Neues Design: Das bedeutet der große Relaunch von Amazon.de

amazon relaunch
Der eine oder andere deutsche Kunde bekam es gestern Abend bereits zu Gesicht: Das neue Design von Amazon. Gegenwärtig testet Amazon auf seiner deutschen Seite offenbar die neue Optik. Der Relaunch ähnelt dem Auftritt in den USA und dürfte damit auch hierzulande einen Strategieschwenk markieren. 

Wie schon in den USA ist die neue Optik aufgeräumter, bietet mehr Weißfläche und damit Erholung fürs Auge. Die Produkte werden klarer präsentiert und auf die Farbe orange wird weitgehend verzichtet. Besonders auffällig: Das prominent mittig platzierte  Suchfeld. Amazon macht sich damit noch mehr als bislang zur Suchmaschine Nummer 1 für die Produktsuche. 

Auch das Warenkorb-Icon wurde modernisiert. Der Wunschzettel rutscht nach rechts.

Mit der Empfehlungsbox in der Mitte der Seite wird offenbar noch experimentiert. Gestern konnte ich sie teilweise in einer reichlich großzügigen Gestaltung wie in den USA erleben, dann wieder gewohnt kleinteilig wie bislang. 

Die linksseitige Navigation wurde vergrößert und ist nun seniorenfreundlicher lesbar und dürfte sich damit auch via Tablets besser ansteuern lassen. Die Öffnung von Sub-Kategorien per Mouse-Over verbreitert den Navigationskasten und wirkt nun nicht mehr wie ein angeklebter Einkaufszettel. Anders als in den USA wurden in der linksseitigen Navigation die  Amazon-Produkte (Mp3, Kindle, Cloud, Audiobooks) bislang noch nicht vor die Produktkategorien gesetzt. 

Welche Bedeutung die eigenen Produkte nun einnehmen, dass zeigt sich stattdessen in der Seitenmitte. Die Amazon-Produkte und Services lassen sich nun auch über das mittig platzierte Startbild, das schon bislang auf Amazon-Produkte fokussierte, über eine Art Slider mit Reitern für für die einzelnen Segmente leichter ansteuern.

Klarer Kurs: Der Fokus liegt zunehmend auf den digitalen Produkte  (Mp3, Kindle, Cloud, eBook, Apps). Amazon möchte außerdem zunehmend eigene Dienste und eigene Elektronikartikel verkaufen. Alle anderen Marken sind nur Gast auf der Plattform.

 

kolbrueck krimi

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: E-Commerce

Schlagworte: Amazon, design, relaunch

Produktpiraten: So schützen sie sich
Online-Marktplätze eröffnen Unternehmen und ihren Vertriebspartnern neue Möglichkeiten, um Kunden an ...
Topartikel
Dynamic Pricing im Graubereich: Wenn der Stammkunde der Dumme ist
Dynamic Pricing ist ein total verführerisches Werkzeug. Manchmal kann es sinnvoll sein. Manchmal abe ...
Wenn der Me-Commerce zum No-Commerce wird - Fehler bei der Personalisierung
Seit Jahren erhalte ich einen Newsletter eines E-Commerce-Branchenriesen, in dem ich permanent mit d ...
Wenn Sie wirklich wissen wollen, was Ihre Konkurrenten machen
Um sich optimal gegenüber Kunden zu positionieren, müssen Händler wissen, was die Konkurrenz so trei ...
Ein Bodyscanner aus der Rüstung als neuer Liebling für Händler?
Der Wunsch nach Individualität ist ohne Zweifel einer der Treiber in der Mode. In geschmackvoller Kl ...
Den Kunden richtig umgarnen - so funktionieren personalisierte Newsletter
Auf einem Statistikportal habe ich vor kurzem gelesen, dass die deutschen Online-Shopper in diesem J ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 7. August 2012 10:48 | Permanent-Link

    Klar wird versucht die eigenen Produkte und Services zu pushen. Jedoch glaube ich nicht, dass Amazon andere Anbieter zum "Gast" machen wird. Denn dadurch würden sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Schließlich lebt Amazon von der Vielfalt.
    Aber die hauseigenen Verkaufsschlager eBook und Kindle in den Vordergrund zu stellen, macht definitiv Sinn. Ohne Frage.

stats