22 Beacon-Startups, die man kennen sollte

Von Julian Heck Julian Heck | 6. Februar 2015 | 3 Kommentare Kommentieren

Diese winzig kleinen Funksender sind so unscheinbar und doch so relevant. Die sogenannten Beacons sind es nämlich, die den stationären Handel – und nicht nur ihn – in eine digitale Welt überführen. Besonders zu Marketing-Zwecken werden die auf Bluetooth Low Energy (BLE) basierenden Sender gerne verwendet. Wir haben uns mal 22 Unternehmen herausgepickt, über die man in diesem Zusammenhang schon mal etwas gehört haben sollte.

22 Beacon-Startups, die man kennen sollte


Airfy

Das Startup ist eigentlich bekannt für seine WLAN-Lösung für Zuhause oder Betriebe. Aber Airfy bietet auch Beacons an, die zum Beispiel die eigenen vier Wände komplett vernetzen: Smart Home. Gegründet wurde das Münchner Unternehmen von Mona und Steffen Siewert.

Appack

Mit einem Fokus auf den Business-Bereich entwickelt Appack Apps jeglicher Art. Eigenen Aussagen zufolge bietet das Mannheimer Unternehmen die erste App-Plattform mit eigener iBeacon-Integration. Location-based Services sind einer Schwerpunkt der App-Entwicklung.

Asandoo

Das Spin-Off der TU Kaiserslautern hat sich in Sachen Beacons vor allem auf Messen spezialisiert und erarbeitet dafür mit Kunden entsprechende Konzepte. Aber auch andere Indoor-Navigationen und ein eigenes Hausnotrufsystem zeichnen Asandoo aus.

Barcoo

Vor allem für die Produktscanner-App bekannt, bietet Barcoo inzwischen auch eine eigene Beacon-Lösung an. Händler sollen damit ihre Kunden vor Ort mit passenden Angeboten versorgen können: In-Store Mobile Marketing. Zig Millionen App-Downloads sind ideale Voraussetzungen.

BEACONinside

Das 2013 gegründete Berliner Startup bietet das Rundum-sorglos-Paket für Beacon-Liebhaber an. Sowohl Hardware- als auch Software-Lösungen sind im Repertoire von BEACONinside. Schon McDonald's hat die Beacons von BEACONinside im Einsatz gehabt.

Candylabs

Die Tech-Firma hat gemeinsam mit dem Gastronomie-Unternehmen Mook Group eine iBeacon-App – als Whitelabel-Lösung geplant – entwickelt, die auf einem Gamification-Ansatz beim Einchecken innerhalb des Restaurantes basiert – ähnlich wie bei Foursquare, bloß automatisch.

Estimote

Die Beacons des US-Startups zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie klein und quasi überall zu befestigen sind. Damit ähneln sie ein wenig den NFC-Stickern, während die Estimote-Beacons aber natürlich nicht auf die unmittelbare Nähe bzw. Berührung angewiesen sind.

Favendo

Die Firma aus Bamberg setzt für das „einzigartige Einkaufserlebnis“ ebenfalls auf die Beacon-Technologie. Seit Jahresanfang setzt Favendo auf eine strategische Partnerschaft mit BEACONinside, um das Angebot beider Startups abzurunden.

Gettings

Der zur E-Plus-Gruppe gehörige Anbieter von Location-based Services ist hauptsächlich für die Schnäppchen-Deals bekannt. Besonders in Düsseldorf ist Gettings aktiv. Dort will das Startup 150 stationäre Geschäfte mit Beacons ausstatten, um ortsbasierte Angebote an den Mann zu bringen.

indoo.rs

Wie der Name schon vermuten lässt, kümmern sich die Österreicher um die perfekte Indoor-Navigation. Dafür setzt indoo.rs nicht nur auf Beacons, sondern auch auf WLAN, Magnetfelder und andere Sensoren im Smartphone.

intelliAd

Das Steckenpferd von intelliAd ist die Plattform für Online-Marketing. Seit 2013 setzen die Münchener auf eine eigene Beacon-Technologie, die die Online- und Offline-Marketing-Aktivitäten verschmelzen sollen. Ein Großeinsatz erfolgte auf der Digitalwirtschafts-Messe dmexco.

22 Beacon-Startups, die man kennen sollte

Minodes

Der Schwerpunkt von Minodes, ein Projekt der Berliner Startup-Maschine Project A, ist die Analyse von Offline-Marketing-Maßnahmen. Mit der Minodes-Technologie, die natürlich auch auf Beacons basiert, sollen Händler ihre Kunden besser kennenlernen und – klar – den Umsatz steigern.

