Omnichannel startet durch - so steht’s in den USA

Von Stephan Lamprecht | 16. Oktober 2015 |

Omnichannel startet durch - so steht’s in den USA
Die National Retail Federation (NFR) hat die Angebote von 120 Händlern in den USA unter die Lupe genommen und einen Omnichannel Retail Index vorgestellt. Welchen Service bieten die Unternehmen dort an? Wer liegt vorne oder hat noch Nachholbedarf? Der Report lässt auch Rückschlüsse zu, mit welchen Services Händler aus Deutschland bei der Kundschaft punkten könnten.

Neiman Marcus, Nordstrom und Home Depot dürfen einen Moment vor Stolz innehalten. Denn der neue Index sieht diese Unternehmen ganz weit vorn in Sachen Omnichannel. Von diesen bekannten Namen kann der Handel eine Menge lernen.

Serviceangebote, die für Händler in den USA unverzichtbar scheinen

Der Omnichannel Index bietet einen Einblick in die Angebote, die den Kunden gemacht werden:

  • Produktverfügbarkeit in den Filialen: Gut die Hälfte der Händler zeigt den Kunden online auf den Produktdetailseiten die Verfügbarkeit von Produkten in den Filialen an. Ebenfalls 50 Prozent bieten mobilen Nutzern einen Einblick in die Warenverfügbarkeit vor Ort.
  • Click & Collect: Immerhin ein Viertel der Unternehmen lässt den Kunden online kaufen, ihn aber die Ware auf Wunsch in der Niederlassung vor Ort abholen.
  • Click to call: Die Wichtigkeit von Mobile Commerce im Rahmen des Multikanal-Ansatzes unterstreicht das Angebot einer Rückruffunktion auf den mobilen Webseiten. Dreiviertel der Unternehmen bietet inzwischen einen solchen Service an.
  • Kanalunabhängiger Warenkorb: Zum Standard darf inzwischen (zumindest in den USA) die Funktion des kanalübergreifenden Warenkorbs zählen. 84 Prozent der Händler offerieren diese Funktion, mit der die Kunden ihre Einkäufe nahtlos auf anderen Geräten fortsetzen können.
  • Warenkorbspeicherung: Und immerhin noch 60 Prozent bieten die Möglichkeit, den Warenkorb für einen späteren Besuch zu speichern.

Kostenlose Rücksendung - Paketdienste reagieren

Bei gut der Hälfte der Händler dürfen die Kunden Waren kostenlos zurückschicken. Ein Service, der natürlich empfindlich auf die Marge insgesamt drückt. Und dieser negative Einfluss dürfte sich noch verstärken. Denn in den USA haben die ersten Paketdienste auf das gesteigerte Versandvolumen bereits reagiert. UPS und FedEx haben neue Tarife lanciert, die stärker die Größe einer Sendung berücksichtigen. Wer also viel "Luft" transportiert, muss seine Verpackungen optimieren und natürlich auch dafür sorgen, dass die Kunden gleichfalls ein kompaktes Paket zurücksenden können, auch wenn bereits Ware entnommen wurde.

Der Report kann unter dieser Adresse bestellt werden.


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Trendreport: Wie alltaugstauglich sind die Zukunftsvisionen für den E-Commerce?
Über 12.000 Produkte im ersten richtigen Virtual-Reality-Kaufhaus; ein Vertriebs-Bot, der E-Mails an ...
Topartikel
Kurz vor 9: Amazon erschreckt mit massiven Verlusten, PayPal, eBay, Urbanara, Apple,
Amazon ist die Produktsuchmaschine Nummer 1 der Deutschen. Gute Sichtbarkeit im Ranking kann daher d ...
Die Top 100 der umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland
Die Dominanz der Top 3 im deutschen Onlinehandel - Amazon, Otto, Zalando - ist schier erdrückend. Zu ...
Christoph Lange, Zalando
Christoph Lange ist VP Brand Solutions bei Zalando in Berlin. Als Mitarbeiter Nr. 3 kam er 2008 zu Z ...
Rewe Digital: Schweizer Taschenmesser im Kampf gegen Amazon
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Eine Studie der News-Organisation ProPublica zeigt gerad ...
Marc Opelt
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!Den Satz kennen Sie sicher: Kunden brauchen keine Bohrma ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats