Stationär + online = Multichannel. Es geht doch!

Von Marcelo Crescenti | 8. Februar 2012 | 3 Kommentare Kommentieren

Selbstverständlich haben stationäre Händler, die in Zukunft lieber nur stationär verkaufen, eine Alternative zum Multichannel: Sie können den Laden zu machen. Oder die Branche wechseln.

Ohne irgendeines Web-Standbein wird das Geschäft in Zukunft auch für Highstreet-Händler nicht mehr rund laufen. Warum? Weil die Kunden auf allen Kanälen glücklich gemacht werden möchten.

Sie wollen die Wahl haben: Einkaufsbummel in der Stadt oder Bedarfskauf im Netz. Abholung im Laden oder Versand per Post. Die Handelskunden sind so verwöhnt wie noch nie – und wollen immer mehr.

Und das gilt nicht nur für große Filialisten, sondern auch für Einzelkämpfer. Von denen gibt es immer mehr, die sich erfolgreich eine zweite geschäftliche Existenz im Netz aufbauen. Sie sind sozusagen der Beweis, dass Multichannel funktioniert. Mehr noch: Durch den Mehrkanal-Vertrieb verdienen sie sogar richtig Geld.

Der Handel Titel
Glauben Sie das nicht? In der Redaktion von "Der Handel" hatten wir anfangs auch Zweifeln, bis wir für die aktuelle Ausgabe ein Fallbeispiel nach dem anderen gefunden haben. Die fünf besten haben wir im Heft porträtiert. Da gibt es den Kofferhändler Joachim Stoll, der mit dem Webshop koffer24.de die Produkte sogar ins Ausland verkauft.

Lichthandel geht nicht im Internet? Sebastian Brink von prediger.de beweist das Gegenteil.

Und wer „Weinkellerei“ bei Google eingibt, sieht gleich auf der ersten Seite die Verlinkung auf die Weinkellerei Höchst aus Frankfurt. Im umkämpften Online-Weinmarkt hat sich das Traditionsunternehmen gut behauptet.

Da draußen gibt es noch viele dieser „Hidden Champions“, die ihre Schrammen im Netz schon geholt haben und daraus gelernt haben. Ganz abgesehen von großen Unternehmen wie Görtz, die das Crosschannel-Geschäft auch exzellent beherrschen. Also: Multichannel lohnt sich. Warum auch nicht?

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

IT-Trends: Dahin wandert jetzt das IT-Budget
Ohne Technik funktioniert im Verkaufsraum mittlerweile nichts mehr – und im Hintergrund schon gar ni ...
Topartikel
GoButler und Co: Stellen SMS-Butler den E-Commerce auf den Kopf?
Ist das die Zukunft des E-Commerce? Butler-Dienste per SMS? Gehört der Webshop bald der Vergangenhei ...
SXSW: Um diese Entwicklungen muss sich der E-Commerce drehen
Auf der SXSW in Austin, Texas, nahmen Twitter und Foursquare ihren Anfang. Doch vor allem ist die wo ...
Zalando-Vision denkt den Multichannel als Plattform
Auf dem Capital Markets Day von Zalando hat Vorstand Rubin Ritter nochmals das Wachstumsziel von min ...
10 Boxen-Startups, die sich am Abo-Commerce versuchen
Startups mit einer Abo-Box im Gepäck kommen und gehen im Wechsel. Neben bekannten Namen wie HelloFre ...
Instagram und Snapchat: Einfache Strategien, um sich ins Herz der Kunden zu knipsen
Wer Treppenlifte verkaufen will, der ist angesichts der schleichenden Alterung bei Facebook noch gut ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 8. Februar 2012 17:42 | Permanent-Link

    Überrascht mich nicht, dieses Ergebnis. Es kommt immer darauf an, ob man mit dem "Mehr" an Kanälen einen Kundennutzen erfüllt und befriedigt oder nicht. Wer einer Firma offline schon vertraut, der wird sich dieser Firma auch online nicht verschließen...Kundenbindung olé! :)

  2. Erstellt 8. Februar 2012 17:46 | Permanent-Link

    Falls ich noch einen Literaturtipp zum Thema hinzufügen darf:
    http://www.multichannelmarketing-buch.de :-)

  3. Erstellt 9. Februar 2012 14:23 | Permanent-Link

    Wer sich für das entsprechende Printheft interessiert, hier entlang: http://www.derhandel.de/news/issue/pages/show.php?id=8239

stats