OnyxBeacon

Das Startup aus Rumänien hat ein Content Management System entwickelt, mit dem Kunden ihre Beacons verwalten können. Auch eine App steht zur Verfügung. Das System kann sowohl mit fremden als auch mit den eigenen OnyxBeacons verwendet werden.

Payback

Der Anbieter der bekannten Bonus-Punkte wagt sich an ein neues Feld heran. Neben der Integration einer Mobile-Payment-Funktion in die Bonus-App testet man auch mit Beacons. Das hat Oliver Bohl von Payback im Herbst auf dem Deutschen Handelskongress angekündigt.

Placed

Die von Aww Apps aus Berlin gebaute App Placed arbeitet mit Shortcuts, um an bestimmten Orten bestimmte Aktionen auszulösen. Die simple Funktionsweise wird dann der iBeacon-Technologe ermöglicht.

Sensorberg

Auch das Berliner Startup Sensorberg setzt auf eine umfassende Beacon-Lösung, die Hardware und Software umfasst. Alles zielt darauf ab, Kunden und Unternehmen zueinander zu bringen. Als Referenzen kann Sensorberg unter anderem die Technik-Messe Cebit oder die Sparkasse vorweisen.

Sevenval

Das Kölner Web-Technologieunternehmen entwickelt vor allem (mobile) Web-Lösungen für Kunden wie Douglas oder Conrad. Im letzten Jahr hat Sevenval nun aber nach einer Kooperation mit Sensorberg das Beacon-Feld komplett betreten und eine eigene Beacon-App gelauncht.

22 Beacon-Startups, die man kennen sollte
Shopkick

Die US-Shopping-App Shopkick trommelt seit einigen Monaten auch hierzulande ordentlich für sich. Zum Jahresanfang waren schon über 3.600 Läden – darunter Saturn und Media Markt, Douglas oder Obi – mit der Beacon-Technologie ausgestattet, die mit den Kunden kommuniziert.

shopnow

Auch Shopnow aus dem Hause Axel Springer Ideas setzt auf die Kundenbindung durch Treuepunkte. Mit der Loyalty-App können Kunden beim Kauf Punkte sammeln und in Prämien umwandeln. Neu macht das eigentlich alte Konzept die Integration von Beacons.

Ströer

Der Experte für Mobile Advertising Ströer mischt auch bei der Beacon-Technologie mit – ganz groß sogar. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn haben sie am Düsseldorfer Hauptbahnhof das größte öffentliche Beacon-Testfeld eröffnet. Die Testphase läuft noch bis März 2015.

twt.de

Das Düsseldorfer Technologie-Unternehmen kümmert sich um jegliche Marketing-Aktivitäten ihrer Kunden. Zu den Möglichkeiten zählen auch die kleinen Funksender. Die Arbeit mit iBeacons bei twt.de erfolgt auf Basis der iBeacon-Technologie von Sensorberg.

Yoints

Auch hinter dem Hamburger Startup Yoints verbirgt sich eine Bonus-App, die im Einzelhandel eingesetzt wird. Mithilfe von installierten Beacons können Nutzer der App Bonuspunkte sammeln und im Laden auf dem Smartphone angezeigte Angebote in Anspruch nehmen.


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Thema: Mobil

Schlagworte: startups, IBeacon, Beacon

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Burkhard Vogel
    Erstellt 6. Februar 2015 15:55 | Permanent-Link
    Und Android?

    Ich verstehe den ganzen Hype um iBeacon bei einem Marktanteil von 22% von iOS smartphones nicht. Oder habe ich da etwas zu Android verpasst?

  2. Peer Schott
    Erstellt 6. Februar 2015 16:55 | Permanent-Link
    Und was kann ich damit machen?

    Hallo,

    ich mag jetzt zu kritisch sein. Aber wie mein Vorredner schon schrieb. iOS ist nicht der Nabel der Welt. Das mag in Ihrer Redaktion vielleicht so scheinen. Zum anderen: Okay. Jetzt habe ich von den Unternehmen etwas gehört. Und das hilft mir in meinem Shop genau was? Wenigstens konkretere Beispiele oder eine Checkliste (wie früher in vielen Artikeln) hätte ich spannend gefunden.

  3. Erstellt 6. Februar 2015 17:47 | Permanent-Link
    Danke für die Rückmeldungen

    Ihr Feedback ist sehr willkommen!
    Zum Glück ist es so, dass es auch für Android-Geräte genügend Lösungen gibt, mit denen sie von der iBeacon-Technologie profitieren können (z.B. von Sensorberg). Insofern dient die Übersicht erst einmal als erster Anhaltspunkt, den Markt mit den Anbietern zu überblicken.
    Die gewünschten konkreten Anwendungsbeispiele liefere ich in einem gesonderten Beitrag nächste Woche gerne nach. Danke für die Anregung!

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