerschaften gesprochen.
Neben dem Geschäft in Seattle, dessen Sortiment gerade um Hemden, Sweatshirts und Accessories erweitert wurde, sind mehrere neue Stores in Kalifornien und New York geplant. Durch das minimalistische Store-Design können relativ schnell neue Standort erschlossen werden. etailment erfuhr von der Gründerin außerdem, dass sie auch über Standorte in Deutschland nachdenke. Eine Marke für Frauen, Hointress, ist ebenfalls geplant. Männer und Frauen sollen getrennt angesprochen werden, um die Auswahl für Männer nicht einzuschränken.
Zu den USP von Hointer gehören laut Selbstverständniss die besondere Shopping Experience, welche die Effizienz des Online Shoppings mit der Möglichkeit kombiniert, Kleidung schnell anzuprobieren. Die Kostenstruktur sei so gut, dass es sogar möglich sei, Online-Preise zu schlagen.
Autor: Markus Caspari
Kindle
Thema: E-Commerce
Schlagworte: Start-up, fashion, Hointress, Nadia Shouraboura




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Na das ist doch mal was für uns. Auswählen -> anziehen -> weg.