Neue Google-Anzeigenplätze: So wirkt sich das Monopol von Seite 1 für SEA und Klicks aus

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 10. März 2016 |

Die geänderte Anzeigenausspielung von Google in den Suchergebnissen haben bislang nur zu einer kaum  merklichen Verteuerung der Anzeigenplätze geführt. Das ist die gute Nachricht für Händler. Die  schlechte News:  Noch mehr Ad-Klicks als bislang konzentrieren sich auf die erste Seite der Suchergebnisse. Die Folgen sind erheblich.

 

Statt bisher drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen und einer flexiblen Anzahl von Ads rechts daneben, werden  seit Ende Februar wie auf Tablets und Smartphones bis zu vier Anzeigen über und bis zu drei unter der organischen Suche angezeigt. Die geänderte Anzeigenausspiegelung stärkt nochmals das  Traffic-Monopol der Seite 1 bei Google. Das geht aus einer Analyse der Performance-Marketing-Plattform Intelli Ad und der Agentur Ad Agents hervor.

86 Prozent der Ad-Klicks entfallen nun auf die sieben Top- und Bottom-Platzierungen. Vor der Umstellung erzielten die Anzeigen über und neben den organischen Ergebnissen zusammen 71 Prozent der Klicks. Mehr als die Hälfte des Traffics entfällt dabei allein auf Position 1.

Klickstark präsentieren sich die dabei Anzeigen unterhalb der organischen Suchergebnisse nach der Umstellung. Sie erzielten über 19 Prozent des gesamten Ad-Klickvolumens am Desktop – und damit mehr als das Dreifache der bisherigen Anzeigen, die seitlich platziert waren. Tatsächlich war die Position "Bottom 1" mit nahezu 10 Prozent der Klicks noch vor der Position "Top 2" die am zweit häufigsten geklickte Anzeigenposition.

Neue Google-Anzeigenplätze stärken Traffic-Monopol von Seite 1
Die Auswirkungen der neuen Anzeigenplätze von Google (Grafik: Ad Agents/IntelliAd)

Das geringere Angebot an Werbeplätzen hat indes derzeit nur zu einem Anstieg des durchschnittlichen Preis pro Anzeigenklick (CPC) um zwei Prozent geführt. Allerdings sind Desktop-Anzeigen für Werbetreibende deutlich teurer als mobile Anzeigen (CPC plus 14 Prozent). Mit ein Grund: Die Conversion Rates am Rechner liegen deutlich höher als am Handy. Also ist auch der Wettbewerb um die besten Plätze härter und teurer.

Für Händler und Werber heißt das nun:

  • Traffic gibt es eigentlich nur noch bei einer Platzierung auf der ersten Seite.  
  • Es kann sich rechnen, eine der hinteren Positionen zu buchen, weil die günstiger sind, aber nun mehr Traffic versprechen.
  • Die Macht der Seite 1 und die Übersichtlichkeit der rechten Seite verpflichten mehr denn je zu klug optimierten Shopping-Kampagnen.

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Thema: Marketing

Schlagworte: seo, SEA

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