Rakuten: Auf diese Trends wettet der Internet-Riese

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 16. Januar 2013 |

beate rank rakuten
Beate Rank, Deutschland-Chefin von Rakuten

Hierzulande robbt sich Rakuten mit allerlei Optimierungen nur langsam an Amazon und eBay heran. In Japan kommt indes niemand an dem Marktplatz vorbei. Deshalb hat es Gewicht, wenn Rakuten vier Trends identifiziert, die den Onlinehandel 2013 verändern werden.

Als da wären: Noline und Payment, was  wenig überrascht. Aber auch E-Food und Videos für den Webshop. Das lässt dann doch aufhorchen.

On- oder offline? Noline!

„Multichannel“, das Schlagwort der letzten Jahre, entspricht aus Sicht von Rakuten nicht mehr der Realität des Shoppingverhaltens. Es ist eh ein Buzzword.  Weil der Kunde nicht mehr bewusst unterscheide, werde aus „online“ und „offline“ nun „noline“. Die Absatzkanäle verschmelzen. Händler stelle das vor die Herausforderung, dem Kunden über alle Berührungspunkte hinweg das Einkaufserlebnis zu bieten, das er gewohnt ist. In diesen Erwartungen liegt viel Potential für Kundenbindung – aber auch das Risiko, Kunden zu enttäuschen und damit zu verlieren. Was helfen könnte: Spezialisierte Apps, QR-Codes und Augmented Reality. Sie dürften laut Rakuten 2013 eine noch bedeutendere Rolle spielen als bisher. 

2)     Bezahlen wie ich will

Eigentlich logisch: Kunden, die nicht mehr in eingefahrenen Shoppingkanälen denken, verändern auch ihr Bezahlverhalten. Wie schnell und einfach ein Produkt bezahlt werden kann, entscheidet oft maßgeblich über den Kauf. Deshalb werden auch Bezahlmethoden über Mobilgeräte den Kaufprozess 2013 weiter verändern. Ein Besipiel sei Square, dass die Kreditkartenzahlung über kompakte, an das Smartphone anschließbare Geräte ermögliche. Das Bedürfnis, individuell über den bevorzugten Zahlungsweg zu entscheiden, wird Händlern mit einer breiten Palette an Zahlungsmethoden auch künftig einen entscheidenden Vorteil verschaffenm verspricht Rakuten.

3)     Die Online-Frischetheke – alles bitte gleich!

Das ist eine gewagte Prognose. Der noch stotternde E-Food-Markt werde  in diesem Jahr große Schritte machen. Den Grund liefert ein anderer Trend:  Same Day Delivery. Nach ersten Vorstößen steige 2013 die Nachfrage nach der Lieferung noch am Bestelltag. Das Verlangen nach schneller Lieferung bereite damit den Weg für E-Food: Logistikdienstleister wie DHL bauen ihre Infrastruktur auch für Kühlketten weiter aus und die ersten Anbieter wie MyTime positionieren sich mit dem Versand von frischen Lebensmitteln und tagesaktueller Lieferung. Damit wären wir zudem wieder beim Faktor "Noline".  Denn die unmittelbare Verfügbarkeit ist künftig kein Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels mehr, die Lieferung am gleichen Tag lässt den Unterschied zwischen On- und Offlinehandel verschwimmen.

 4)     Mehr Videos bei Händlern und Kunden

Zahlen von Rakuten Deutschland belegen, dass Videos zu Produkten den Absatz maßgeblich begünstigen: „In der Regel verkauft sich das gleiche Produkt bei in der Produktbeschreibung enthaltenen Videos durchschnittlich viermal so oft wie Produkte ohne Video“, stellt Beate Rank, CEO von Rakuten Deutschland, fest. Händler, die in Videos mit Fachwissen und Beratung punkten können, begegnen diesen Kunden auf Augenhöhe. Gut, dass etailment da gerade ein paar Tipps für Neustarter präsentiert hat. 


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Rakuten, Trends

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