Nach #koelnhbf: Onlinehandel spürt die Aufrüstung

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 11. Januar 2016 |

Die deutschen Kunden reagieren auf die Ereignisse der Kölner Silvesternacht offensichtlich mit einem stärkeren Sicherheitsbedürfniss und einem wachsenden Drang, sich selbst zu bewaffnen. Das spürt auch der Onlinehandel. Immer mehr Menschen decken sich mit im Onlinehandel frei erhältlichen Waffen ein, um sich selbst zu verteidigen.

Pfefferspray, Gaspistole, Elektroschocker, kleiner Waffenschein. Schon bei Google Trends, dort lässt sich anhand der Zahl der Suchanfragen das Interesse der Nutzer an einem Thema ablesen, verzeichnet einen gewaltigen Anstieg der Suchen zu Selbstverteidigungsmitteln. Das Suchvolumen ist somit ein deutliches Barometer für das gestiegene Sicherheitsinteresse und wohl auch für ein gestiegenes Bedrohungsgefühl.


...
Nachfrage nach Pfefferspray und Co. steigt nach Kölner Übergriffen - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Nachfrage-nach-Pfefferspray-und-Co-steigt-nach-Koelner-Uebergriffen-id36561422.html
Damit verstärkt sich ein langfristiger Trend. Info Meinhard, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), schätzt, dass sich schon 2015 der Umsatz mit Pfefferspray, Reizgas oder Schreckschusswaffen im Vergleich zum Vorjahr "mindestens verdoppelt" habe.
Vom gestiegenen Sicherheitsbedürfnis profitiert natürlich auch gerade Amazon. Google registriert beispielsweise eine Steigerung der Suchanfragen nach "amazon pfefferspray" um 180 Prozent.

Damit nicht genug: In der Kategorie Sport & Freizeit, wo sonst Fitness-Armbänder und Co auf den vorderen Plätzen rangieren, sind derzeit die ersten 12 Plätze bis auf eine Ausnahme von diversen Pfeffersprays belegt. 3 der ersten 6 Aufsteiger des Tages in der Kategorie sind Pfeffersprays. Einzelne Produkte haben dabei um bis zu 188 Prozent zugelegt. Anderen Onlinehändlern dürfte es ähnlich gehen, meldet doch der stationäre Handel vielfach: Ausverkauft.
Nach #koelnbhf: Onlinehandel spürt die Aufrüstung


Die Anbieter wissen die Lage zu nutzen. So wirbt Hersteller Umarex auf seiner Fanpage mit dem Hinweis "Wenn eine Armlänge nicht ausreicht" und spielt damit mit dem unglücklichen Vorschlag von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Frauen sollten zu Fremden „eine Armlänge“ Abstand halten.
Nach #koelnbhf: Onlinehandel spürt die Aufrüstung

Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: Marketing

Schlagworte: Amazon, waffen

Kurz vor 9: Alibaba vor Einstieg bei Wirecard,
Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser! eBay ist auf 16 verschiedenen Social-Media-Kanälen präs ...
Topartikel
Google Shopping und Vergleichsportale: So profitieren Händler vom Wettbewerb
Tausendundein Angebot – ein unvergleichliches Merkmal des Internets, das mittlerweile zur Anlaufstel ...
Warum Amazon die Familie pampert
Angesichts von 70 Millionen Prime-Kunden, die bei Amazon für 60 Prozent des Umsatzes sorgen, weil si ...
12 Fakten, die das Potenzial von Virtual Reality greifbar machen
Virtuelle Welten werden künftig usnere Kaufentscheidungen bestimmen. Das sagt die Glaskugel von Zeis ...
Ein Besuch in der Nische - so präsentieren sich Shops für Modellsammler
Anfang des Monats haben wir uns für Sie einmal den Weinhandel im Web angesehen. Ein lukrativer Markt ...
Etailment Summit: kein Platz für nebulöse Buzzword-Folien im Digital Commerce
Mehr Touchpoints, mehr Marktplätze, mehr Daten, mehr Digitalisierung, mehr Omnichannel, mehr Zukunft ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats