Buchketten greifen Amazon an: Warum der Tolino shine noch nicht leuchtet

tolino shine
Die führenden deutschen Buchhändler Thalia, Weltbild, Hugendubel sowie Club Bertelsmann und die Deutsche Telekom greifen Amazon gemeinsam im E-Book-Markt an.

Das Werkzeug dazu: Die Marke tolino und der eReader tolino shine.

Er ist ab dem 7. März 2013 bei allen Partnern erhältlich. Er soll dem Kindle Konkurrenz machen.

Eine Erfolgsgarantie gibt es aber nicht.  Drei Gründe.

Immerhin: Mit der Kooperation aus führenden Buchhändlern eines Sprachraums mit einem Technologieunternehmen betreten die Partner Neuland. Allein das ist eine Innovation.

Der tolino shine ist bei Thalia, Weltbild, Hugendubel, Der Club Bertelsmann, in den Telekom Shops sowie in den Online-Shops der Partner erhältlich. Zum Start sind über 300.000 eBook-Titel verfügbar. Gekaufte E-Books auf dem tolino landen zugleich in der Telekom-Cloud.  Details beim Buchreport.

Hürde 1. Die Domain Tolino.com, ein Schuhhersteller, ist ebenso weg wie der Twitter-Account. Unique ist anders.

Hürde 2: Klappt die Integration der einzelnen Shopssysteme mit der Telekom-Cloud reibungslos, können Nutzer Daten und Bücher fröhlich hin und hertransferieren. Das ist eine Herkules-Aufgabe, die nicht ohne Bugs abgehen dürfte.

Hürde 3: Unterschiedliche Interessen. Der Leidensdruck muss schon hoch sein, um sich gegenseitig in die Karten schauen zu lassen. Man denke nur an  Bertelsmann und seine gigantischen Buchclub-Daten. Wie gut klappt also die Zweck-Ehe?

Was gut ist:

Erstmals springen Wettbewerber über ihren Schatten und bilden eine Allianz gegen Amazon. Mit einer eigenen Lösung und einer offenen Plattform. Nachahmenswert. 

Fast vergessen: Warum Skepsis angebracht ist? tolino.de sieht nach der Vorstellung der Allianz auf der Pressekonferenz übrigens so aus:

tolino start

 

 

 


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Thema: Mobil

Schlagworte: E-Book

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Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Cookie
    Erstellt 1. März 2013 15:56 | Permanent-Link

    Auf alle Fälle, da wie ich gelesen habe, der EReader "offen" ist. Wenn die Technik auch passt, freu ich mich über das zusätzliche Angebot. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft und uns Kunden freut es :-) Mal sehen wie teuer der Tolino ist. Bei Weltbild wird er bereits mit 99€ angeboten. Ich freue mich auch auf die ersten Test des neuen Tolinos. Ich warte auf alle mit dem Kauf, bis ich den Vergleich habe.

  2. Hinterfrager
    Erstellt 1. März 2013 20:18 | Permanent-Link

    Aktuell sieht die Domain tolino.de aber anders aus. Einfach mal reinschauen. Wichtig ist diese Seite sowieso nicht, denn die ebooks kauft man auf den jeweiligen Shopseiten der beteiligten Firmen.
    Im übrigen müssen die Firmen gar nicht großartig Kundendaten austauschen, denn für die Cloud ist nur ein Speicherplatz. Die Ebooks sind allerhöchstens über Adobe-DRM personalisiert.
    Warum soll das synchronisieren der EBooks nicht funktionieren?

  3. Erstellt 3. März 2013 10:46 | Permanent-Link

    Den Tolino gibt es auch bei Buecher.de mit der Bonuswährung webmiles...
    Der Reader kostet dort 99,99€ und es gibt 100 webmiles. Für jedes EBook dann weitere webmiles. Ist also der meines Wissens erste Reader der mit einem Loyaltysystem zusammenarbeitet...

  4. Erstellt 5. März 2013 05:52 | Permanent-Link

    Verstehe ich auch nicht, warum man ohne Zwang einen Namen wählt, für den sowohl die Kern-URL als auch die Account-Namen bei Twitter und Facebook vergeben sind.

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