Zurück zu den Wurzeln: Quelle macht wieder in Mode

Von Bert Rösch | 13. Juli 2012 |

KLEIDUNG ACCESSOIRES günstig kaufen – Preise auf quelle.de
Tim von Törne, Chef von Quelle.de, wies kürzlich gegenüber etailment darauf hin, dass es für sein Unternehmen keinen Grund zum Pessimismus gebe: "Sicherlich haben wir noch nicht ganz das Niveau erreicht, das wir uns mit unseren ambitionierten Zielen gesetzt haben.  Trotzdem sehen wir insgesamt eine positive Entwicklung."  Neue Impulse soll jetzt, ein Jahr nach dem Start der Otto-Tochter, der Modehandel bringen. Seit dem gestrigen Donnerstag bietet Quelle.de auf seiner Plattform Damenoberbekleidung, Herrenanzüge, Kindermode und Accessoires an. Sie werden in der neuen Kategorie Kleidung & Accessoires zusammengefasst. Dazu kommt Sport- und Outdoor-Bekleidung, die im bereits bestehenden Channel Sport & Hobby zu finden ist.

Allerdings sind die Modeprodukte – anders als die Baumarkt-, Elektronik- und Wohnartikel – nicht in das Quelle-Sortiment integriert. Stattdessen verlinkt die Plattform aus ihren Übersichtslisten hinaus in Online-Shops von rund 100 Modeanbietern, darunter auch die Otto-Marken H.I.S. und Arqueonatas.

Die Links werden von der Shopping-Suchmaschine Shopping24 geliefert, die ebenfalls zur Otto Group gehört. Die Abrechnung erfolgt auf Cost-per-Click-Basis. Bei den Produkten, die fest ins Quelle-Sortiment integriert sind, kassiert der E-Commerce-Anbieter dagegen Provisionen von 7 bis 15 Prozent, bei Modeschmuck und Uhren sind es sogar 20 Prozent.

toerne quelle
Quelle.de-Chef Tim von Törne

Quelle reagiert mit dem neuen Modeangebot auf die Bedürfnisse der Nutzer. „Bei uns suchen alte Quelle-Kunden nach wie vor nach Kleidung. Das konnten wir bislang nicht anbieten“, berichtet Quelle-Geschäftsführer Tim von Törne. Besonders groß sei die Nachfrage nach Damenoberbekleidung gewesen, so dass diese voraussichtlich den Schwerpunkt des Sortiments bilden werde.

Die genaue Zusammensetzung des Portfolios werde sich abhängig vom Nutzerverhalten entwickeln. „Wir werden nach Auswertung der Nachfrage gezielt sowohl bestehende Handelspartner als auch weitere Händler ansprechen“, sagt der ehemalige Skype-Deutschland-Chef. Diese haben dann die Möglichkeit, ihre Produkte entweder zu verlinken oder in die Plattform einzustellen. Langfristig soll das Modesortiment mindestens 10 Prozent des Gesamtangebotes ausmachen.

Die Marke kehrt damit zu ihren Ursprüngen zurück. Schließlich war der Handel mit Mode das Kerngeschäft des 2009 pleite gegangenen Versandhändlers Quelle gewesen. Otto hatte im November 2009 die Marken- und Domainrechte des Mitbewerbers übernommen. In Österreich und der Schweiz betreibt die Otto-Tochter Unito unter dem Namen Quelle klassischen Versandhandel.

Dagegen startete hierzulande im August 2011 mit Quelle.de ein reines Online-Marktplatz-Konzept mit den Schwerpunkten Elektronik und Wohnen. Das Händlernetz umfasst derzeit rund 500 Unternehmen, die über eine Million Artikel anbieten. Das Handelsvolumen liegt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Mittelfristig strebt Törne einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag an.

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, plant der ehemalige Deutschlandchef von Skype den Einstieg in die klassische Werbung: Im Gespräch seien diverse Printaktivitäten und Fernseh-Spots. Kataloge seien aber kein Thema. „Ich sehe nicht, wie man eine Marktplatz-Dynamik über einen Printkatalog angemessen darstellen kann“, sagt Törne. In der Startphase hatte sich Quelle allein auf den Online-Kanal konzentriert, insbesondere Banner-Werbung, Suchmaschinen-Werbung, Affiliate-Marketing und die Listung in Preisvergleichsportalen.

Ebenfalls in Planung ist der Start eines Outlet-Bereichs. Dieser soll in den kommenden Wochen online gehen und stark reduzierte Ware von Handelspartnern aller Kategorien anbieten. 

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Thema: E-Commerce

Schlagworte: Quelle.de

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