Andre`s Ansichten: Wenn Slogans aus der Offline Werbung Online nicht zu finden sind

Von Andre Alpar | 19. April 2012 | 3 Kommentare Kommentieren

andrealpar
Printanzeigen, welche in der größten Schriftart einen Slogan oder Claim tragen, den ein Unternehmen prägen will, faszinieren Menschen im Suchmaschinenmarketing. Denn hier wird unglaublich viel Potenzial verschenkt.

Andre Alpar, Partner der Berliner SEO-Agentur AKM3 & CMO beim Online Zigarren Händler Noblego.de und neuer Kolumnist bei etailment, macht klar:  Hier wird an Google und am Kunden vorbeigetextet:

r+v werbung

Man schaue sich beispielsweise ein paar ausgewählte Anzeigen aus Archiv von Horizont.net an. Der Reifenhersteller Kumho wirbt mit „Leidenschaft drin. Kumho drauf.“ Das Mineralwasser Sachsenquelle wirbt mit „Macht nicht schön aber durstig“. Die R + V Versicherungen werben mit „Ihr + an Solidarität“, der Praktiker Baumarkt mit „Geht nicht, gibt´s nicht“. Die Liste von Beispielen ließe sich endlos fortsetzen.

Ob das nun richtig oder geschickt ist, soweit wollen wir uns nicht vorwagen. Schuster bleib‘ bei deinen Leisten. Allen Anzeigen sind aber mindestens zwei Eigenschaften gemein:

Zum einen erkennt man eigentlich erst im zweiten Schritt und nach genauerem Hinschauen, wofür eigentlich geworben wird.

Zum anderen kann man über Suchmaschinenanfragen nur selten herausfinden, wer hinter einem Slogan/Claim steckt.

Oftmals hat man sich nur den Slogan gemerkt – sucht man bei der Suchmaschine seines Vertrauens nach dem Slogan, so kann man kein sinnreiches Ergebnis des Werbetreibenden finden – weder über SEO noch über SEA!

geht nicht gibts nicht Google Suche
Spurensuche: Und wo bitte gehts zu Praktiker?

Hier die oben genannten Beispiele mal bei Google nachgeschlagen: Kumho, Sachsenquelle, R+V und Praktiker. Allein der Praktiker-Slogan wird in der weitgehenden Suche 1300 Mal monatlich gesucht – sicherlich suchen nicht alle nach der Werbung.  

Allerdings deutet Google Suggest mit der Empfehlung „Geht nicht gibt’s nicht werbung“ darauf hin, dass doch einige Suchende genau auf Informationen zum Werbeslogan abzielen.

Es ist interessant, dass weder die Werbetreibenden noch deren Wettbewerber sich Mühe geben, die sicherlich nicht günstig geprägten Claims und Slogans, dann auch im Pull Medium Suche abzusichern. Glaubt man nicht, dass die Werbung wirken wird? Oder glaubt man nicht, dass sich die Wirkung der Werbung in der Suche / im Internet widerspiegeln wird?

 

andre alpar
Über den Autor:  Andre Alpar war mehr als drei Jahre lang Director Online Marketing bei Rocket Internet und beriet ausgewählte Portfolio-Unternehmen in strategischen Fragen des Online Marketing. Unter anderem hat er dort Projekte wie eDarling, Zalando und Groupon mitbetreut. Seit 2012 ist er Partner der Online-Marketing-Agentur AKM3: Alpar gründete bereits mehrere Unternehmen und ist als Business Angel aktiv. Er bloggt unter Andre.fm sowie für AKM und twittert unter @andrealpar. Für etailment schreibt er nun regelmäßig in einer Kolumne über seine Sicht der Dinge in Sachen Online-Marketing.

AKM3 Agentur
Über AKM3:  AKM3 ist eine Online-Marketing Agentur mit Schwerpunkt Suchmaschinenoptimierung (SEO). Insbesondere durch das internationale Linkmarketing hebt sich AKM3 von anderen SEO-Agenturen ab. Bei der 2010 gegründeten AKM3 arbeiten mittlerweile über 50 Mitarbeiter. So kann für international agierende Kunden bereits für 15 Länder skalierbares Linkmarketing umgesetzt werden. Weitere Themenschwerpuunkte sind Reputation Management, Local SEO, Google Shopping und Universal Search Optimierung sowie SEA.


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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Erstellt 19. April 2012 16:17 | Permanent-Link

    Stimmt schon, aber der Slogan ist ja nur ein kleiner aber wesentlicher Punkt im Brand Building für die Awareness. So sind ja heutzutage Slogans wie "Schrei vor Glück!" mit dem dazugehörigen Werbespot in all unseren Hirnen verankert und natürlich auch in der Search dargestellt (woher das wohl kommt?). Ich denke allerdings, dass der bekannte Schuhändler eher über direkte Type Ins bzw. gezielte Suchanfragen direkte Umsätze erzielt. Für die Customer Journey allerdings ein äußerst interresanter Artikel, um die Push and Pull Geschichte bestestens nutzen zu können.

    Viele Grüße,

    Sebastian

  2. AG
    Erstellt 20. April 2012 09:00 | Permanent-Link

    guter Tipp, dass sich der Wettbewerb einen Claim im Web absichern soll ;-)
    Das füllt die Kassen der diversen Anwälte.

  3. Erstellt 22. April 2012 14:45 | Permanent-Link

    Markenclaims werden meiner Meinung nach noch zu wenig in der Suche abgebildet.
    Ich stimme Andre zu, dass es hier noch viele SEO Chancen gibt.

    Zalando hat im SEA und SEO immer stark mit seiner Markenbotschaft und Markennamen gearbeitet und jetzt sieht man das Ergebnis. Ein sehr gutes Vorbild.

    Gruß

    Lars Heinemann

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