Thomas Voigt: Oryx ist für Otto eine wichtige Ergänzung der Offensive

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 18. Januar 2012 |

Thomas voigt
Die Otto Group selbst und nicht der Investment-Arm eVenture Capital Partners, ist beim Oryx Project, das vermutlich bald in “A-Ventures” umbenannt wird, mit eingestiegen. Das Projekt ehemaliger Ex-Rocket-Internet-Manager will Unternehmen in den Bereichen Internet und Mobile aufbauen. Schließlich bringt man aus der Samwer-Zeit reichlich Erfahrung aus der Entwicklung von Zalando, Groupon oder eDarling mit.

Was aber treibt Otto, das laut "Spiegel Online" einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, zu Oryx? Ist die Beteiligung an der Alternative zum Samwer-Imperium eine Kampfansage an Zalando und Co, wie vermutet wird? Fünf Fragen an Thomas Voigt (Foto), Direktor Kommunikation und Wirtschaftspolitik bei Otto.

Die Otto Group beteiligt sich direkt an Oryx. Was spricht dafür, dies nicht über eVentures zu tun?  

Thomas Voigt: Mit dem Investment in den neuen Inkubator will die Otto Group eine weitere Frühphase innerhalb der Wertschöpfungskette von E-Commerce-Geschäftsmodellen abdecken. Geht es beim Investment in eVenture Capital Partners seit 2008 erfolgreich um Geschäftsmodelle in der Early-Stage-Phase, zielt der neue Inkubator auf Geschäftsmodelle im Internet-, Mobile- und E-Commerce-Bereich in der Seed- und Early-Stage-Phase.

Sieht Otto die Beteiligung also als operatives Investment und weniger als experimentelle Unternehmung?

Thomas Voigt: Auch diese Beteiligung ist ein Investment in ein operativ völlig unabhängig von der Otto Group agierendes Venture. Die Otto Group verspricht sich davon Lösungsbeiträge für zentrale Herausforderungen des Unternehmens, indem wir frühzeitigen Zugang zu Ideen, erfolgversprechenden Geschäftsmodellen und qualifizierten, unternehmerisch denkenden Talenten aus dem Business- und Technologiebereich erhalten.

Welche Rolle wird künftig eVentures spielen? 

Thomas Voigt: Die wichtige Rolle von eVenture Capital Partners bei Investments in der Early-Stage-Phase verändert sich durch das weitere Investment nicht.

Der Spiegel spricht von einem Angriff auf die Samwer-Brüder. Versteht man bei Otto das Investment gleichfalls als Bekenntnis zur Offensive im Markt der Pure Player?

Thomas Voigt: Die Otto Group investiert seit vielen Jahren offensiv und direkt in den E-Commerce und in Pure Player. Das Investment in Internet- und E-Commerce-Modelle im Frühphasenbereich ist eine wichtige Ergänzung dieser Offensive. Dabei kämpfen wir – wie andere auch - um die besten Leute, um beste Geschäftsmodelle und um die beste Leistung für die Kunden.

In welcher Form könnte sich Otto jenseits finanzieller Unterstützung in das Projekt einbringen? 

Thomas Voigt: Wie bereits erwähnt, handelt es sich um ein Investment in ein operativ völlig unabhängig agierendes Unternehmen. Wenn die geschätzten Kollegen in Berlin weitere Unterstützung anfordern sollten, bekommen sie diese vom zuständigen Otto Group Vorstand Dr. Rainer Hillebrand und seinem Team stets und gerne.

The Oryx Project


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Otto, Samwer, Oryx, Voigt

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