Waschbrettbauch für den Abverkauf - Willkommen bei Abercrombie und Fitch

Von Andre Paetzel Paetzel | 8. Juni 2012 |

abercrombie&fitch Koenigsallee Duesseldorf
Abercrombie&Fitch Koenigsallee Duesseldorf

 Es ist gar nicht mal so lange her, da eröffnete mitten in Düsseldorf, genauer gesagt auf der Königsallee, ein neuer Laden. Vor dem Laden eine Reihe gut aussehender Männer. Am Oberkörper waren die Herren nur mit einer Lederjacke bekleidet. Unter den Jacken wartete ein Waschbrettbauch. Während die Damen in der Warteschlange einen nach dem anderen fotografierten, bahnte sich der Rest den Weg durch den neu eröffneten Abercrombie und Fitch  Laden. Dieser war es nämlich, der die jungen Herren bei eisigen Temperaturen vor die Tür bestellte. Der Rest der Herren durfte sich oben in den Schaufenstern positionieren.

Für Abercrombie und Fitch  und für deren Besucher ist das nichts besonderes. Die lange Warteschlange, die Waschbrettbäuche der Models und die "düstere" und "parfümierte" Stimmung in den Läden gehören zum Markenzeichen. Denn wer es erst einmal in den Laden geschafft hat, der muss sich zwischen sehr lauter Musik und stark abgedunkelten Räumen zu seinem Wunschprodukt vorkämpfen. 

Markenerwartung online bestätigen

Und damit sich die Offline Besucher auch in der digitalen Welt zurecht finden, hat man gleich versucht, einige Dinge aus den Läden auf den eCommerce Bereich zu übertragen. Während man bei der Gestaltung vieler neuer Plattformen darauf achtet, dass die Seite viel Weißraum bietet, geht man bei Abercrombie und Fitch  genau den anderen Weg. Die düstere Stimmung, die einen Besucher auch in den Läden erwartet, wird auf der Webseite klassisch fortgesetzt.

abercrombie&fitch Startseite
Abercrombie&Fitch Startseite

 Und wie sollte es auch anders sein. Auf der Startseite erwartet den Besucher gleich ein gut gebauter Mann. So, wie man ihn erst kürzlich hätte vor einem Laden treffen können. Die Webseite ist gut aufgeräumt. Produktteaser, oder den Bestseller, wie man ihn auch anderen Seiten oft findet, sucht man hier vergebens. Man folgt hier klassisch dem Prinzip, weniger ist mehr.

Da es aber bekanntlich auch um das Einkaufserlebnis geht, hat man bei Abercrombie und Fitch  hierfür gleich einen Bereich eingerichtet. Auf der Unterseite "Experience" findet man neben der Möglichkeit, sich als Model zu bewerben, auch einen Musikstream. Dieser Stream begleitet den Besucher bei der Tour durch den Store. Zum Glück hat der Besucher im Netz die Möglichkeit, die Lautstärke selber zu regeln. In einem Abercrombie und Fitch  Store würde man sich das nämlich manchmal auch wünschen.

Adaptionen aus den realen Stores

Die Produktseiten bei Abercrombie und Fitch  sind sehr aufgeräumt und bieten dem Besucher eine hohe Farbvielfalt. Durch die kleinen Farbfelder unter den einzelnen Bildern, kann der Nutzer sich das neue Farbschema gleich an der Dame ansehen. Gleiches gilt und funktioniert natürlich auch im Men Bereich. 

Abercrombie&Fitch Produktseite
Abercrombie&Fitch Produktseite

  Aus Markensicht ist der eCommerce Bereich von Abercrombie und Fitch  insofern interessant, da man versucht , einiges aus den realen Stores zu adaptieren.
Die laute Musik, das dunkle Licht, die gut gebauten Herren. Alles Dinge, die bei A&F auf dem Markenkern einzahlen und auch im Web wieder zu finden sind. 
Jedoch zeigt sich auch hier, dass die User Experience im Produktbereich keinesfalls unter dem Erlebnis Abercrombie und Fitch  leidet. Der Kaufprozess kann und soll natürlich schnell durchgeführt werden. Sowohl für den Nutzer, als auch für das Unternehmen von Vorteil.

Einen großen Unterschied gibt es dann aber doch. Wenn in der "realen" offline Welt bei Abercrombie und Fitch  das "Prinzip der Verknappung" gilt, kommt einem das im Netz gar nicht so vor. Hier ist alles erhältlich. In allen Größen, Farben und Variationen.
Auch der Wartechlange kann man leicht entgehen.

Aber eigentlich ist es doch das, was die A&F Kunden wollen oder? 


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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Marke, Abercrombie, Fitch

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