Pinspire: Der Pinterest-Klon für kleinere Hochzeits-Törtchen

Pinspire
Sieht aus wie Pinterest, ist aber Pinspire

Karljo Seilern ist nicht zu beneiden. Er ist der CEO von Pinspire. Das ist nicht nur ein dreister Klon der digitalen Bilder-Pinnwand Pinterest, sondern ein super-dreister Klon.  Im Interview mit Gizmodo müht sich denn auch Seilern händeringend, der Kopie aus dem Rocket-Internet-Reich der Samwer-Brüder Alexander, Mac und Oliver ein paar eigenständige Seiten abzugewinnen und kündigt zudem eigene innovative Ideen an.

Eines unterscheidet - neben dem Namen - Pinspire in der Tat  von Pinterest. Die deutsche Sprache. 

Das erinnert an die Geschichte von Alando. Die Brüder zogen das Auktionshaus nach dem Vorbild von eBay in Windeseile hoch und verkauften es schließlich für  für 43 Millionen Dollar an eBay. Für das Unternehmen war es einfacher und schneller, den etablierten Klon aufzukaufen, als mit dem eigenen Modell in den hiesigen Markt einzusteigen. Eine ähnliche Strategie kann man nun auch hinter Pinspire vermuten.

Ans Verkaufen denke man aber gegenwärtig nicht, sagt Seilern. Stattdessen wolle man eine großartige Community aufbauen.   

Pinspire sieht seine gegenwärtige Schlagkraft darin, dass die Bilder-Pinnwand  in Deutschland eben in deutsch daherkommt und damit leichte lokale Produkte und Inhalte generieren kann. Nutzer würden sich zwischen den Bildern da leichter heimisch fühlen. Die gleiche Strategie will man auch bei der Internationalisierung fahren. 

Wedding cake
Große Hochzeitstorten bei Pinterest

Nicht die Optik sei eben entscheidend, sondern die Inhalte und da unterscheide man sich dann eben doch deutlich vom Vorbild. Das zeige sich schon bei den auf beiden Plattformen so beliebten visuellen Inspirationen rund um das Thema Hochzeit.  So seien deutsche Hochzeiten selten im Freien und natürlich seien auch die Hochzeitskuchen kleiner, sagt Seilern gegenüber Gizmodo. Zum Begriff "Hochzeitstorte" gibt es bei Pinspire übrigens genau 1 Pinnwand. 

Dabei kann man sich vom Pinterest-Modell durchaus intelligent inspirieren lassen. So wie das New Yorker Start-up Fancy.  

Auch das ist ein Online-Bilder-Katalog. Fancy stellt aber über einen "Buy it"-Button eine direkte E-Commerce Option bereit und bietet zudem mit der "I want to sell it"-Funktion  Händlern eine Store-Verknüpfung an.

Auch "Deals" können über die Plattform  abgewickelt werden. Auf diese Art können beispielsweise Händler in den Verkauf von Produkten einsteigen, die von Nutzern der Plattform besondern häufig  "geliked", "gepinnt" oder wie es bei Fancy heisst, mit einem "Fancy it" versehen wurden. 

Fancy Gloves
Fancy macht das Verkaufen leichter

Klingt nach einer kopierenswerten Idee. 

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. SLB
    Erstellt 8. März 2012 11:23 | Permanent-Link

    Fancy ist auf jeden Fall eine interessante Alternative. Die machen ja in der Tat etwas neues. Ansonsten habe ich beobachtet, dass sich viele neue Portale auf eine bestimmte Zielgruppe einschießen. Aktuell sind es wohl Männer aber wieso sollen nicht auch Kinde und Senioren und xyz folgen?

    Eine tolle Auflistung einiger Alternativen: http://www.netzideen-gmbh.de/blog/pinterest-alternativen-digitale-pinnwaende-vergleich/

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