Mobile Commerce: Der “Wohlfühlfaktor“ als Umsatztreiber

Von Karsten Werner Karsten Werner | 30. März 2012 |

Tablet Grafik

Laut einer aktuellen Studie des Technologie-Dienstleisters Zanox stieg in 2011 der Umsatz durch Transaktionen über mobile Endgeräte im europäischen Online-Handel um 313% gegenüber dem Vorjahr an. Im Dezember letzten Jahres wurden dabei  50% der Umsätze  im mobilen Segment allein durch Einkäufe über Ipad -Geräte  erzielt. Studien über den US-amerikanischen Markt belegen eine vergleichbare  Entwicklung in den USA.

Nutzer des Tablet-Computers erlösen signifikant höhere Umsätze pro Kauf und zeigen dabei eine allgemein höhere Kaufbereitschaft. Dieses gilt sowohl im Vergleich zu Smartphone-Nutzern als auch zu Kunden, die via Desktop-/Laptop-Systemen einkaufen.

Der PC steht für „Arbeit“, das Smartphone für „Hektik“

Während sich die relativ geringe Kaufbereitschaft via Smartphone noch über eine -größenbedingt- umständlichere Durchführung der Kaufprozesse erklären lässt, machen andere Marktbeobachter die Ursache für diesen Trend in einem tendenziell höheren Einkommensniveau der Ipad-Nutzer aus.

Diese Einschätzung greift jedoch angesichts der enormen Wachstumsraten zu kurz. Vielmehr lässt sich der - durch speziell diesen Tablet PC initiierte - Paradigmenwechsel im Umgang mit Computern und die sich daraus verändernden Kundenpräferenzen im Konsum von Medienprodukten auch auf den Online-Handel übertragen: Das Ipad ist bequem zu bedienen, wird zudem seitens des Apple -Marketing  emotional aufgeladen und hat sich mittlerweile zu einem Produkt entwickelt, das dann in Betrieb genommen wird, wenn  Anwender nicht vor dem „Rechenknecht“ sitzen müssen und die Push-Meldungen des Smartphones keine  entgangenen Anrufe oder neue Termine ankündigen: Im Feierabend.

Shopping im Genussmodus

Das Ipad kommt also vielfach in einem Kontext zum Einsatz, in dem die Nutzer sich wohlfühlen. Dementsprechend ist hier der positive  Einfluss des Gerätes auf die Kaufbereitschaft zu finden.

Anbieter mobiler E-Commerce-Lösungen sollten deshalb diesen “Genussmodus“ bei der Gestaltung ihrer mobilen Web-Seiten und nativen Apps berücksichtigen.

Tablet infografik
Grafik: Intomobile

Etailment.de gibt es auch bei Facebook, Twitter und Google+. Oder abonnieren Sie den Newsletter


Kindle Kindle
Drucken Artikel versenden

Studie: Das sind die Klick-Treiber und Umsatz-Booster in Onlineshops
Klicken heißt nicht gleich kaufen. So schafft beispielsweise Amazon einen weit überdurchschnittliche ...
Topartikel
Studie: Das sind die Klick-Treiber und Umsatz-Booster in Onlineshops
Klicken heißt nicht gleich kaufen. So schafft beispielsweise Amazon einen weit überdurchschnittliche ...
100 Tage Zalando: Deutschland-Chef Moritz Hau über neue Stores
Exakt 100 Tage war Moritz Hau im Amt, als etailment ihn dieser Tage vis-à-vis des Frankfurter Outlet ...
Gehalts-Check: Das verdienen Onliner
Sie sind gefragt, gesucht, um sie dreht sich unter anderem der "War for Talents": IT-Spezialisten. D ...
Amazon und eBay werden lokaler: Arche Noah für den stationären Handel
Allerorten machen lokale Marktplätze die Rettungsboote für den stationären Handel klar. Das schauen ...
Warum nicht nur Zalando auf den Live-Chat schielt
Zalando erprobt gerade im Webshop in der Beta-Phase einen Live-Chat. Das verriet Deutschland-Chef Mo ...

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats