Augmented Reality: 1000 virtuelle Supermärkte krempeln das Shopping um

Von Olaf Kolbrück Olaf Kolbrück | 18. Oktober 2012 | 2 Kommentare Kommentieren

tesco
Erinnern Sie sich noch, als Tesco 2011 in U-Bahn-Stationen in Korea mit virtuellen Supermärkten auf Hightech-Displays loslegte und Kunden mobiles Shopping mit dem Smartphone ermöglichte?

Das Modell des Offline-Shoppings mit Augmented Reality fand etliche Nachahmer. Neben eBay, Net-a-Porter, Ocado, Wollworths, Toys"R"Us testete sogar der norddeutsche Drogeriemarkt-Filialist Budnikowsky virtuelle Shops an stark frequentierten Stellen.

Inzwischen erprobt Tesco das Modell auch am Londoner Flughafen Gatwick. Testläufe.

Doch in China steht jetzt der flächendeckende Einsatz bevor.

Yihaodian, größter E-Commerce-Anbieter für Food in China, will landesweit 1.000 virtuelle Supermärkte unter der Marke "Unlimited Yihaodian" starten. Keine Plakatwände, sondern leere Stores von 1200 Quadratmetern, in denen die Ware an Displaywänden gezeigt wird. Eingekauft wird per Smartphone, geliefert wird nach Hause. Ein Modell, dass auch Woolworths in Australien erprobt.

Woolworths Virtuell shopping
Das lässt aufhorchen. China ist nicht weit weg. Denn Wal-Mart bekam im August grünes Licht, die Mehrheit an Yihaodian zu übernehmen. Sind die Erfahrungen dort also positiv, dürfte Wal-Mart das System schnell auch in den USA ausrollen. Spätestens dann dürften die Nachahmer in Europa nach Freiflächen in Innenstädten suchen. Lassen sich die Supermärkte mit breitem Sortiment doch auf weitaus kleinerer Fläche darstellen.

Geshoppt wird dann womöglich in der Mittagspause - ohne Parkplatzsuchstress, ohne Samstagshektik, ohne Schlangen an der Kasse.

Für Tesco haben sich nämlich schon die Plakatwände ausgezahlt. Die E-Tochter Homeplus steigerte den Umsatz um 130 Prozent und stieg zum Online-Marktführer auf.

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter

EOHK


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Thema: Mobil

Schlagworte: Tesco, Augment

SXSW: Um diese Entwicklungen muss sich der E-Commerce drehen
Dienste wie "GoButler" aus Berlin oder "Magic" in den USA erklären sich zur neuen Wunderwaffe des Se ...
Topartikel
GoButler und Co: Stellen SMS-Butler den E-Commerce auf den Kopf?
Ist das die Zukunft des E-Commerce? Butler-Dienste per SMS? Gehört der Webshop bald der Vergangenhei ...
SXSW: Um diese Entwicklungen muss sich der E-Commerce drehen
Auf der SXSW in Austin, Texas, nahmen Twitter und Foursquare ihren Anfang. Doch vor allem ist die wo ...
10 Boxen-Startups, die sich am Abo-Commerce versuchen
Startups mit einer Abo-Box im Gepäck kommen und gehen im Wechsel. Neben bekannten Namen wie HelloFre ...
Zalando-Vision denkt den Multichannel als Plattform
Auf dem Capital Markets Day von Zalando hat Vorstand Rubin Ritter nochmals das Wachstumsziel von min ...
Instagram und Snapchat: Einfache Strategien, um sich ins Herz der Kunden zu knipsen
Wer Treppenlifte verkaufen will, der ist angesichts der schleichenden Alterung bei Facebook noch gut ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Shopexperte
    Erstellt 18. Oktober 2012 11:55 | Permanent-Link

    Super, ich bau dann kurz eine Hack-App für ein Preisvergleichs-Business Model. Soll doch jemand anders die Plakate aufhängen/finanzieren. Bei mir gibt es das billiger...

  2. Sascha
    Erstellt 22. Oktober 2012 09:48 | Permanent-Link

    Die Yihaodian laeden funtionieren anderst: Siehe mehr hier http://www.psfk.com/2012/10/china-virtual-grocery-stores.html

stats