Infografik: Mobile Web - Unterwegs sind viele Deutsche noch Online-Muffel

Von Karsten Werner Karsten Werner | 16. Januar 2013 |

28% der Smartphone-Besitzer in Deutschland gehen laut einer Umfrage von Deloitte mit ihren Geräten gar nicht ins Internet.

Der Grund: Viele Late Adopter wären auch noch mit einem normalen Handy zufrieden. Da sie aber alle zwei Jahre neue Geräte über ihre Verträge beziehen, haben sie mittlerweile zwar Smartphones, zeigen aber wenig Interesse an den Möglichkeiten der heutigen Mini-Computer. Ergo liegen viele der Funktionen einfach brach: Telefonieren, SMS-Schreiben und Fotografieren sind für diese Anwender bisher die Kernfunktionen von Mobiltelefonen geblieben.

Dass Japan im Ländervergleich auf Platz 1 liegt, verwundert nicht: Zwar hatten es die japanischen Elektronikkonzerne einst versäumt, mit ihrem technischen Standard den Sprung aufs Festland zu wagen, Fakt ist aber, dass das mobile Internet in Japan erfunden wurde und dort weit länger bekannt und entsprechend etablierter ist, als in unseren Breiten. Und da das Mobile Web in den USA quasi "wiedererfunden" wurde, erklärt sich darüber die hohe Akzeptanz für das mobile Internet in den vereinigten Staaten.

Die hiesigen Mobilfunk-Carrier wird es (noch) freuen, da deren Netze weniger belastet werden. Apologeten des "Everywhere Commerce" jedoch erhalten zunächst erst einmal einen Dämpfer: Wer mit seinem Gerät nicht einmal online geht, wird auch kaum das Interesse und die Aufgeschlossenheit mitbringen, sein Smartphone via NFC unterwegs als Geldbörse zu nutzen, QR-Codes zu scannen, oder spezielle Apps für das Mobile Payment einzusetzen. In anderen Ländern scheint die Basis für derlei Anwendungen längst breiter zu sein.

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