Zalando - Gelbe Karte für Retourenkunden

Zalando Paket
Schon dumm, wenn Werbung erfolgreich ist: “Schrei vor Glück – oder schick’s zurück” warb Zalando zum Start. Dann kassierte Zalando den zweiten Teil des Slogans wieder ein.  Die Retouren wurden zu sehr zum Verlustbringer.

Zwar versucht Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter in der FTD die Retourenprobleme zu verniedlichen, doch gegenüber Kunden spricht der Modeversender offenbar eine andere Sprache und ermahnt seine Kunden.  Kunden, die vom Markenversprechen aus Sicht von Zalando zu deutlich Gebrauch, bekommen die gelbe Karte. In Foren machen sie sich Luft. 

Zalando verkompliziert das Bestellverfahren der De-Shopping-Kunden: "Also wollte ich mir heute wieder was bestellen und musste feststellen, dass ich nur noch auf Vorkasse bestellen kann. Ich habe dann beim Kundenservice angerufen und die meinten zu mir ich hätte zu viele Retouren und wäre daher "nicht wirtschaftlich genug" und würde eine Zeitlang vom Rechnungskauf ausgeschlossen werden", schildert ein Kunde das Vorgehen.  Kein Einzelfall.

Andere Kunden erhielten zudem offenbar mahnende Mails, dass sie nicht so viele Retouren schicken sollten.

"Das momentane Verhalten von Zalando offenbart, dass die Retourenquote den Verantwortlichen zunehmend ein Dorn im Auge ist. Insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Exit-Strategien bzw. Börsenpläne soll das Unternehmen auf Profitabilität getrimmt werden", kommentiert Marc Pöpplow in der e-commerce-Lounge.

Allerdings: Völlig unüblich ist es bei Online-Shops nicht, Kunden mit eher überdurchschnittlichem Umtauschverhalten, Steine in den Weg zu legen.  Das margenvernichtende De-Shopping ist schließlich längst zum Volkssport geworden. 

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: E-Commerce

Schlagworte: Zalando, Retouren

Kurz vor 9: Amazon-Verbot für Händler bei Mammut,

Kurz vor 9: Amazon-Verbot für Händler bei Mammut, PayPal, Uber, Toys´R´Us, Docdata, Skrill, Amazon, Zappos, House of Fraser

Mammut: Das wird vielen Händlern nicht schmecken. Mammut legt seinen Schweizer Händlern im Web die D ...

Topartikel

freundin kaufen facebook

Kaufen Sie sich eine "echte" Freundin auf Facebook

Das Wochenende naht. Zeit für ein buntes Thema aus dem Randbereich des E-Commerce. Eine brasilianisc ...
Wie Zalando und Otto gegen Retouren kämpfen

Wie Zalando und Otto gegen Retouren kämpfen

Kosten sparen, überleben gar, das kann gerade in der Modebranche von jedem halben Prozentpunkt abhän ...
Die inoffizielle Liste alle 200 Ranking-Faktoren bei Google

Die vielleicht ultimative inoffizielle Liste aller 200 Ranking-Faktoren bei Google

Guter Content? Check. Sinnvolle Keywords? Check? Zufriedenstellende Social Signals? Check. Ordentlic ...
Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Payment: So zahlen die Deutschen wirklich im Web

Zu den Payment-Vorlieben der Deutschen in Onlineshops kursieren ungefähr so viele Studien wie Zahlve ...
Personalisierung: Wenn die Daten den Kunden verstehen

Personalisierung: Wenn die Daten den Kunden verstehen

Käsetheke – das war das Stichwort im Mail-Betreff als ich mit Andreas Schönenberger ein Interview ve ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 16. April 2012 21:53 | Permanent-Link

    Und genau deshalb trauen sich viele französische Pure Player nicht nach Deutschland... U.a. Kleine wie wir mit www.astelos-senior.com. Sollen wir das probieren? Dann suchen wir aktiv nach Partner...

stats