E-Food: 4 Beispiele für Stellschrauben im Onlinehandel

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 26. Oktober 2012 | 1 Kommentar Kommentieren

EmmasEnkel Polytouch
Wer mit E-Food  punkten will, der muss auch trommeln und sich richtig positionieren.

etailment stellt 4 Beispiele vom  3. Deutschen E-Food-Kongress in Wiesbaden vor und zeigt, welche Stellschrauben Bringmeister, Emmas Enkel, Supermarkt. de und der Near-Food-Anbieter Noblego nutzen.

Bringmeister: Offline-Stammkunden für das Web begeistern

Bringmeister.de, die Online-Marke von Kaisers und Tengelmann, forciert die jüngst gestartete E-Food-Dachmarke inzwischen auch mit Werbung am Point of Sale, mit Plakatwerbung oder auch mit speziellen Rabatten für Online-Kunden auf dem Kassenbon. Stationäre Kunden für den Onlineshop interessieren – ein mutiger Versuch. Bringmeister zielt mit seinem Lieferservice in Berlin, München und Düsseldorf vor allem auf Stammkunden. Schnäppchenjäger sind nicht gefragt. Man hoffe vielmehr auf Konsumenten, denen die Bequemlichkeit und die Zeitersparnis im Onlinehandel etwas wert sei. Im Web wolle man keine Rabattschlachten führen, heißt es. In der Filiale und im Webshop bietet die Mülheimer Handelskette deshalb in der Regel auch unterschiedliche Preisaktionen an.

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Emmas Enkel: Touchpoints als Marketing-Tool

Emmas Enkel in Düsseldorf zeigen, dass man sehr wohl über das Web Lebensmittel verkaufen kann. Der Webshop erwirtschaftet inzwischen den größeren Teil des Umsatzes. Nun liefert der Händler ein Teil-Sortiment sogar bundesweit aus, will mit weiteren Stores wachsen. Dabei haben die Gründer Benjamin Brüser und Sebastian Diehl ein gutes Gespür für das Marketing: Der kleine Laden mit guter Stube samt Sofa und Kinderspielecke ist ein Stück weit Marketing-Tool. Das gilt erst recht für Kontaktpunkte wie das Polytouch-Display im Markt oder die virtuelle Regalwand vor der Tür, an der per QR-Code mit dem Smartphone bestellt werden kann. Der Umsatzeffekt ist nahe null. Aber die Innovationen erzeugen immer wieder PR-Effekte.

EmmasEnkel Polytouch

Supermarkt.de: Vertrauen schaffen

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Lebensmitteleinkauf ist auch Vertrauenssache. Dabei hilft in der Regel die stationäre Präsenz. Dominik Mühl, Gründer von Supermarkt.de, glaubt, dass es auch als Pure Player funktionieren kann. Er beurteilt die Aussichten für den Markt optimistisch: „Unsere Erkentnisse decken sich nicht mit den Beobachtungen der Marktforscher und Berater.“ Entscheidend für den Erfolg seien, neben Qualität und Service, in erster Linie das Sortiment, das zumindest alle Warengruppen abdeckt, und kundennahe Lieferzeiten. Supermarkt.de liefert bei einer Bestellung bis 11 Uhr noch am selben Tag. Bislang aber liefert der im Dezember 2011 gestartete Onlinehändler nur im Hamburger Raum. Binnen drei Jahren will Mühl das  Konzept in den großen Metropolen multiplizieren.

Noblego: Mit SEO punkten

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#Das Near-Food-Segment hat es im Lebensmittel-Onlinehandel durchweg leichter. So hat sich der Zigarrenversender Noblego, erst im Frühjahr gestartet, inzwischen zu einem der Top-Anbieter gemausert. Das liegt nicht nur an einer hochwertigen und content-orientierten Präsentation im Web, oder am gelungenen Premium-Packaging und den Serviceleistungen, sondern insbesondere an einer cleveren SEO-Strategie. Weil für Tabakprodukte keine Google Adwords erlaubt sind, punktet Suchmaschinenoptimierung nämlich umso mehr. Das Start-up hat zudem das Know-How etlicher einstiger Top-Manager von Rocket Internet im Rücken. Sie wollen Noblego zum Zalando für Zigarren machen. Doch die Pläne reichen über Zigarren hinaus. „Versandhandel für hochwertige Genussmittel“ ist das Ziel.

E-Food ist auch eines der großen Branchenthemen beim 4. Europäischen Online-Handelskongress – etailment Summit 2012 am 19. und 20.November in Berlin.


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Thema: Marketing

Schlagworte: e-Food

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 26. Oktober 2012 16:15 | Permanent-Link

    Vielen dank für diesen vollumfänglichen Zukunftsmarkt und das vorgehen der einzelnen Player.

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