Die 8 besten PPC-Tipps: wie Onlinehändler ihre Pay-per-Click Kampagnen optimieren können

Von Gastautor | 8. Juni 2016 |

Die 8 besten PPC-Tipps: wie Onlinehändler ihre Pay-per-Click Kampagnen optimieren können
Laut einer Studie von eMarketer betrug der Anteil der digitalen Kanäle 2015 bereits ein Drittel der weltweiten Gesamtausgaben für Werbung und es wird erwartet, dass diese Zahl in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen wird. Für Händler bedeutet dies, dass der Wettbewerb im Onlinemarketing immer weiter zunimmt, sodass die Optimierung von PPC-Anzeigen Priorität haben sollte. Bastien Duclaux, Mitgründer und CEO von Twenga Solutions, erklärt in einem Gastbeitrag für etailment die 8 besten Tipps zur Optimierung von Pay-per-Click Kampagnen.

1. Segmentieren Sie Kampagnen

Google Shopping und AdWords bieten Ihnen die Möglichkeit, Gebote auf Produkt- oder Keyword-Ebene abzugeben. Diese Funktion wird jedoch von vielen Werbetreibenden nicht wahrgenommen. Beim Online-Handel ist es besonders wichtig, Ihre Google Shopping-Kampagnen so fein wie möglich zu segmentieren, da Ihr Angebot möglicherweise saisonal ist und einzelne Artikel sehr unterschiedliche Gebotswerte haben. Sie könnten zum Beispiel im Bereich Damenbekleidung einfach nur eine einzelne Anzeigengruppe für alle Damenbekleidungsanzeigen erstellen, doch dies könnte zu einer schlechten Performance führen. Es wäre viel besser, Ihre Produkte in Gruppen wie Blusen, Hosen, Shorts usw. zu unterteilen. Auf diese Weise haben Sie mehr Kontrolle über die Gebote und können zum Beispiel entsprechend der Saison bieten. Dies könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen, denn es ist möglich, ein verschiedenes Gebot für jedes einzelne Produkt abzugeben. Wenn Sie also wissen, dass gelbe Shorts sich besser verkaufen als grüne, können Sie Ihre Gebote entsprechend anpassen.

2. Richten Sie den Fokus auf äußere Bedingungen

Bei der Bewertung der Performance von Kampagnen kommt man leicht in Versuchung, sich auf die Gründe niedriger Verkaufszahlen zu konzentrieren. Vielleicht sollten Sie aber auch darauf achten, wann Ihre Kampagnen am besten laufen? Indem Sie nach den Gründen für eine gute Performance suchen, können Sie herausfinden, ob Ihre Verkaufszahlen von äußeren Bedingungen wie der Tageszeit, der Geräte der Nutzer oder dem Wetter abhängen. An diese Faktoren können Sie dann Ihre Gebotsstrategie anpassen.

3. Verwenden Sie standortabhängige Gebotsanpassungen

Ziehen Sie für Google Shopping- und AdWords-Kampagnen standortabhängige Gebotsanpassungen in Betracht. Beliefern Sie ausschließlich eine bestimmte Region? Beschränken Sie, wer Ihre Anzeigen sehen kann. Gibt es Regionen, die sich mehr auszahlen als andere? Erhöhen Sie Ihr Gebot!

4. Nutzen Sie Anzeigenanpassungen

Der Autor: Bastien Duclaux

Bastien Duclaux ist der CEO von Twenga Solutions, Anbieter von Lösungen zur Optimierung der Kundenakquise von Onlinehändlern, insbesondere für Google Shopping und AdWords.

Nach dem gemeinsamen Ingenieurstudium in Frankreich, mehreren Stationen in der Strategieberatung von Technologieunternehmen sowie dem Launch einiger erfolgreicher Start-ups, gründen Bastien Duclaux und Cédric Anès 2006 das Preisvergleichsportal Twenga, das wenige Jahre später um Twenga Solutions erweitert wird.

Heute hat das Unternehmen über 150 Mitarbeiter und hilft 4000 Kunden in ganz Europa dabei, ihre Performance zu verbessern. Twenga Solutions ist auch ein Premium-KMU-Partner von Google, um kleineren E-Commerce-Unternehmen den Zugang zu dieser wichtigen, aber komplexen Werbeplattform zu erleichtern.

Das Überarbeiten von Anzeigen kann zeitraubend sein und wie man so schön sagt: „Zeit ist Geld“. Anzeigenanpassungen ermöglichen Ihnen die Erstellung von Anzeigenvorlagen mit Variablen, die genau bestimmen, wie ein Feed die Vorlage automatisch und ohne ein Validierungsverfahren aktualisiert.

5. Finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal

Die Beschreibungstexte in AdWords geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre Kampagnen mit dem gewissen Extra zu versehen. Während viele Werbetreibende dazu tendieren, den Fokus auf das jeweilige Produkt oder die Kategorie zu legen, können Sie sich stattdessen auch auf Ihr Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Point) konzentrieren, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Kostenloser Versand ist heutzutage nahezu Standard, setzen Sie deshalb zum Beispiel besser auf die Versanddauer.

6. Fügen Sie auszuschließende Keywords hinzu

Das Hinzufügen auszuschließender Keywords ist ein wichtiger Teil des Kampagnen-Managements. Es hilft Ihnen nicht nur, Ihr Zielpublikum genauer einzugrenzen und sicherzustellen, dass mehr ernsthaft interessierte Nutzer Ihre Seite anklicken, es kann Ihnen auch dabei helfen, Ihre Gebotsstrategie zu überarbeiten. Durch die Verwendung von auszuschließenden Keywords zum Beispiel zur Trennung des Brand Traffic vom Non-Brand Traffic können Sie auf Markenartikel und somit auf Nutzer, die sich näher am unteren Ende des Verkaufstrichters befinden, höhere Gebote abgeben.

7. Separate Strategien für Desktop- und Mobilkampagnen

Sie können für Mobilgeräte eine exakte Kopie Ihrer Desktop-Kampagne erstellen. In der ersten Kampagne werden mobile Gebote auf –100 % gesetzt, d.h. die Kampagne ist ausschließlich für Desktop- und Tablet-Nutzer. In der Kopie können Sie dann die mobilen Gebote abgeben. Erfahrungsgemäß sind Anzeigen für Mobilgeräte in der Regel ein wenig günstiger als in der Desktopversion, deshalb muss hier kein ganz so hohes Gebot abgeben werden.

8. Bieten Sie eine personalisierte Benutzererfahrung

Während Remarketing-Listen für Suchanzeigen in AdWords schon seit einiger Zeit verfügbar sind, wurde dieses Feature in Google Shopping erst im Oktober 2015 hinzugefügt. Das ist eine gute Nachricht für werbetreibende Händler, da die Personalisierung zu einem unverzichtbaren Bestandteil von PPC-Strategien wird. Sie können Remarketing-Listen für Suchanzeigen nutzen, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen: Nutzer, die bestimmte Produkte oder Seiten angesehen haben, Warenkorbabbrecher, Käufer usw. Personalisierung stellt allerdings aufgrund mangelnder Zeit und Expertise ein erhebliches Hindernis für viele Onlinehändler dar. Fortschrittliche Automatisierungslösungen können nicht nur helfen, das Nutzererlebnis zu personalisieren und an den jeweiligen Status des Nutzers im Kaufzyklus anzupassen, sondern diese Optimierungen sogar in Echtzeit vornehmen.


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Thema: Marketing

Schlagworte: Google Shopping, PPC

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