Mode und Start-ups: Die spannendsten Trends von der Fashinvest in New York

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 19. Dezember 2012 | 1 Kommentar Kommentieren

Waack van Wasen_Torsten
Nischen können - zumindest in den USA - ein gigantisch großer Markt sein, Social Commerce ist weiter ein Experimentallabor und Venture Capital-Beteiligungen werden die Investitionen nicht müde. Diese Erkenntnisse nahm Torsten Waack van Wasen, ehemals Head of E-Commerce beim Kaufhof, von der FashInvest in New York mit. Für etailment schildert Waack van Wasen, inzwischen Partner der Diligenz Group in New York, in einem Gastbeitrag seine Eindrücke vom Event im Fashion Institute of Technology und nennt spannende Start-ups der Branche. 

Creativity meets Capital. Unter diesem Motto steht die FashInvest. Oder wie es David Freschman, der Kopf hinter FashInvest sagt: „Unsere Veranstaltung ist dazu da, die linke mit der rechten Hirnhälfte zusammen zu bringen“.

VCs investieren weiter

Start-ups soll das Event näher bringen, wie Venture Capital Unternehmen funktionieren und wonach sie suchen sowie den VCs aktuelle Start-ups vorstellen. Prominente Vertreter in den VC-Panels waren Lawrence Lenihan (FirstMark), William D. Busko (Consensus) oder John S Taylor (Head of Research der National Venture Capital Association). Optimistische Botschaft von John S Taylor: Es wird weiter in den US Markt investiert: Dieses Jahr 1.3 Mrd. US-Dollar  in den Consumer Sector, wobei hier – im Gegensatz zu Software – New York die Region ist, auf die mit 30% der größte Anteil der Investitionen entfällt. www.nvca.org und www.pwcmoneytree.com liefern dazu zahlreiche Daten.

Nischen und Versuchsfelder

Social Commerce, das zeigte der Kongress,  ist weiterhin ein großes Versuchsfeld. Snaptiva,  Netrobe, Bazaart oder ShopMyLabel sind davon überzeugt, einen Ansatz gefunden zu haben, über den sich Onlinenutzer mit den Produkten beschäftigen und der gleichzeitig kapitalisierbar ist. Spannend ist, dass große Marken und Händler bereits dabei sind, diese Modelle auszuprobieren und Provisionssätze bis zu 20% erlöst werden.

Außerdem schreitet die Spezialisierung auf Nischenzielgruppen weiter fort, wobei mit Nischen in den USA Multi-Milliarden-Märkten angesprochen werden.

Beispiele:  Flechada, als Destination für Latino Design, Couture Rani, die sich auf indische Brautmoden spezialisiert haben (75% aller Amerikanerinnen indischer Herkunft fahren bisher zum Brautkleidkauf zurück nach Indien) oder Dormify, das ein komplettes Sortiment für Töchter anbieten, die ins College gehen (ein 5 Mrd-Dollar-Markt).

Und zu guter letzt natürlich alle Ansätze, die Designer direkt mit Konsumenten zusammen bringen, wie TrendSeeder, SeamBliss oder OfaKind.

Couture Rani start-up fashion

Sie profitieren davon, dass bei Konsumenten angesichts der ewig gleichen, uniformierten Mode in allen Einzelhandelsformaten eine gewisse Müpdigkeit einsetzt und talentierter Nachwuchs im Design-Bereich bereit ist, ein unternehmerisches Risiko einzugehen - bei Verkaufspreisen die sich auf  Mainstream Niveau bewegen.

Welche Möglichkeiten, das Internet hier noch bieten wird, sollte man besonders vor einem Trend in den USA betrachten: „multicultural is the new normal“.

Auf dem Radar haben sollte man auch den Gewinner des Fashpreneur Award: Moda Operandi. Macher Aslaug Magnusdottir plauderte In New York auch aus dem Nähkäschen und schilderte, welche große Rolle  Trial und Error spielen, um letztlich Erfolg zu haben.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 21. Dezember 2012 16:02 | Permanent-Link

    Hallo, cooler Beitrag! Besonders ShopMyLabel finde ich ne super Idee. Wird sicherlich für viele eine Art Sprungbrett werden! Bin gespannt was da noch so kommt.

    Gruß
    Alexandra

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