Weihnachten und E-Commerce - 10 Tipps für ein schönes Markenerlebnis

Von Andre Paetzel Paetzel | 25. Oktober 2012 | 2 Kommentare Kommentieren

Ich habe es kaum geglaubt. Gestern morgen, ein Radiosender. Wir schreiben den 24.10.2012. Gerade noch hörte man, dass die Temperaturen heute noch auf bis zu 16 Grad steigen sollen. Nicht schlimm dachte ich mir, schließlich war es Gestern und Vorgestern ja noch warm genug.

Und plötzlich geht das Glockengeläut los. Das kann doch nicht sein oder? Während es letzte Woche schon Spekulatius und Co gab, kommt nun auf einmal ein Weihnachtslied. Bevor ich das "Christmas" von "Last ..." hörte habe ich schon umgeschaltet.

Umsatztreiber Weihnachten 

Aber nicht nur im stationären Handel freut man sich auf die Weihnachtszeit, auch die Händler im Bereich e-Commerce packen die Regale, testen die Server und ordern schon mal Päckchen und Packpapier. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft haben Onlineshopper europaweit 78 Prozent mehr Geld für Bestellungen ausgegeben als im Dezember 2010. Das Weihnachtsgeschäft brachte den deutschen E-Commerce-Unternehmen einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

Der erfolgreichste Umsatztag bei Amazon war zum Beispiel der 18. Dezember. 2,8 Millionen Produkte wurden dort bestellt, das entspricht 22 Produkten pro Sekunde. Zu den Topsellern zählten Bücher, DVD´s, Smartphone und der e-Reader Kindle.

Aber was sollten sowohl Online Händer als auch Käufer beachten? Denn auch aus Markensicht ist diese Zeit ein wichtiger Anknüpfungspunkt, wo Frust und Freude nah beieinander liegen. Wir haben für beide Seiten 5 Tipps vorbereitet, die hoffentlich eine besinnliche und stressfreie Zeit bereiten.

Und nein, sie müssen auf gar keinen Fall jetzt schon in Weihnachtsstimmung sein.

5 Tipps für den Handel

Lieferzeiten
Klare Kommunikation ist das A und O. Schließlich kaufen 43% gerne Online, weil man sich die Dinge direkt nach Hause liefern lassen kann. Keine versteckten Informationen, was man noch hätte beobachten sollen. Dies schürt den Unmut und sie sollten mit negativen Kommentaren und Bewertungen rechnen.

Produktvorstellung
Versetzen sie sich in die Lage des Kunden, gerade wenn es ähnliche Produkte gibt. Denn auch für sie ist der Umtausch lästig und sie könnten in der Zeit noch andere Produkte verkaufen. 

Angebote und Gutscheine
Natürlich gibt es auch viele, die auf den letzten Drücker noch ein Schnäppchen suchen. Aber es soll auch Leute gebendie vorab schon das ein oder andere Schnäppchen suchen und auf Angebote achten. Da würde ein frühzeitiger Gutschein natürlich weiterhelfen und das Kauferlebnis verschönern.

Usability
Denken sie daran, dass gerade zu Weihnachten auch Nutzer bei ihnen vorbeischauen, die sonst vielleicht nicht ihre Seiten besuchen. Gibt es eventuelle Barrieren, die einen frühzeitigen Abbruch auslösen könnten. Es gibt doch nichts schlimmeres als einen vollen Warenkorb, der nicht bezahlt wird. 

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Credit: Andre Paetzel // apaetzel.com

Kundenservice
 
Kommt der Kunde bei Bedarf mit ihnen schnell in Kontakt? Eine 01805 Nummer wird dann doch eher selten angerufen. Gerade als Online Shop sollten sie daran denken, dass auch ihr Kunde sich gerade Online befindet.

 

5 Tipps für den Käufer

"sofort kaufen" vs "bieten"
Nicht immer glänzt eine Auktionsplattform mit Angeboten. Schauen sie, was die Produkte wirklich kosten. Ab und an schaukeln sich die Preise der Angebote gegenseitig hoch. 

Produktbeschreibung
 
Achten sie ganz genau darauf, was für ein Produkt angeboten wird. Nicht immer ist das Produkt, das auf einem Bild gezeigt wird, auch das angebotene Produkt (Abbildung ähnlich). Achten sie auf die Artikelbeschreibung und die Inhalte des Angebots.

Bestellbestätigung
 
Haben sie auch wirklich eine Bestätigung erhalten? Schauen sie auch ruhig einmal im Spamordner nach. Denn es kann auch vorkommen, dass sie Produkte noch online bestellen können, obwohl sie gar nicht mehr verfügbar sind.

Bezahlverfahren
Setzen sie auf vertraute und bekannte Bezahlverfahren. Überweisen sie kein Geld auf private Konten oder wo sie von Anfang an denken, da stimmt doch irgendwas nicht. Bei Bedenken kontaktieren sie den Verkäufer oder kaufen sie das Produkt nicht.

Bewertungen
Auch wenn man zuletzt sehr häufig lesen konnte, dass angeblich nicht alle Bewertungen wirklich von "echten" Nutzern und Käufern geschrieben wurden.  Machen sie sich ein Bild vom Anbieter und vom Produkt. Vergleichen sie auch ruhig mal die Angebote auf unterschiedlichen Plattformen.

Mit Sicherheit gibt es noch ganz viele andere Punkte, die man beachten kann und sollte. Am besten ist, sie hinterfragen sich vorab schon einmal, damit die Zeit zwischen Mandelduft und Tannenzweigen auch wirklich entspannt wird. Im Notfall, kann man die Internetverbindung ja auch mal trennen.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 25. Oktober 2012 10:46 | Permanent-Link

    Das wichtigste vor Weihnachten ist mir die Garantie, dass das Geschenk bis zum 24. Dezember ankommt. Gerade, wenn man kurzfristig noch etwas braucht.
    Alle anderen Tipps gelten doch eh das ganze Jahr über ;)

  2. Erstellt 25. Oktober 2012 13:30 | Permanent-Link

    Lieber Martin,

    da hast du Recht, dass man das eigentlich das ganze Jahr berücksichtigen sollte. Aber ich glaube gerade jetzt werden die Punkte besonders wichtig sein :)

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